Eine Stadt, die das Feuer kennt
Die Stadtgeschichte von Jüterbog ist auch eine Geschichte von Bränden. 1478 vernichtete ein Stadtbrand rund 300 der 365 Wohnhäuser. Nach diesem Feuer holte die Stadt die Franziskaner, die in den folgenden Jahrzehnten die Mönchenkirche errichteten. 1610 brannten in der Zinnaer Vorstadt 72 von 100 Häusern, 1870 ging die Heilig-Geist-Kapelle in Flammen auf.
Heute sind die großen Kirchen der Stadt sorgfältig restauriert. Gerade deshalb wird in ihnen und in den Häusern der Altstadt immer wieder gebaut, repariert und saniert, und bei vielen dieser Arbeiten entsteht Hitze: beim Löten von Kupferdächern, beim Schweißen von Stahlteilen, beim Trennen mit dem Winkelschleifer oder beim Abflämmen alter Anstriche.
Wo in Jüterbog Brandwachen gebraucht werden
Die folgenden Gebäude und Flächen sind Beispiele für Orte mit erhöhtem Brandrisiko bei Heißarbeiten.
- Stadtkirche St. Nikolai: 71 Meter lang, zwei Türme von rund 60 Metern, Orgel von 1909 und ein Positiv von 1657, das als älteste erhaltene Orgel Brandenburgs gilt.
- Mönchenkirche: nach 1478 erbaut, Dachreiter von 1739, seit 1985 Bibliothek, Theater und Konzertstätte mit Bücherbestand.
- Kloster Zinna: Klosterkirche aus Feldstein, Abtshaus und Siechenhaus mit Museum und Destillerie, das Museum wird derzeit umgebaut.
- Liebfrauenkirche und Rathaus in Backsteingotik am Markt.
- Gewerbehallen am Luckenwalder Berg, am Neuheimer Weg und im Industriegebiet Betonwerk Römer.
Kirchen und Kloster: wertvolles Inventar, schwer zugängliche Dächer
In historischen Kirchen liegen über den Gewölben große Dachstühle aus altem, trockenem Holz. Ein Funke, der dort in eine Ritze fällt, kann stundenlang unbemerkt glimmen. Hinzu kommt die Ausstattung: In St. Nikolai stehen ein barocker Hochaltar vor einem mittelalterlichen Retabel, eine Kanzel von 1608 und ein Altar, der der Werkstatt Lucas Cranachs des Älteren zugeschrieben wird.
Unsere Brandwache steht während der Arbeit neben dem Handwerker, hält Löschmittel bereit, beobachtet Funkenflug in angrenzende Bereiche und unterbricht die Arbeit, wenn etwas zu glimmen beginnt. Nach Arbeitsende bleibt sie die vereinbarte Zeit vor Ort und kontrolliert Fugen, Hohlräume und Bauteile, die zur Arbeitsstelle angrenzen. Die Kräfte werden vor Ort in Lage der Löschmittel, Fluchtwege und Meldewege eingewiesen.
- Aufsicht während Schweiß-, Trenn-, Löt- und Abflämmarbeiten
- Bereitstellung und Kontrolle der Löschmittel vor Beginn
- Nachkontrolle nach Arbeitsende über die vereinbarte Dauer
- Notruf an die Feuerwehr und Meldung an den Auftraggeber im Ernstfall
- Kurzer schriftlicher Bericht mit Uhrzeiten
Trockene Sommer und Wald um die Stadt
Jüterbog ist von großen Wäldern umgeben. 2019 brannten dort rund 750 Hektar, Ende Mai 2023 mehr als 733 Hektar. Für Betriebe am Stadtrand und Baustellen am Waldrand bedeutet das: In trockenen Wochen ist jede Arbeit mit offener Flamme oder Funkenflug im Freien ein besonderes Risiko. Eine Brandwache hält dann Abstand zu trockenem Bewuchs im Blick und sorgt dafür, dass Funken nicht über Zäune getragen werden.
In Hallen und Werkstätten der Gewerbegebiete geht es eher um Verpackungen, Paletten, Öle und Staub. Bei Umbauten im laufenden Betrieb klären wir vorher, welche Brandmeldeanlage abgeschaltet wird, wer sie wieder einschaltet und wie lange die Nachkontrolle dauert.
Wie wir eine Brandwache in Jüterbog organisieren
Brandenburg zählt zu unserer Kernregion Nord. In Jüterbog haben wir kein Büro, die Einsätze plant unsere Zweigniederlassung in Berlin, Aroser Allee 81. Wir brauchen von Ihnen die Arbeitsorte, Zeiten und den Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten, sofern Ihr Haus oder Versicherer einen verlangt. Bei kurzfristigen Einsätzen sagen wir Ihnen ehrlich, ob wir den Termin besetzen können.
Unsere Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, die Abläufe nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Brandwache allgemein und zur Brandwache in Brandenburg steht auf eigenen Seiten, für weitere Leistungen in der Stadt siehe Sicherheitsdienst Jüterbog und für den Nachbarort Luckenwalde.
Kosten einer Brandwache
Brandwachen werden nach Stunden abgerechnet, Richtwert sind 23 bis 50 € netto je Stunde. Zur Arbeitszeit kommt die Nachkontrolle, deren Dauer Sie oder Ihr Versicherer festlegen. Abends, nachts und an Wochenenden, wenn in Kirchen und Betrieben bevorzugt gearbeitet wird, liegt der Satz höher als werktags.
Bei mehreren kurzen Heißarbeiten an einem Tag kann es günstiger sein, die Brandwache durchgehend zu buchen, statt jeden Einsatz einzeln. Wir rechnen Ihnen beide Wege vor.


