Rund 13.000 Arbeitsplätze in einer Stadt mit 21.000 Einwohnern
Stadtallendorf hat gut 21.000 Einwohner, aber nach Angaben der Stadt rund 13.000 Arbeitsplätze. Die Gewerbesteuer macht im Schnitt etwa 70 Prozent der städtischen Steuereinnahmen aus. Wer morgens an der Anschlussstelle Stadtallendorf-Nord die A 49 verlässt, fährt in eine Stadt, deren Takt von Schichtplänen bestimmt wird: Frühschicht, Spätschicht, Nachtschicht, dazu Lieferfenster für Rohstoffe und Abholzeiten für fertige Ware.
Für den Werkschutz heißt das: Das Werkstor ist kein ruhiger Posten. Zu bestimmten Uhrzeiten wechseln viele Beschäftigte gleichzeitig, Busse und Fahrgemeinschaften drängen auf die Zufahrten, und dazwischen warten Lkw auf ihre Rampe. Eine Kraft an der Pforte muss in diesen Minuten wissen, wer durchgewunken wird, wer einen Ausweis zeigen muss und wer zunächst zur Anmeldung geht.
Welche Betriebe das Bild der Stadt prägen
Drei Namen tauchen in jeder Beschreibung der Stadt auf. Ferrero stellt hier seit 1957 Süßwaren her, das Werk zählt zu den größten Standorten des Konzerns; im August 2024 hat das Regierungspräsidium Gießen den Bau einer neuen Produktionshalle genehmigt. Die Fritz Winter Eisengießerei, 1951 gegründet, hat ihren Hauptsitz in der Stadt und liefert Zylinderblöcke, Zylinderköpfe, Bremsscheiben und Bremstrommeln an Fahrzeug- und Hydraulikhersteller. Die Hoppe AG fertigt Beschlagsysteme für Fenster und Türen.
Daneben unterhält Kühne+Nagel eine Niederlassung in Stadtallendorf, und Gies Dienstleistungen hat seinen Firmensitz hier. Wir nennen diese Unternehmen, um das Umfeld zu beschreiben. Sie sind keine Auftraggeber von uns, und wir behaupten keine Einsätze dort.
- Lebensmittelproduktion mit Hygienezonen, Kühlware und fertigen Markenpaletten
- Eisengießerei mit Rohstoffanlieferung per Bahn und Lkw, Schmelzbetrieb und Bearbeitung
- Beschlagfertigung mit Werkzeugbau, Lager und Versand
- Kontraktlogistik mit Wechselbrücken und Hofverkehr rund um die Uhr
- Mittelständische Betriebe im Gewerbegebiet Nordost an der B 454
Was am Tor einer Gießerei anders ist als am Tor einer Süßwarenfabrik
Am Bahnhof Stadtallendorf rollt Güterverkehr vor allem für eine Gießerei an: Sand für die Formen. Wo Rohstoffe in großen Mengen ankommen, geht es am Tor um Wiegescheine, Lieferpapiere und um die Frage, ob ein Fahrzeug überhaupt auf diesem Gelände erwartet wird. Schrott, Kupfer und Formteile haben einen Wiederverkaufswert, der auch Unbefugte anzieht. Unsere Kräfte gleichen Kennzeichen mit Ihrer Avisliste ab und lassen nur durch, was Ihr Wareneingang freigegeben hat.
In einer Lebensmittelproduktion steht dagegen die Hygiene im Vordergrund. Wer das Werk betritt, braucht eine Einweisung, Schutzkleidung oder eine Schleuse. Die Pforte prüft, ob Besucher und Fremdfirmen die Hygieneunterweisung haben, bevor sie weitergeleitet werden. Fertige Ware verlässt das Gelände nur mit vollständigen Papieren, denn eine Palette mit Markenware ist schnell weiterverkauft.
Beides lässt sich nicht aus dem Kopf erledigen. Wir schreiben deshalb mit Ihnen eine Postenanweisung: Torzeiten, Ansprechpartner je Schicht, Meldeweg bei Abweichungen, Umgang mit Fahrern ohne Termin. Jede Kraft arbeitet danach, auch wenn sie zum ersten Mal an Ihrem Tor steht.
Rundgänge, Schichtwechsel und Revisionswochen
Werkschutz endet nicht an der Schranke. In den Stunden, in denen nur Technik läuft, gehen unsere Kräfte Zaunlinien, Freilager und Parkflächen ab, prüfen Rolltore und Außentüren und melden Auffälligkeiten an Ihre Bereitschaft oder Haustechnik. Viele Werksflächen in Stadtallendorf grenzen an Wald, rund 40 Prozent des Stadtgebiets sind bewaldet. Dort sieht nachts niemand zufällig hin, wenn ein Zaunfeld offen steht.
Besonders viel Betrieb herrscht in Revisionswochen, wenn Fremdfirmen Anlagen warten. Dann geben wir Ausweise für Monteure aus, gleichen Werkzeugkisten und Fahrzeuge bei Ein- und Ausfahrt ab und führen eine Liste, wer sich auf dem Gelände aufhält. Diese Liste ist im Ernstfall auch für die Räumung wichtig.
Vorhabenbezogen in Mittelhessen
Unsere Standorte liegen in Norddeutschland: der Hauptsitz am Großflecken in Neumünster, eine Zweigniederlassung in Berlin und eine Niederlassung in Bremen. In Hessen unterhalten wir kein Büro. Einen Werkschutz in Stadtallendorf sagen wir deshalb erst zu, wenn klar ist, wie viele Kräfte über welche Laufzeit gebraucht werden und dass wir die Besetzung zuverlässig stellen können. Einen Überblick über das Land gibt die Seite Werkschutz in Hessen.
Je nach Aufgabe haben unsere Kräfte die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 zertifiziert und arbeitet nach DIN 77200. Bei Rückfragen oder Vorfällen sind wir rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Womit Sie bei den Kosten rechnen können
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein dauerhaft besetztes Werkstor mit festen Schichten lässt sich anders kalkulieren als einzelne Revisionswochen, in denen kurzfristig zusätzliche Kräfte gebraucht werden. Nachtschichten, Sonn- und Feiertage sowie die Frage, ob für den Posten die Sachkundeprüfung nötig ist, verschieben den Preis innerhalb dieses Rahmens.
Oft ist eine Kombination sinnvoll: besetzte Pforte während der Anlieferung und des Schichtwechsels, Kontrollrunden in den ruhigen Stunden. Mehr zur Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Stadtallendorf, Betriebe in der Nachbarschaft unter Marburg.
| Faktor | Auswirkung |
|---|---|
| Tor rund um die Uhr besetzt | hoher Anteil an Nacht- und Wochenendstunden |
| Sachkundeprüfung gefordert | höher qualifizierte Kraft am Posten |
| Mehrjähriger Auftrag mit festen Schichten | planbar, eher am unteren Rand |
| Revisionswochen mit Zusatzkräften | kurzfristige Planung, eher am oberen Rand |


