Zwei Hälften und viel Ufer
Die Heerstraße teilt die Wilhelmstadt in zwei sehr unterschiedliche Teile. Nördlich davon liegt der alte Kern mit geschlossener Mietshausbebauung rund um Pichelsdorfer Straße, Adamstraße und Melanchthonplatz. Südlich der Heerstraße bis zum Weinmeisterhornweg überwiegen Einfamilienhäuser, Siedlungen und Kleingärten. Im Osten begrenzen Havel, Pichelssee, Stößensee und Scharfe Lanke den Ortsteil, im Westen die Sandstraße zu Staaken.
Auf gut zehn Quadratkilometern verteilen sich so Altbauten, Wohnhochhäuser, Villen, Bootshäuser und Gewerbeflächen. Für einen Revierdienst ist das ein Vorteil: Viele unterschiedliche Objekte lassen sich auf kurzen Wegen in einer Runde verbinden, ohne dass eine Streife lange Leerfahrten hat.
Jede Hälfte hat ihre eigenen Schwachstellen. Im Norden sind die Straßen belebt, die Hinterhöfe und Kellergänge nachts aber dunkel. Im Süden ist es ruhig, die Gärten sind groß und von der Straße kaum einzusehen. Am Ufer stehen Bootshäuser, in denen im Sommer Betrieb herrscht und die im Winter oft wochenlang niemand betritt.
Objekte, die in eine Runde passen
Diese Bereiche der Wilhelmstadt werden typischerweise im Revierdienst angefahren:
- die Weinmeisterhöhe, eine Villenlage an der Havel mit den höchsten Bodenpreisen Spandaus, zu der auch das von Hans Scharoun entworfene Haus Baensch am Höhenweg gehört
- Pichelsdorf mit dem alten Dorfkern, Wohnhäusern am Wasser und zahlreichen Bootshäusern an Pichelssee und Scharfer Lanke
- Dauerkleingartenanlagen und Wochenendsiedlungen wie Kietzer Feld, Am Schlangengraben, Hasenheide oder Ernst Ludwig Heim
- die Tiefwerder Wiesen mit dem Grabengebiet Klein-Venedig, in dem einige Grundstücke nur mit dem Boot erreichbar sind
- Wohnanlagen und Hochhäuser im Westen des Ortsteils, etwa am Blasewitzer Ring
- Gewerbe- und Büroflächen an Wilhelmstraße, Egelpfuhlstraße und Pichelswerderstraße
Wie eine Kontrollfahrt abläuft
Für jedes Objekt legen wir gemeinsam mit Ihnen Kontrollpunkte fest: Haustür, Gartentor, Garage, Steg, Kellerfenster oder Rolltor. Unsere Streife fährt diese Punkte zu wechselnden Zeiten an, damit sich niemand auf einen festen Takt einstellen kann. Sie prüft, ob alles verschlossen ist, ob Licht brennt, wo es nicht brennen sollte, und ob Spuren an Türen oder Zäunen zu sehen sind.
In Villenlagen übernehmen wir Urlaubs- und Leerstandskontrollen, leeren auf Wunsch den Briefkasten und lüften nach Absprache. In Kleingartenanlagen gehen wir außerhalb der Saison Wege und Lauben ab, an Bootshäusern kontrollieren wir Tore, Stege und festgemachte Boote. Bei einer Alarmmeldung fahren wir hin, prüfen die Lage und verständigen bei Bedarf die Polizei. Jede Kontrolle steht mit Uhrzeit im Bericht, den Sie regelmäßig erhalten.
Nach Sturm oder hohem Wasserstand an der Havel fahren wir auf Wunsch eine zusätzliche Runde und prüfen umgestürzte Bäume, beschädigte Zäune und Stege, bevor Sie selbst wieder vor Ort sind.
Planung aus der Zweigniederlassung Berlin
Den Revierdienst in Spandau steuert unsere Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Reinickendorf. Berlin gehört zu unserer Kernregion Nord, ein eigenes Büro in der Wilhelmstadt haben wir nicht. Wir planen die Runden so, dass sie sinnvoll über die Ortsteilgrenzen reichen, etwa nach Staaken im Westen oder in die Spandauer Altstadt im Norden.
Mehr zu den Aufgaben im Ortsteil lesen Sie auf der Seite Sicherheitsdienst Berlin-Wilhelmstadt, allgemeine Informationen unter Revier- und Interventionsdienste.
Personal und Nachweise
Unsere Streifen sind mit Kräften besetzt, die die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO abgelegt haben. Staffsec ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Schlüssel, die Sie uns für Kontrollen übergeben, werden gegen Quittung entgegengenommen, sicher verwahrt und nur im Einsatz verwendet. Jede Streife kennt vor dem ersten Einsatz die Besonderheiten Ihres Objekts, vom Hund des Nachbarn bis zum klemmenden Tor.
Preis für den Revierdienst
Revierdienst ist meist günstiger als ein fester Posten, weil sich mehrere Kunden eine Streife teilen. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde, abgerechnet wird in der Regel je Kontrolle oder als Monatspauschale. Wie viel Sie zahlen, hängt von der Zahl der Anfahrten, der Uhrzeit und dem Umfang der Kontrolle ab. Eine kurze Prüfung von Tor und Haustür kostet weniger als ein Rundgang über ein großes Gartengrundstück mit Steg.


