Eine Stadt mit Industrie, nicht nur mit Gästen
Wer Wernigerode nur vom Marktplatz und vom Schloss kennt, übersieht den zweiten Teil der Stadt. Nach der Wende sind zwar viele Betriebe verschwunden, doch Metall- und Elektroindustrie, Fahrzeugzulieferer, Pharmazie und Lebensmittelherstellung sind geblieben oder neu dazugekommen. Die meisten dieser Firmen sitzen nicht in der Altstadt, sondern am Rand: im Industrie- und Gewerbepark Nord-West, im Gewerbegebiet Stadtfeld und in weiteren Gebieten, für die die Stadt eigene Bebauungspläne aufgestellt hat, etwa an der Schmatzfelder Chaussee, an der Halberstädter Chaussee, in Aue-Mitte und an der Martin-Heinrich-Klaproth-Straße.
Werkschutz bedeutet hier selten das große Konzernwerk mit eigener Sicherheitsabteilung. Häufiger geht es um mittelständische Betriebe mit einem Haupttor, einem Lieferhof und Hallen, die nach der letzten Schicht leer stehen. Gerade dort fehlt nachts jemand, der merkt, wenn ein Tor nicht richtig schließt oder ein Fahrzeug zu einer ungewöhnlichen Zeit auf den Hof rollt.
Welche Betriebe in Wernigerode Werkschutz brauchen
Die Branchen der Stadt stellen sehr verschiedene Anforderungen an das Personal am Tor. Einige Beispiele aus den Gewerbegebieten:
- Aluminiumguss: Nemak fertigt in Wernigerode Zylinderköpfe für die Fahrzeugindustrie. Rohmaterial, Gussteile und Formen haben einen hohen Materialwert und verlassen das Werk auf Lkw.
- Elektromotoren: VEM motors baut in der Stadt Elektromotoren. Kupfer, Wicklungen und fertige Antriebe sind begehrt und gehören hinter ein kontrolliertes Tor.
- Brauerei: Hasseröder braut seit Mitte der 1990er-Jahre in einer Neuanlage am nordwestlichen Stadteingang. Leergut, Ladungen und Tankfahrzeuge sorgen für dichten Lieferverkehr.
- Süßwaren und Maschinenbau: Wergona führt die Schokoladentradition der Stadt fort, Chocotech baut Maschinen für die Süßwarenindustrie.
- Präzisionsteile und Zerspanung: PSFU und die Getriebe- und Antriebstechnik Wernigerode bearbeiten Teile für Fahrzeug- und Zweiradhersteller, die Schreibgerätefirma Schneider sitzt seit 1992 im Stadtfeld.
Wir nennen diese Firmen als Beispiele für die Wirtschaft der Stadt, nicht als unsere Auftraggeber. Für Betriebe dieser Art stellen wir Personal, das sich an Ihre Abläufe anpasst.
Was am Werktor passiert
Der wichtigste Ort im Werkschutz ist die Pforte. Dort entscheidet sich, wer auf das Gelände kommt und was es verlässt. Unsere Kräfte gleichen Kennzeichen und Frachtpapiere ab, melden Besucher und Monteure an, geben Ausweise aus und sammeln sie wieder ein. Fremdfirmen werden mit Namen, Zeit und Arbeitsbereich erfasst, damit nach Feierabend klar ist, wer noch auf dem Gelände sein darf.
Zwischen den Schichten gehen wir über Hof, Freilager und Zaunlinie, prüfen Hallentore, Rolltore und Notausgänge und achten auf Paletten oder Behälter, die außerhalb der vorgesehenen Flächen stehen. In Betrieben mit Lebensmittelproduktion tragen unsere Kräfte dieselbe Schutzkleidung wie Ihre Belegschaft und halten sich an Ihre Hygienezonen. In Gießereien gelten Ihre Regeln für Schutzausrüstung und gesperrte Bereiche. Jede Abweichung landet mit Uhrzeit im Torbuch.
Schichtrhythmus, Ferienzeiten und die Wege im Harz
Wernigerode liegt am Nordrand des Harzes. Die A 36 bindet die Gewerbegebiete über die Anschlussstellen Wernigerode-Nord und Wernigerode-Zentrum an Braunschweig, Halberstadt und Magdeburg an, die B 244 führt nach Süden ins Gebirge. Für den Lkw-Verkehr zu den Werken ist das günstig, für die Planung von Ablösungen auch: Der Weg zum Werktor ist kurz, solange es nicht um Schierke oder andere Ortschaften im Gebirge geht.
Viele Betriebe arbeiten im Zwei- oder Dreischichtbetrieb, andere fahren an Feiertagen und in den Werksferien die Produktion herunter. Genau dann steigt der Bedarf an Bewachung, weil die eigene Belegschaft fehlt. Wir planen solche Zeiten frühzeitig ein und vereinbaren mit Ihnen, ob in diesen Wochen das Tor dauerhaft besetzt sein soll oder ob Rundgänge zu wechselnden Zeiten reichen.
Vorhabenbezogen in Sachsen-Anhalt: wie wir arbeiten
Sachsen-Anhalt liegt außerhalb unserer Kernregion im Norden. Wir haben im Land kein eigenes Büro und behaupten das auch nicht. Geplant wird von unserem Hauptsitz in Neumünster und der Zweigniederlassung in Berlin aus. Bevor wir zusagen, klären wir mit Ihnen Posten, Zeiten, Laufzeit und Unterweisungen und prüfen, ob wir die Besetzung über die ganze Dauer zuverlässig halten können. Erst dann machen wir ein Angebot.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, an Pforten mit Kontrollaufgaben setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Allgemeines zur Leistung finden Sie unter Werkschutz, den Überblick für das Land unter Werkschutz in Sachsen-Anhalt. Betriebe in der Nachbarstadt finden Informationen unter Sicherheitsdienst Halberstadt, alles zu Wernigerode unter Sicherheitsdienst Wernigerode.
Was Werkschutz in Wernigerode kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo im Werkschutz der Preis innerhalb dieser Spanne liegt, hängt vor allem davon ab, ob die Pforte rund um die Uhr oder nur nachts und am Wochenende besetzt sein soll, wie viele Posten gleichzeitig nötig sind und ob Sachkunde, Hygieneschulungen oder besondere Schutzausrüstung verlangt werden. Ein Dauerauftrag mit festen Schichten über mehrere Monate lässt sich ruhiger planen als einzelne Wochenenden auf Zuruf und schlägt sich entsprechend im Angebot nieder.


