Wo in der Wilhelmstadt gearbeitet wird
Wer an die Wilhelmstadt denkt, denkt an Altbauten an der Pichelsdorfer Straße und an Segelboote auf der Scharfen Lanke. Gewerbe gibt es trotzdem, nur liegt es an den Rändern des Ortsteils: entlang der Wilhelmstraße und der Heerstraße im Westen, an der Pichelswerderstraße und der Egelpfuhlstraße im Norden und am Havelufer, wo die Wasserstraße an der Altstadt vorbeiführt.
Die Bezirksplanung hat das Gebiet ausdrücklich nicht nur als Wohnort, sondern auch als Arbeitsort beschrieben, den es zu stabilisieren gilt. Für Betriebe heißt das: Sie sitzen oft in direkter Nachbarschaft zu Wohnhäusern, Kleingärten und Uferwegen. Das macht die Grenze des Geländes zur wichtigsten Stelle, die ein Werkschutz im Blick behalten muss.
Betriebe und Anlagen mit Bedarf an Werkschutz
Einige Standorte im und am Ortsteil zeigen, wie unterschiedlich die Aufgaben sind:
- Der Omnibus-Betriebshof Spandau der BVG wurde 1967 zwischen Wilhelmstraße und Gatower Straße auf früherem Kleingartengelände angelegt; die Straße dorthin heißt seitdem Am Omnibushof. Auf Betriebshöfen dieser Art stehen nachts viele Fahrzeuge, Werkstätten und Betriebsstoffe auf einer Fläche.
- Westlich der Wilhelmstraße liegen zwei Gewerbeparks, einer zwischen Seecktstraße und Schmidt-Knobelsdorf-Straße neben einem Sportgelände, der andere bis zur Kleingartenanlage Hasenheide.
- An der Pichelswerderstraße stehen auf der Ostseite Industrie- und Bürobauten, an der Egelpfuhlstraße liegt am nördlichen Ende weiteres Gewerbe.
- Am nördlichen Havelufer arbeiten die Schiffstankstelle und Schiffsbunkerstation Spandau, die zugleich als Terminal für Flusskreuzfahrtschiffe dient.
- Am Westufer gegenüber dem Unterhafen liegt der um 1980 gebaute Tankschiffliegehafen, heute eine Liegestelle für Gefahrguttransporte. Direkt nebenan, schon im Ortsteil Spandau, betreibt die landeseigene BEHALA den Südhafen, nach Frachtaufkommen den zweitgrößten öffentlichen Hafen Berlins mit Anschluss an Schiene und Straße.
Ob Bus, Schiff oder Lkw: Überall geht es um Fahrzeuge mit wechselnden Fahrern, um Treib- und Betriebsstoffe und um Flächen, die nach Schichtende niemand mehr betritt.
Aufgaben an Einfahrt, Anleger und Zaun
An der Pforte gleichen unsere Kräfte ankommende Fahrzeuge mit Ihren Listen ab, geben Besucherausweise aus und weisen Fremdfirmen erst ein, wenn Ihr Verantwortlicher sie freigegeben hat. Für Handwerker, die auf Dächern, in Werkstätten oder an Tanks arbeiten, prüfen wir, ob die nötigen Erlaubnisscheine vorliegen, und halten Beginn und Ende der Arbeiten fest.
Liegt Ihr Betrieb am Wasser, kommt eine zweite Grenze hinzu. Anleger, Stege und Spundwände sind von der Havel aus erreichbar, ohne dass jemand an einem Tor vorbeikommt. Unsere Rundgänge schließen deshalb die Uferkante ein: festgemachte Boote, Leitern, Schlauchanschlüsse und Absperrungen werden mitkontrolliert.
Nachts wird aus der Pforte ein Streifendienst. Zäune, Hallentore, abgestellte Fahrzeuge und Lagerflächen werden in festen Abständen abgegangen. Jede Unregelmäßigkeit melden wir sofort an Ihre Rufbereitschaft, und im Bericht steht sie danach mit Uhrzeit und Ort.
Planung und feste Teams
Berlin gehört zu unserer Kernregion Nord. Den Werkschutz in Spandau organisiert die Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Reinickendorf; ein eigenes Büro in der Wilhelmstadt haben wir nicht. Für jeden Standort bilden wir ein festes Team und arbeiten Vertretungen vorab ein, damit an Ihrem Tor keine Fremden stehen, die Ihre Fahrer nicht kennen.
Betriebe mit Flächen im Südhafen, im Gewerbepark am alten Flugfeld in Staaken oder in der Spandauer Altstadt können wir unter einem Vertrag zusammenfassen.
Vorschriften und Qualifikation
Für Kontroll- und Streifenaufgaben setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, für Empfang und Besucheranmeldung genügt die Unterrichtung. Staffsec ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Vor dem ersten Dienst lernen unsere Kräfte Ihre Werksordnung, die Verkehrsregeln auf dem Gelände und die Notfallpläne kennen, auf Wunsch auch die Regeln für Gefahrstoffbereiche. Mehr zur Leistung finden Sie unter Werkschutz und zur ganzen Stadt unter Werkschutz in Berlin.
Was Werkschutz kostet
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag über viele Monate. Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Pforte, die nur zu den Hauptlieferzeiten besetzt ist, ergänzt um eine Nachtrunde, liegt am unteren Ende. Eine Besetzung rund um die Uhr an sieben Tagen, Gefahrgutbereiche oder zusätzliche Aufgaben wie Schlüsselausgabe und Fahrzeugkontrolle erhöhen den Aufwand. Nach einer Begehung bekommen Sie ein Angebot, in dem Pforte und Streife getrennt ausgewiesen sind.


