Bausubstanz mit Geschichte
Die Liste der Baudenkmale in der Wilhelmstadt ist lang. Zu den ältesten Gebäuden gehören der frühere Dorfkrug in Alt-Pichelsdorf aus dem Jahr 1786 und zwei Häuser an der Seeburger Straße, die um 1820 gebaut wurden. Aus der Kaiserzeit stammen die Melanchthon-Kirche, 1893 geweiht und in den Jahren 1954 bis 1956 erneuert, das Johannastift mit Wohnbauten von 1885 bis 1892, das frühere Bürger-Hospital an der Adamstraße und ein Pumpwerk an der Götelstraße von 1897.
Dazu kommen die Nachkriegskirchen: die Gnadenkirche an der Jaczostraße, gebaut von 1946 bis 1957, die Laurentius-Kirche von 1958 und die katholische St.-Wilhelm-Kirche an der Weißenburger Straße aus den Jahren 1963 bis 1965. Am Wasser stehen das Klubhaus Siemens-Werder, 1900 als Ausflugslokal errichtet, und eine Bootshausanlage mit Sommerlaube aus den 1920er Jahren am Brandensteinweg.
Wo in der Wilhelmstadt Heißarbeiten anfallen
Eine Brandwache wird gebraucht, wenn bei Arbeiten Funken, Flammen oder heiße Teile in die Nähe brennbarer Stoffe gelangen können. Typische Fälle im Ortsteil sind:
- Dacharbeiten mit Brenner an Mietshäusern der Gründerzeit mit hölzernen Dachstühlen, Dielenböden und verwinkelten Dachräumen
- Klempner-, Löt- und Schweißarbeiten an Kirchendächern, Glockentürmen und Turmhauben
- Reparaturen an hölzernen Bootshäusern, Stegen und Vereinsheimen an Scharfer Lanke, Pichelssee und Stößensee
- Schweiß- und Trennarbeiten an den Stahlbrücken der Heerstraße, etwa der denkmalgeschützten Stößenseebrücke von 1908/1909
- Arbeiten in Werkstätten und Hallen von Betriebshöfen sowie in der Nähe der Schiffstankstelle am Havelufer, wo Kraftstoff gelagert und umgeschlagen wird
- Umbauten in Kitas, Schulen und Jugendeinrichtungen, die während des laufenden Betriebs erfolgen
Ablauf einer Brandwache
Vor Beginn der Arbeiten lässt sich unsere Kraft den Erlaubnisschein zeigen und klärt mit Ihrem Verantwortlichen, welche Bereiche gefährdet sind. Wir prüfen, ob brennbare Stoffe entfernt oder abgedeckt sind, wo Löschmittel stehen und welche Fluchtwege frei bleiben müssen. In die Löschmittel vor Ort werden unsere Kräfte vor dem Einsatz eingewiesen.
Während der Arbeiten beobachtet die Brandwache den Arbeitsbereich und die angrenzenden Räume, auch auf der Rückseite von Wänden und Decken. Nach dem letzten Funken bleibt sie für die vereinbarte Zeit vor Ort und kontrolliert Fugen, Hohlräume, Dämmung und Holzbalken. Bei Kirchen und Altbauten, in denen Glut hinter Verkleidungen sitzen kann, vereinbaren wir oft zusätzliche Nachkontrollen in den Stunden danach.
Fällt etwas auf, alarmiert die Brandwache die Feuerwehr und leitet erste Maßnahmen ein. Am Ende steht ein Protokoll mit Uhrzeiten, Kontrollen und Besonderheiten.
Einsatzplanung in Berlin
Brandwachen in der Wilhelmstadt plant unsere Berliner Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Reinickendorf. Berlin gehört zur Kernregion Nord, ein Büro im Ortsteil haben wir nicht. Weil Heißarbeiten oft kurzfristig verschoben werden, stimmen wir Beginn und Ende eng mit Ihrem Bauleiter oder Handwerksbetrieb ab. Für Gemeinden und Verwaltungen, die eine Dachsanierung über mehrere Wochen planen, setzen wir möglichst dieselben Kräfte ein, damit Gebäude, Zugänge und Ansprechpartner nicht jeden Tag neu erklärt werden müssen.
Kirchengemeinden und Hausverwaltungen mit Gebäuden in der Spandauer Altstadt oder in Staaken können Brandwachen für mehrere Objekte über uns organisieren. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Brandwachen.
Anforderungen an die Kräfte
Unsere Brandwachen haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor jedem Einsatz in Gebäude, Löschmittel und Meldewege eingewiesen. Staffsec ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Ob eine Brandwache nötig ist und wie lange die Nachkontrolle dauert, ergibt sich aus Ihrer Gefährdungsbeurteilung, den Vorgaben Ihres Versicherers und den Regeln der Berufsgenossenschaft für Heißarbeiten.
Kosten für Brandwachen
Für Brandwachen gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Kurze Einsätze während eines Arbeitstags liegen im unteren Bereich, Nachtstunden, Wochenenden und lange Nachkontrollen in großen Kirchen oder Hallen erhöhen den Preis. Abgerechnet werden die tatsächlich geleisteten Stunden einschließlich der Nachkontrolle. Sie erhalten vorab ein Angebot, das sich an Ihrem Arbeitsplan orientiert. Wiederkehrende Termine, etwa jährliche Wartungen an Heizungs- oder Lüftungsanlagen, können wir als Rahmenauftrag vereinbaren.


