Ein Jahrzehnt im Zeichen der Hochstraßen
Ludwigshafen hat in den 1960er und 1970er Jahren den Verkehr auf Stelzen über die Innenstadt geführt. Die Hochstraße Nord entstand von 1970 bis 1981, Teile der Hochstraße Süd schon 1959. Beide sind in die Jahre gekommen. Die sogenannte Pilzhochstraße im Süden wurde 2019 wegen Rissen gesperrt und 2020 in Teilen abgerissen; die neu gebaute Hochstraße Süd ist seit dem 3. Juli 2026 wieder für den Verkehr frei.
Im Norden beginnt die größere Aufgabe erst. Die Hochstraße Nord mit rund zwei Kilometern Länge und 34 Einzelbrücken wird zurückgebaut. An ihre Stelle tritt die Helmut-Kohl-Allee, eine ebenerdige, mehrspurige Stadtstraße von rund 860 Metern zwischen Lorientallee und Kurt-Schumacher-Brücke. Laut Fachpresse soll sie 2031 teilweise und ab 2032 vollständig befahrbar sein.
Wo gerade gebaut wird
Für die Baustellenbewachung sind in Ludwigshafen derzeit vor allem diese Abschnitte von Bedeutung:
- Westbrücke am Hauptbahnhof: 445 Meter lang, über 27 Gleise, die Stahlträger wurden im Mai 2026 gesetzt
- Nordbrückenkopf an der Kurt-Schumacher-Brücke: Rückbau seit dem 10. August 2026, angesetzt sind rund vier Jahre bis Ende 2031
- Würfelbunker: Bau aus dem Zweiten Weltkrieg mit bis zu 2,5 Meter dicken Wänden, Abriss bis Ende 2026 geplant
- Ehemaliges Rathaus-Center: seit Ende 2021 geschlossen, Abriss als Teil der Neuordnung
- Zukunftsquartiere entlang der Allee: laut Rahmenplan rund 39 Hektar Entwicklungsfläche
Die Aufzählung nennt öffentliche Vorhaben. Sie sagt nichts darüber, wer auf diesen Baustellen bewacht.
Was auf großen Baufeldern verschwindet
Auf Abbruch- und Brückenbaustellen liegen Materialien, die für Diebe interessant sind: Bewehrungsstahl, Kabel, Kupfer aus alten Leitungen, Werkzeug in Containern, Kraftstoff in Tanks und Baumaschinen. Ein Baufeld in der Innenstadt hat zudem viele Nachbarn und viele Wege, über die man unbemerkt auf das Gelände kommt, etwa entlang von Bahnanlagen oder unter bestehenden Brücken.
Dazu kommen Schäden, die nichts mit Diebstahl zu tun haben: umgestoßene Bauzaunfelder, beschmierte Container, Jugendliche, die auf Gerüste klettern. Wer nachts oder am Wochenende niemanden auf der Baustelle hat, erfährt davon oft erst am Montagmorgen, wenn der Polier die Lücke im Zaun findet.
Bewachung nach Feierabend und am Wochenende
Je nach Größe und Wert der Baustelle bieten wir eine feste Wache in den Stunden ohne Betrieb oder mehrere Kontrollgänge pro Nacht an. Unsere Kräfte gehen den Bauzaun ab, prüfen Tore, Container und Maschinen, kontrollieren das Licht und halten jeden Gang mit Uhrzeit im Bericht fest. Wer sich unbefugt auf dem Gelände aufhält, wird angesprochen und des Platzes verwiesen; bei einer Straftat verständigen sie die Polizei.
Bei langen Bauzeiten ändert sich die Baustelle laufend. Neue Zufahrten entstehen, der Zaun wird versetzt, Material wird an anderer Stelle gelagert. Wir passen die Dienstanweisung bei jeder größeren Änderung mit Ihrer Bauleitung an, damit die Kräfte wissen, wo sie nachsehen müssen.
Neben den großen Vorhaben gibt es in den Stadtteilen viele kleinere Baustellen: Sanierungen, Dachausbauten, Neubauten von Wohn- und Geschäftshäusern. Dort lohnt sich selten eine feste Wache, wohl aber mehrere Kontrollen pro Nacht oder eine Wache über das Wochenende, wenn teure Geräte geliefert wurden. Wo es die Planung zulässt, verbinden wir solche Einsätze zu einer Runde.
Vorhabenbezogen aus dem Norden
Staffsec Solution hat seinen Hauptsitz in Neumünster und Niederlassungen in Berlin und Bremen. In Rheinland-Pfalz betreiben wir kein Büro, Baustellen in Ludwigshafen bewachen wir vorhabenbezogen. Vor dem Angebot klären wir Bauzeit, Wachzeiten pro Woche, die Lage der Lagerflächen und die Frage, wer nachts erreichbar ist. Zusagen geben wir nur, wenn die Besetzung über die gesamte Bauzeit verlässlich steht.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, Staffsec ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Weitere Hinweise zum Land finden Sie unter Baustellenbewachung in Rheinland-Pfalz, zur Stadt unter Sicherheitsdienst in Ludwigshafen.
Preis und Laufzeit
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Für eine Baustelle zählt vor allem, wie viele Stunden pro Woche ohne Betrieb abgedeckt werden müssen: Werktags meist von Feierabend bis Arbeitsbeginn, am Wochenende durchgehend. Kontrollgänge statt fester Wache senken die Kosten, bieten aber weniger Präsenz. Wir zeigen Ihnen beide Varianten nebeneinander, damit Sie nach Wert und Risiko entscheiden können.


