Eine Industriestadt im Kleinformat
Stadtilm hat eine lange Gewerbegeschichte. 1542 gründeten die Tuchmacher ihre Zunft, später kamen Gerbereien, Schuh- und Lederfabriken hinzu, ab 1905 förderte die Saline in Oberilm Salz, bis sie 1998 schloss. Den größten Einschnitt brachte das Jahr 1943, als Rheinmetall-Borsig die Fertigung von Gelenkwellen in die Stadt verlegte. Zu DDR-Zeiten war das Gelenkwellenwerk mit rund 1.800 Beschäftigten der größte Arbeitgeber der Region.
Heute führt die Gelenkwellenwerk Stadtilm GmbH diese Tradition als Familienunternehmen fort und stellt Gelenkwellen, Doppelgelenkwellen, Antriebswellen und Präzisionsdrehteile her. Daneben prägen kleine und mittlere Betriebe der Metallbearbeitung das Bild, etwa im Maschinenbau. Aus der früheren Bleiweißfabrik, die später Reinigungsmittel produzierte, ging ein Hersteller hervor, der seit 2014 zur polnischen Global-Cosmed-Gruppe gehört.
Wo in Stadtilm Werkschutz gebraucht wird
- Gewerbegebiet Lohmühlenweg im Südosten, seit 2003 teilweise als Industriegebiet ausgewiesen
- Gewerbeflächen an der Straße Am Haunberg und die älteren Industrieareale daneben
- Fertigung von Gelenkwellen und Drehteilen mit wertvollem Rohmaterial und Fertigware
- Reinigungsmittelherstellung mit Lagern für Grundstoffe und Verpackung
- Gewerbegebiet An der Schäferei in Niederwillingen mit Bau- und Handwerksbetrieben
- Künftige Ansiedlungen im Bereich Östlicher Lohmühlenweg
Die Liste beschreibt typische Standorte, keine Auftraggeber. Welche Leistung ein Betrieb braucht, hängt von Schichtmodell, Gelände und Versicherungsauflagen ab.
Am Tor: Lieferverkehr, Fremdfirmen, Besucher
Seit 2017 hat Stadtilm eine eigene Anschlussstelle an der A 71. Lkw erreichen die Gewerbegebiete damit schnell, und das gilt für jeden, der dort etwas abholen will. Werkschutz beginnt deshalb an der Zufahrt: Wir gleichen Kennzeichen und Lieferpapiere ab, weisen Fahrer an die richtige Rampe und halten fest, wer wann gekommen und gegangen ist.
Fremdfirmen, die Maschinen warten oder Hallendächer reparieren, melden sich bei uns an, erhalten ihre Unterweisung nach Ihren Vorgaben und werden auf Wunsch in gesperrte Bereiche begleitet. Besucher bekommen einen Ausweis und eine Begleitung, wenn das Werk es verlangt. So bleibt nachvollziehbar, wer sich zu welcher Zeit auf dem Gelände aufhält.
Bei Ausgangskontrollen richten wir uns streng nach der Betriebsvereinbarung und dem, was Ihre Werksleitung festgelegt hat. Stichproben an Taschen oder Fahrzeugen gibt es nur, wenn sie vereinbart und den Beschäftigten bekannt sind.
Zwischen den Schichten: Hallen, Freilager, Technik
Metall hat auch als Span oder Verschnitt einen Preis, Kupferkabel und Werkzeuge ebenso. Außenlager, Container und Stellflächen sind deshalb besonders gefährdet, vor allem an Wochenenden und in den Betriebsferien. Unsere Kräfte gehen festgelegte Runden durch Hallen und über das Freigelände, prüfen Tore, Zäune und Beleuchtung und achten auf Wasserschäden, laufende Maschinen oder offene Türen.
In Betrieben mit Chemikalien und Gefahrstoffen gelten zusätzliche Regeln. Wir lassen uns vor dem ersten Dienst in die Alarmpläne und die Lagerordnung einweisen und melden jede Abweichung sofort an die zuständige Stelle Ihres Hauses. Ist Ihre Brandmelde- oder Einbruchmeldeanlage auf eine externe Notruf- und Serviceleitstelle aufgeschaltet, stimmen wir den Meldeweg mit ihr ab.
Wichtig ist uns, dass der Werkschutz in Ihre Abläufe passt. Rundgänge legen wir so, dass sie den Schichtwechsel nicht stören, und dokumentieren sie mit Uhrzeit im Bericht. Das Gewerbegebiet liegt am Übergang zur freien Landschaft, teils nahe am Überschwemmungsgebiet der Ilm. Nach Starkregen achten unsere Kräfte deshalb auch auf Wasser in Kellern, Gruben und Zufahrten und melden es sofort.
Vorhabenbezogen aus dem Norden
Unser Hauptsitz ist in Neumünster, eine Niederlassung in Thüringen haben wir nicht. Werkschutz in Stadtilm übernehmen wir vorhabenbezogen, wenn Anfahrt und Personal für die gesamte Laufzeit gesichert sind. Das klären wir vor der Zusage mit Ihnen offen.
Unsere Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Ein fester Ansprechpartner hält den Kontakt zu Ihrer Werksleitung, Sie erreichen uns jederzeit unter +49 4321 78 33 590.
Allgemeines lesen Sie unter Werkschutz, die Lage im Land unter Werkschutz in Thüringen. Für die Nachbarstadt siehe Ilmenau.
Kosten für Werkschutz
Für Werkschutz gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein durchgehend besetzter Dauerauftrag mit festen Kräften liegt meist günstiger als einzelne Wochenenddienste, weil Anfahrt und Einarbeitung nur einmal anfallen. Höher wird es mit hohem Nacht- und Feiertagsanteil, mit Sachkundeprüfung für besondere Aufgaben und mit kurzfristigen Änderungen am Dienstplan.


