Industrie mit Hitze im Alltag
Im Motorenwerk an der Straße Binning gehört Hitze zum Produktionsablauf. Ein Kipptiegelofen schmilzt dort bei rund 800 Grad monatlich etwa 55 Tonnen Aluminium für den Druckguss, danach folgen Zerspanung, Wicklung und Montage. In Revisionszeiten arbeiten Fremdfirmen an Öfen, Absaugungen und Leitungen, oft mit Schweißgerät, Trennschleifer oder Brenner.
Auf den Einzelflächen an der Straße Binning sind außerdem Metallbearbeitung mit Gießerei und Steinbearbeitung angesiedelt, im Gewerbegebiet Ueckermünder Straße Bau- und Zimmereibetriebe sowie ein Schrotthandel. Überall dort, wo Funken und Späne entstehen, kann eine Brandwache nach der Gefährdungsbeurteilung des Betriebs oder auf Wunsch des Versicherers verlangt sein.
Wann eine Brandwache in Eggesin typisch ist
Welche Arbeiten eine Brandwache erfordern, legt der Betrieb fest, meist im Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten. Wir halten uns an diese Vorgaben und ergänzen sie, wo die Örtlichkeit es nahelegt.
- Schweiß-, Schneid- und Trennarbeiten in Hallen mit brennbarem Material in der Nähe
- Instandhaltung an Schmelz- und Gießanlagen mit Fremdfirmen
- Dacharbeiten mit offener Flamme, etwa bei der Abdichtung von Flachdächern an Schulen und Hallen
- Heißarbeiten beim Rückbau alter Gebäude, zum Beispiel auf Konversionsflächen
- Arbeiten in denkmalgeschützten Gebäuden mit Holzkonstruktion
Holz, Backstein und Hackschnitzel
Eggesin hat zwei Kirchen, die bei Bauarbeiten besondere Vorsicht verlangen. Die Fachwerkkirche wurde 1731 geweiht und dient heute als Heimatmuseum, ihr Tragwerk besteht, wie bei jedem Fachwerkbau, aus Holzbalken. Die neugotische Martin-Luther-Kirche von 1911 hat einen 48 Meter hohen Turm. Wer dort lötet, schweißt oder mit Heißluft arbeitet, braucht jemanden, der während der Arbeiten und danach auf Glutnester achtet.
Ein anderes Thema ist das Hackschnitzel-Heizkraftwerk der städtischen Wohnungswirtschaft. Lagerbunker und Förderstrecken mit Holzhackschnitzeln sind bei Wartung und Reparaturen empfindlich, weil sich Staub und Späne leicht entzünden können.
Rund um Wald und Wasser
Eggesin liegt mitten in der Ueckermünder Heide, die Kiefernwälder reichen bis an Gewerbe- und Solarflächen heran. In trockenen Sommern achten unsere Kräfte bei Arbeiten im Freien besonders auf Funkenflug in Richtung Waldrand und trockenes Gras. Auf den Solarflächen in Karpin sind Löschwasserentnahmestellen eingeplant, die wir vor Beginn der Arbeiten mit der Bauleitung abgehen.
Bei Festen mit Feuerwerk, etwa wie es für die Randow-Festtage 2026 geplant war, kann eine Brandsicherheitswache nach den Vorgaben der Behörde oder des Veranstalters nötig sein.
Ablauf eines Einsatzes
Vor Beginn der Heißarbeiten prüft der Brandposten mit Ihrem Verantwortlichen den Arbeitsbereich: Liegen brennbare Stoffe in der Nähe, sind Öffnungen in Wänden und Böden abgedeckt, stehen Löscher bereit und ist der nächste Melder bekannt? Während der Arbeiten beobachtet er Funkenflug und angrenzende Räume, auch hinter Wänden und unter Decken.
Nach Ende der Arbeiten bleibt er für die vereinbarte Zeit und geht die Umgebung mehrfach ab. Erst wenn nichts mehr warm ist und kein Geruch auf einen Schwelbrand hindeutet, gibt er den Bereich frei und unterschreibt das Protokoll.
Wer kommt und wie wir arbeiten
Eggesin liegt in unserer Kernregion Nord. Ein Büro vor Ort haben wir nicht; die Einsätze planen Hauptsitz Neumünster und Zweigniederlassung Berlin mit Kräften aus unserem eigenen Stamm. Unsere Brandposten werden vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen, kennen Fluchtwege und Meldewege und bleiben für die vereinbarte Nachkontrollzeit am Arbeitsort. Wärmebildkameras setzen wir ein, wenn Sie eine bereitstellen.
Beginn, Ende, Kontrollgänge und Befund halten wir im Protokoll fest. Zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200, das Personal hat mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Mehr unter Brandwachen, im Landesüberblick Brandwache in Mecklenburg-Vorpommern und für Nachbarorte unter Ueckermünde.
Kosten einer Brandwache
Wir nennen als Richtwert 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Brandwachen bestimmen vor allem die Nachkontrollzeit und die Tageszeit den Aufwand: Wer bis zum Feierabend schweißt, braucht den Posten oft noch ein bis zwei Stunden länger, und Arbeiten am Wochenende oder in Stillstandsphasen in der Nacht liegen höher in der Spanne. Mehrere Arbeitsstellen auf einem Gelände lassen sich oft mit einem Posten abdecken, wenn die Wege kurz sind.


