Ein Schloss mit zwei Bränden in der Chronik
Das Schloss Ueckermünde ist einer der wenigen erhaltenen Bauten der pommerschen Herzöge. Gebaut wurde es ab 1540 unter Herzog Philipp I., erhalten ist heute der Südflügel mit dem Turm. Zweimal hat es dort gebrannt: Am 30. Januar 1866 zerstörte ein Feuer einen Anbau und den Dachstuhl des Südflügels, am 16. November 1908 das Dach des Bergfrieds, das danach mit Kupfer neu gedeckt wurde.
Im Frühjahr 2026 arbeitete ein Restaurator an der Außenfassade des Südflügels. In einem Gebäude, in dem Stadtverwaltung und Haffmuseum mit Sammlungen untergebracht sind, ist jede Heißarbeit an Dach, Rinne oder Fassade ein Fall für eine Brandwache, die den Funkenflug beobachtet und nach Arbeitsende nachkontrolliert.
Altstadt, Kirche und Fachwerk
Nach 1990 wurde die Altstadt umfassend saniert. Rund um Markt und Ackerhof stehen Fachwerk- und Giebelhäuser, in der Rathausgasse 2 ein Fachwerkhaus aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die barocke Marienkirche stammt von 1766, ihr neugotischer Westturm von 1863.
Bei solchen Gebäuden liegt die Gefahr oft unsichtbar: Funken fallen in Fugen, Dämmung oder alte Holzbalken und glimmen dort weiter, wenn die Handwerker längst gegangen sind. Typische Anlässe für eine Brandwache in der Altstadt sind:
- Klempner- und Dacharbeiten mit Lötkolben oder Gasbrenner an Rinnen und Kehlen
- Trennschleifen an Stahlträgern bei Umbauten im Bestand
- Abdichtungsarbeiten mit Flamme auf Flachdächern von Anbauten
- Arbeiten an Turm und Dachstuhl, wo Löschwasser und Fluchtwege schwer zu erreichen sind
Hallen, Werkstätten und Baustellen
Auch außerhalb der Altstadt fallen Heißarbeiten an. In der Eisengießerei, die Ende 2026 ihre Produktion einstellen will, stehen mit Räumung und Rückbau Trennarbeiten an Anlagen und Leitungen an. In den Gewerbegebieten an der Eggesiner Straße und am Industriehafen sitzen Betriebe aus Produktion und Handel, und als weitere Branchen der Stadt gelten Bootsbau, Chemie und Holzverarbeitung – alle mit Lagern, in denen ein Funke genügt.
Auf den Baustellen der Stadt, etwa am Anbau der Turnhalle am Haffring oder an der Regionalen Schule mit ihren neuen Aufzügen, kommen Schweißarbeiten an Stahlbau und Brandschutzabschottungen hinzu. Verlangt Ihr Erlaubnisschein für Heißarbeiten eine Brandwache, übernehmen wir sie während der Arbeit und für die festgelegte Nachkontrolle.
Feste mit Feuerwerk und Festzelt
Bei den Hafftagen steigt am Freitagabend ein Höhenfeuerwerk über dem Schloss auf, bei der Haff-Sail am Samstagabend ein großes Feuerwerk. Auf dem Weihnachtsmarkt steht ein Festzelt, in dem regionale Künstler, Schüler und Kindergruppen auftreten.
Eine Brandwache bei solchen Anlässen achtet auf herabfallende Feuerwerksreste auf Dächern und Stegen, hält Löschmittel an Zelt und Bühne bereit und sorgt dafür, dass Notausgänge frei bleiben. Die Verantwortung für das Feuerwerk selbst liegt beim Pyrotechniker; wir ergänzen sie am Boden.
Wenn es brennt: der Weg der Feuerwehr
In der Altstadt sind die Gassen eng, am Stadthafen grenzen Stege, Boote und Schuppen aneinander. Bevor eine Heißarbeit beginnt, legen wir fest, wo das Löschfahrzeug halten kann und wer es einweist. Die Freiwillige Feuerwehr Ueckermünde erhält dann einen klaren Ort, an dem unsere Kraft wartet und den Weg zeigt.
Ablauf, Personal und Erreichbarkeit
Vor Beginn sehen sich unsere Kräfte die Arbeitsstelle an, prüfen Löschmittel und Fluchtwege und klären mit Ihnen, wer im Ernstfall die Feuerwehr alarmiert. Während der Arbeit bleibt die Brandwache in Sichtweite, danach kontrolliert sie die Stelle über die vereinbarte Zeit, bei Holz und Dämmung meist mehrere Stunden. Alles steht mit Uhrzeit im Bericht.
Ueckermünde ist Teil unserer Kernregion Nord. Ein Büro in der Stadt haben wir nicht; wir planen von Neumünster aus mit eigenem Personal und kombinieren Einsätze mit Greifswald oder Torgelow. Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Brandwachen, den Landesüberblick unter Brandwache in Mecklenburg-Vorpommern und alle Leistungen vor Ort unter Sicherheitsdienst Ueckermünde. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Kosten einer Brandwache
Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Entscheidend für den Betrag ist weniger die Arbeit selbst als die Nachkontrolle: Endet eine Dacharbeit am Nachmittag und die Wache bleibt bis in den Abend, fallen Stunden außerhalb der normalen Arbeitszeit an. Bei Festen kommen Abend- und Nachtstunden fast immer dazu. Sie erhalten ein Angebot, das Arbeitszeit und Nachkontrolle getrennt ausweist.


