Vom Kalibergbau zum Logistikstandort
Lange bestimmten Zement aus Luthe, Margarine aus den Wunstorfer Margarine-Werken und Kali aus Bokeloh die Wunstorfer Industrie. Das Kaliwerk Sigmundshall stellte den Bergbau im Dezember 2018 ein, zuvor arbeiteten dort Mitte 2015 rund 770 Menschen. Heute verteilt sich die Arbeit auf viele mittlere Betriebe, Speditionen und Handwerk.
Für den Werkschutz heißt das: weniger einzelne Großwerke mit eigener Werkfeuerwehr, dafür viele Standorte mit Lagern, Fuhrpark und Lieferverkehr, die eine verlässliche Pforte und Kontrollen außerhalb der Arbeitszeit brauchen.
Die Betriebsflächen im Stadtgebiet
Die Liste nennt Standorte und dort ansässige Unternehmen, keine Auftraggeber:
- Gewerbepark Wunstorf-Süd direkt am Bahnhof: nach Angaben der Stadt über 200 Unternehmen mit rund 2.200 Beschäftigten, keine Ortsdurchfahrt nötig
- Umschlaghafen Wunstorf-Kolenfeld am Mittellandkanal, über den Binnenschiffe Güter umschlagen; die Agravis organisiert dort Transporte auf dem Wasserweg
- Speditionen wie neukirch Spedition und Logistik sowie eine Niederlassung von Kraftverkehr Nagel
- Marley Deutschland als Teil der Aliaxis-Gruppe
- Seegers und Sohn in Steinhude, eine 1765 gegründete Leinenweberei
- Niedere Wanne-Süd, ein geplantes Gebiet für Logistik und mittelständische Betriebe mit untersuchtem Gleis- und Hafenanschluss
Die Anschlussstellen Wunstorf-Luthe und Wunstorf-Kolenfeld liegen nach Angaben der Stadt nur rund vier Kilometer von der Innenstadt entfernt. Das macht Belieferung schnell und erfordert an den Toren klare Abläufe.
Was unsere Kräfte am Werkstor erledigen
An der Pforte gleichen wir eintreffende Lastwagen mit Ihren Zeitfenstern ab, prüfen Frachtbriefe, Kennzeichen und Fahrerausweise und weisen Fahrzeuge an Rampe oder Wartefläche. Besucher, Monteure und Reinigungsfirmen werden registriert, eingewiesen und beim Gehen ausgetragen. Ausweise und Schlüssel geben wir nur nach freigegebener Liste aus.
Im Warenausgang kontrollieren wir nach Ihrer Vorgabe Plomben und Ladungen, wahlweise vollständig oder als Stichprobe. Außerhalb der Arbeitszeit gehen wir Hallen, Freilager, Tankstellen und Zaunlinien ab, prüfen Rolltore und Brandschutztüren und lesen Anzeigen technischer Anlagen ab, wenn das zum Auftrag gehört.
Besonderheiten am Kanal und an der Bahn
Wo Schiffe anlegen und Bahngleise neben Hallen enden, gibt es Zugänge, die keine Kamera am Haupttor erfasst: Uferwege, Gleisanlagen, Lagerplätze für Schüttgut. Solche Bereiche nehmen wir als eigene Kontrollpunkte in den Rundgang auf und legen fest, wer bei einem Fund zu verständigen ist.
Wechselbrücken und Auflieger, die über Nacht auf dem Hof stehen, sind ein häufiges Ziel für Diebstahl von Ladung oder Kraftstoff. Hier helfen dichtere Rundgänge in den frühen Morgenstunden und eine Liste aller abgestellten Einheiten, die am Morgen mit dem Bestand verglichen wird.
Betriebe direkt neben dem Bahnhof haben zusätzlich mit Fußgängern zu tun, die Abkürzungen über Firmengelände suchen. Hier hilft eine klare Beschilderung, die unsere Kräfte konsequent durchsetzen, ohne Pendler unnötig zu verärgern. Wer trotzdem auf dem Gelände angetroffen wird, wird angesprochen, zum Ausgang begleitet und im Bericht vermerkt. Häufen sich solche Fälle an einer bestimmten Stelle, schlagen wir Ihnen bauliche Lösungen wie einen geschlossenen Zaunabschnitt vor.
Organisation und Qualifikation
Wunstorf liegt in unserer Kernregion Nord. Die Einsatzplanung läuft über unseren Hauptsitz in Neumünster und die Niederlassung Bremen, eingesetzt wird Personal aus dem eigenen Stamm. Zum Start erarbeiten wir mit Ihrer Werksleitung eine Dienstanweisung, an die sich jede Schicht hält. Vertretungen werden vor ihrem ersten Dienst eingewiesen.
An Pforten mit Kontrollbefugnis setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, sonst mindestens mit Unterrichtung. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Lage im Land lesen Sie unter Werkschutz Niedersachsen, alle Leistungen vor Ort unter Sicherheitsdienst Wunstorf.
Kosten bei dauerhaftem Werkschutz
Unser Richtwert für Werkschutz liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil Pforten meist dauerhaft besetzt werden, rechnen wir Urlaub, Krankheit und Schulungen von Anfang an in die Planung ein, damit Sie keine Lücken erleben. Den Ausschlag geben Schichtmodell, Anteil an Nacht- und Wochenendstunden und der Umfang zusätzlicher Kontrollen.
Ist Ihr Betrieb nur nachts oder am Wochenende geschlossen, kann eine Kombination aus Rundgängen und Alarmverfolgung günstiger sein als eine durchgehend besetzte Pforte. Betriebe im nahen Neustadt am Rübenberge lassen sich in eine gemeinsame Runde einbinden.


