Eine Stadt aus vielen Dörfern
Bis 2018 war Stadtilm eine Kleinstadt mit knapp 5.000 Einwohnern. Mit der Eingliederung der Gemeinde Ilmtal und weiterer Orte kamen 20 Ortsteile hinzu. Heute reicht das Stadtgebiet von Großhettstedt und Kleinhettstedt im Nordosten über Dienstedt und Döllstedt bis zu Singen und Cottendorf am Singener Berg und nach Niederwillingen und Oberwillingen im Westen. Die Kernstadt mit Oberilm ist nur ein Teil davon.
In diesen Dörfern stehen Gemeinschaftshäuser und Säle, Feuerwehrgerätehäuser, Kirchen, Kindergärten und kleine Gewerbebetriebe. Viele werden nur zeitweise genutzt. Für jedes Gebäude eine eigene Wache zu stellen, lohnt sich selten – eine gut geplante Runde schon.
Hinzu kommt, dass viele Einwohner nach Erfurt, Weimar oder Ilmenau zur Arbeit pendeln. Tagsüber sind Höfe, Werkstätten und Wohnhäuser in den Dörfern deshalb oft ebenso verwaist wie nachts. Ein Revierdienst muss also nicht nur nachts fahren: Kontrollen am Vormittag oder frühen Nachmittag können genauso sinnvoll sein, gerade bei Objekten, die von der Straße schlecht einzusehen sind.
Straßen, auf denen die Runde läuft
- L 3087 von Bad Berka über Großhettstedt und Stadtilm Richtung Ilmenau, bis 2020 als B 87 geführt
- L 1048 von Arnstadt über Hohes Kreuz nach Stadtilm
- Kreisstraße K 12 von Niederwillingen nach Griesheim
- Anschlussstelle Stadtilm der A 71 bei Traßdorf und die B 90
- Landesstraßen nach Rudolstadt, Rottenbach und Erfurt
Über diese Achsen lassen sich die Ortsteile zu einer sinnvollen Route verbinden. Wie oft und in welcher Reihenfolge wir fahren, hängt von Ihren Objekten und Zeiten ab. Westlich der Stadt verläuft außerdem die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt, im Ilmtal die Bahnstrecke Arnstadt–Saalfeld mit dem Bahnhof in Oberilm und den Haltepunkten Niederwillingen und Singen.
Was bei einer Kontrolle passiert
Bei jeder Anfahrt prüfen unsere Kräfte, ob Türen, Fenster und Tore verschlossen sind, ob Licht brennt, wo es nicht brennen soll, und ob auf dem Gelände etwas verändert wurde. Auf Wunsch gehen sie durch das Gebäude, prüfen Heizung und Wasserleitungen im Winter oder schließen morgens auf und abends ab, etwa für Vereine, Handwerksbetriebe oder einen Saal nach einer Feier.
Damit sich niemand auf die Runde einstellen kann, wechseln wir die Uhrzeiten. Jede Kontrolle wird mit Uhrzeit im Bericht festgehalten. Fällt etwas auf, informieren wir sofort die Personen, die Sie benannt haben, und bei Bedarf Polizei oder Feuerwehr.
Schlüssel, die wir für die Runde brauchen, übernehmen wir gegen Quittung und geben sie nur im Einsatz heraus. Welche Bereiche wir betreten dürfen und welche nicht, steht in der Dienstanweisung, die wir vor dem Start mit Ihnen abstimmen.
Alarmverfolgung im ländlichen Raum
Viele Gebäude in den Ortsteilen haben eine Alarmanlage, aber niemanden in der Nähe, der nachsieht. Ist Ihre Anlage auf eine Notruf- und Serviceleitstelle aufgeschaltet, die uns verständigt, fahren wir das Objekt an, prüfen die Lage und sichern es, bis Sie oder ein Handwerker vor Ort sind.
Weil die Wege zwischen den Dörfern lang sind, sagen wir Ihnen keine feste Ankunftszeit zu, sondern planen die Route so, dass die Fahrstrecken kurz bleiben. Wer Objekte in Stadtilm und in Nachbarorten wie Arnstadt oder Rudolstadt hat, kann sie in einer gemeinsamen Runde zusammenfassen.
Vorhabenbezogen und offen gesagt
Wir haben in Thüringen keine Niederlassung. Einen Revierdienst in Stadtilm übernehmen wir vorhabenbezogen, wenn sich die Route mit unserem Personal für die gesamte Laufzeit planen lässt. Vor der Zusage prüfen wir das und sagen Ihnen ehrlich, was möglich ist.
Unsere Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Sie erreichen uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Revier- und Interventionsdienste und für das ganze Land unter Revierdienst in Thüringen.
Was eine Runde kostet
Auch beim Revierdienst gilt als Richtwert 23 bis 50 € netto je Stunde. Abgerechnet wird meist nach Kontrolle oder nach Zeit auf der Route. Je mehr Objekte sich eine Runde teilen, desto weniger trägt jedes einzelne. Nachtkontrollen, Wochenenden und Alarmfahrten außerhalb der Route verändern den Betrag, ebenso die Strecke zwischen weit auseinanderliegenden Ortsteilen.


