Eine Stadt im Umbau
Die Einwohnerzahl von Roth ist seit den späten 1980er-Jahren um mehr als ein Viertel gewachsen. Die Stadt reagiert mit neuen Wohnflächen und mit dem Ausbau ihrer Infrastruktur. Für die Baustellenbewachung bedeutet das: in den nächsten Jahren mehrere große Flächen, auf denen Erdbau, Leitungsbau und Hochbau nacheinander und teils gleichzeitig laufen.
Die Projekte, die wir nennen, sind öffentlich beschrieben. Wir sind dort nicht beauftragt und behaupten keine Tätigkeit für Bauherren oder Firmen.
Bauprojekte in Roth
Belegt sind unter anderem diese Vorhaben:
- Westring West: ein Wohngebiet auf rund 11,3 Hektar westlich der Kernstadt für etwa 800 bis 1.000 Menschen, mit Mehrfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern; der Bebauungsplan ist seit März 2026 in Kraft, die Erschließung hat begonnen
- Rother Neuland: das frühere Werksgelände von LEONI an der Stieberstraße, rund sieben Hektar zwischen Bahnhof und Altstadt; die Gebäude wurden 2025 bis auf zwei Relikte abgerissen, seit Februar 2026 läuft die Bodensanierung
- die Zentralkläranlage am Büchenbacher Weg, die eine dritte biologische Reinigungsstufe erhält
- ein Hortgebäude für 250 Schulkinder an der Gartenstraße, Bauzeit rund zwei Jahre
- ein Schalthaus der Stadtwerke am Unteren Weinbergweg, das Ende 2027 fertig werden soll
- Leitungsarbeiten für Gas, Wasser und Strom, etwa an der Otto-Schrimpff-Straße
Für das Rother Neuland sind neue Erschließungsstraßen und ein Hochwasserschutz in Planung. Die Bebauung selbst folgt erst später, die Fläche bleibt aber bis dahin eine Baustelle mitten in der Stadt.
Was auf Rother Baustellen gefährdet ist
Im Erdbau stehen Bagger, Walzen und Container über Nacht auf der Fläche, beim Leitungsbau kommen Rohre, Kabeltrommeln und Kupfer dazu. Sobald der Rohbau steht, werden Fenster, Heizungstechnik und Elektroinstallation eingebaut, die sich leicht abtransportieren lassen. In Wohngebieten mit vielen Bauherren wechseln die Firmen häufig, und nicht jeder weiß, wer abends als Letzter das Tor abschließt.
Bei einer Sanierungsfläche wie dem früheren Werksgelände kommt etwas anderes hinzu: Wo belasteter Boden ausgehoben wird, darf niemand unbefugt das Gelände betreten, auch nicht aus Neugier. Hier geht es weniger um Diebstahl als um Absperrung und Kontrolle.
Baustellen im Leitungsnetz liegen dagegen offen im Straßenraum. Gräben, Rohrlager und Baustellenampeln stehen dort, wo abends Fußgänger und Radfahrer unterwegs sind. Eine Kontrolle prüft, ob Absperrungen noch stehen, Abdeckungen auf den Gruben liegen und niemand Material aus dem Lager am Straßenrand mitgenommen hat.
Wie die Bewachung aussieht
Für kleinere Baustellen genügen meist mehrere Rundgänge pro Nacht und am Wochenende. Unsere Kraft prüft Zaun, Tore und Container, schaut nach Maschinen und Material und hält den Zustand mit Fotos fest. Bei großen Flächen oder wertvollem Material ist ein fester Posten mit Torkontrolle sinnvoller, der morgens die Baufirmen einlässt und abends den Abschluss dokumentiert.
Die Bewachung wächst mit dem Baufortschritt. Was im Erdbau mit Rundgängen auskommt, braucht beim Innenausbau eine engere Kontrolle. Wir passen Plan und Stunden an, wenn Ihre Bauleitung das wünscht.
Tagsüber kann eine Kraft am Tor helfen, wenn viele Gewerke gleichzeitig arbeiten: Firmen und Personen erfassen, Lieferungen zur richtigen Abladestelle schicken und darauf achten, dass niemand ohne Schutzausrüstung über die Fläche läuft.
Planung ohne Büro vor Ort
Bayern gehört nicht zu unserer Kernregion, wir haben dort keine Niederlassung. Deshalb arbeiten wir vorhabenbezogen: Wir prüfen Laufzeit, Bauphase und Personal und sagen erst zu, wenn die Besetzung über die ganze Bauzeit gesichert ist. Geplant wird vom Hauptsitz in Neumünster.
Eingesetzt wird Personal mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, eingewiesen auf der jeweiligen Baustelle. Zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200. Mehr zur Stadt unter Sicherheitsdienst Roth, zum Freistaat unter Baustellenbewachung in Bayern.
Kosten der Baustellenbewachung
Als Orientierung dienen 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Baustellen bestimmt vor allem die Form den Preis: Einzelne Rundgänge sind deutlich günstiger als ein Posten, der die ganze Nacht vor Ort bleibt. Hinzu kommen Wochenenden, Feiertage und die Bauferien, in denen eine Baustelle oft am längsten unbeaufsichtigt ist.
Viele Bauherren beginnen mit Rundgängen und stocken auf, sobald teure Technik eingebaut wird.


