Ein gewachsener Stadtteil südlich der Spandauer Altstadt
Die Wilhelmstadt trägt ihren Namen seit 1897, als die frühere Potsdamer Vorstadt zum 100. Geburtstag Kaiser Wilhelms I. umbenannt wurde. Richtig gebaut wurde erst nach 1903: In wenigen Jahrzehnten entstanden Mietshäuser mit reich verzierten Fassaden, Seitenflügeln und Hinterhöfen, später Wohnanlagen der 1920er Jahre mit großen Innenhöfen. Rund 41.400 Menschen leben heute im Ortsteil, etwa 12.000 davon im Kern zwischen Bahnhof Spandau, Havelufer und Wilhelmstraße.
Dieser Kern ist förmlich festgelegtes Sanierungsgebiet und Fördergebiet im Programm „Lebendige Zentren und Quartiere“; nach 15 Jahren Laufzeit soll das Verfahren Anfang 2027 enden. Ziel ist es, die Wilhelmstadt als Geschäftszentrum, Wohn- und Arbeitsort zu stabilisieren. Für Eigentümer bedeutet das: Straßen und Plätze werden schöner, aber Ladenlokale, Höfe und Kellerzugänge bleiben ihre eigene Aufgabe.
Gebäude, bei denen Objektschutz in der Wilhelmstadt gefragt ist
Die Bebauung reicht vom Gründerzeithaus bis zum Hochhaus. Typische Objekte, für die Eigentümer und Verwaltungen Schutz anfragen, sind:
- Wohn- und Geschäftshäuser an Pichelsdorfer Straße, Adamstraße und Weißenburger Straße, die das Ortsteilzentrum bilden, mit Läden im Erdgeschoss und Wohnungen darüber
- denkmalgeschützte Wohnanlagen wie der Adamshof von Richard Ermisch aus dem Jahr 1925 mit Innen- und Ehrenhof, die Anlagen an der Betckestraße von 1919/1920 und 1929 bis 1931 oder die Wohnanlage an der Sprengelstraße
- das Johannastift an der Seeburger Straße, ein Altersheim mit Wohnbauten aus den Jahren 1885 bis 1892 und einer eigenen Parkanlage
- der große Einkaufsmarkt an der Wilhelmstraße mit Parkplatz und Anlieferzone
- Wohnhochhäuser im Westen des Ortsteils, etwa am Blasewitzer Ring, wo auf einem zwölfgeschossigen Haus Wind- und Solartechnik auf dem Dach sitzt
- Villen und Einfamilienhäuser auf der Weinmeisterhöhe und an den Ufern von Pichelssee und Scharfer Lanke
Jedes dieser Objekte hat andere Schwachstellen: in den Altbauten verwinkelte Hofdurchgänge und offene Kellertüren, bei Märkten die Rampe hinter dem Gebäude, bei Häusern am Wasser die Gartenseite, die von der Straße aus niemand sieht.
So sieht der Dienst vor Ort aus
Am Anfang steht eine Begehung mit Ihnen oder Ihrer Hausverwaltung. Wir gehen alle Zugänge ab, notieren Türen, Tore, Kellerfenster, Müllplätze und Tiefgaragen und vereinbaren, was zu welcher Uhrzeit kontrolliert wird. Daraus entsteht eine Dienstanweisung, die jede eingesetzte Kraft kennt.
Für Ladenzeilen bieten sich Schließ- und Öffnungsdienste an: Wir verschließen Gitter und Hintertüren, prüfen nach Ladenschluss, ob alles zu ist, und sehen bei einer Alarmmeldung nach. In Wohnanlagen kontrollieren unsere Kräfte Treppenhäuser, Keller und Höfe, sprechen Personen an, die sich dort ohne erkennbaren Grund aufhalten, und melden Schäden an Ihre Verwaltung. Leere Wohnungen und Ladenlokale, die auf Mieter oder Umbau warten, werden auf Einbruchsspuren, Wasserschäden und offene Fenster geprüft.
Wo ein Objekt dauernd besetzt sein soll, etwa während eines Umbaus oder einer Räumung, stellen wir auch einen Posten am Eingang. Nach jedem Dienst erhalten Sie einen Bericht, in dem jede Auffälligkeit mit Uhrzeit und Ort steht.
Betreuung aus unserer Berliner Zweigniederlassung
Berlin zählt zu unserer Kernregion Nord. Die Einsätze in Spandau plant unsere Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 im Bezirk Reinickendorf; in der Wilhelmstadt selbst unterhalten wir kein Büro. Sie bekommen einen festen Ansprechpartner, der Ihre Dienstanweisung kennt und Änderungen direkt umsetzt.
Wer neben einem Haus in der Wilhelmstadt weitere Objekte in der Spandauer Altstadt oder im benachbarten Staaken besitzt, kann alles in einem Auftrag zusammenfassen. Einen Überblick über alle Aufgaben im Ortsteil finden Sie auf der Seite Sicherheitsdienst Berlin-Wilhelmstadt.
Qualifikation unserer Kräfte
Alle Mitarbeiter haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Kontrollgänge und Posten in Wohnanlagen setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung ein. Staffsec ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Unsere Kräfte tragen Dienstkleidung und Ausweis, treten gegenüber Mietern höflich auf und werden vor dem ersten Einsatz in die Besonderheiten Ihres Hauses eingewiesen. Mehr zur Leistung allgemein lesen Sie unter Objektschutz.
Kosten für Objektschutz in der Wilhelmstadt
Für Objektschutz rechnen wir mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein einzelner Schließdienst am Abend oder zwei Kontrollgänge pro Nacht für eine Wohnanlage sind deutlich günstiger als ein ständig besetzter Posten. Den Preis bestimmen vor allem die Zahl der Stunden, Nacht- und Feiertagsanteile und die Frage, ob Kräfte mit Sachkundeprüfung nötig sind. Nach der Begehung erhalten Sie ein schriftliches Angebot mit allen Positionen.


