Brandschutz in einem Land mit Industrie, Kiefernwald und Denkmälern
Brandenburg vereint auf engem Raum Risiken, die anderswo selten zusammenkommen. Raffinerie, Chemie und Stahl arbeiten mit Hitze und brennbaren Stoffen. Ausgedehnte Kiefernwälder auf Sandböden gelten im Sommer als Waldbrandschwerpunkt, wie die wiederholten Brände auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog zeigen. Und in Potsdam und vielen Kleinstädten stehen historische Gebäude mit Holzdachstühlen, die bei Sanierungen besonders gefährdet sind.
Eine Brandwache setzt dort an, wo der bauliche und technische Brandschutz vorübergehend nicht ausreicht: während feuergefährlicher Arbeiten, wenn eine Brandmeldeanlage abgeschaltet oder gestört ist, wenn Sprinkler wegen Umbau außer Betrieb sind oder wenn Versicherer und Behörden eine zusätzliche Überwachung verlangen. Ihre Aufgabe ist es, entstehende Brände früh zu erkennen, erste Löschmaßnahmen einzuleiten und die Feuerwehr zu alarmieren.
Wo Brandwachen in Brandenburg typischerweise gebraucht werden
Die genannten Orte stehen für Einsatzarten, bei denen Brandwachen üblich sind. Sie sind Beispiele, keine Auftraggeber.
- PCK Raffinerie in Schwedt/Oder: Bei Revisionen und Instandhaltung fallen Schweiß- und Trennarbeiten in Bereichen mit brennbaren Stoffen an.
- Chemiepark der BASF in Schwarzheide: Heißarbeiten in und an Produktionsanlagen erfordern begleitende Überwachung.
- Stahlwerk von ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt: Instandsetzungsarbeiten an Anlagen mit hohen Temperaturen.
- Hans Otto Theater in Potsdam an der Schiffbauergasse: Bühnenhaus, in dem bei offenem Feuer oder Pyrotechnik besondere Auflagen gelten.
- Staatstheater Cottbus: Spielstätte, für die das Merkblatt der Stadt Cottbus zur Brandsicherheitswache die Rahmenbedingungen beschreibt.
- Industriepark Schwarze Pumpe bei Spremberg: Umbau- und Rückbauarbeiten an alten Industrieanlagen im Strukturwandel.
- Historische Gebäude in Potsdam und Brandenburg an der Havel: Dachstuhl- und Fassadenarbeiten mit Löt- und Schweißgeräten.
- Lager- und Logistikhallen im Berliner Umland, deren Brandmeldeanlage bei Umbau oder Wartung vorübergehend abgeschaltet ist.
Für Betriebe und Bauherren in Schwedt/Oder, Eisenhüttenstadt und Brandenburg an der Havel stellen wir Brandwachen für einzelne Schichten ebenso wie für mehrwöchige Revisionen.
Heißarbeiten, Anlagenausfall, Veranstaltung – drei Einsatzarten
Bei feuergefährlichen Arbeiten wie Schweißen, Brennschneiden, Trennschleifen oder Löten bleibt die Brandwache während der Arbeiten am Ort und kontrolliert auch danach. Glutnester können sich in Hohlräumen, Dämmungen oder Holzbauteilen noch Stunden später entzünden. Wie lange nachkontrolliert wird, legt in der Regel der Erlaubnisschein des Betriebs oder die Vorgabe des Versicherers fest.
Fällt eine Brandmeldeanlage aus oder muss sie für Umbauarbeiten abgeschaltet werden, ersetzt die Brandwache die automatische Überwachung durch regelmäßige Rundgänge. Sie kennt die Alarmwege, Feuerlöscher und Wandhydranten und kann die Feuerwehr ohne Verzögerung alarmieren.
Bei Veranstaltungen in Versammlungsstätten gilt in Brandenburg § 34 des Brandenburgischen Brand- und Katastrophenschutzgesetzes (BbgBKG) in Verbindung mit der Brandenburgischen Versammlungsstättenverordnung. Ob eine Brandsicherheitswache erforderlich ist und wer sie stellt, beurteilt die zuständige Brandschutzdienststelle. Wo zusätzlich eigene Kräfte gefordert sind, etwa für die Überwachung von Rettungswegen oder abgeschalteter Technik, unterstützen wir Veranstalter und Spielstätten.
So stellen wir Ihre Brandwache
Brandenburg gehört zu unserer Kernregion Nord. Brandwachen planen wir aus unserer Zweigniederlassung an der Aroser Allee in Berlin mit eigenem Personal; ein eigenes Büro im Land haben wir nicht. Gerade bei Revisionen in Schwedt, Schwarzheide oder Eisenhüttenstadt stimmen wir Schichtpläne frühzeitig mit Ihnen ab, damit auch Nacht- und Wochenendarbeiten lückenlos begleitet werden.
Vor dem ersten Einsatz klären wir: Welche Arbeiten finden wo statt? Welche Löschmittel stehen bereit? Wie wird die Feuerwehr alarmiert, wer ist im Betrieb zu informieren? Die eingesetzte Kraft wird in Ihre Sicherheitsregeln eingewiesen, trägt die vorgeschriebene Schutzausrüstung und dokumentiert Beginn, Ende und Nachkontrollen. Unsere Leitstelle erreichen Sie jederzeit unter +49 4321 78 33 590.
Ausbildung und Ausstattung der Brandwachen
Unsere Brandwachen sind im Umgang mit Feuerlöschern und Wandhydranten geschult und kennen die Grundlagen des vorbeugenden Brandschutzes. Wo die Tätigkeit zugleich Bewachung ist, verfügen sie über die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Unser Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
- Ausbildung als Brandschutzhelfer und Übung mit Feuerlöschern
- Einweisung in Erlaubnisschein, Gefahrenbereiche und Alarmwege des Betriebs
- Persönliche Schutzausrüstung nach Vorgabe des Einsatzorts
- Dokumentation aller Kontrollen und Nachkontrollen
Worauf eine Brandwache während des Dienstes achtet
Die Arbeit einer Brandwache ist unspektakulär, solange sie gut gemacht wird. Vor Beginn feuergefährlicher Arbeiten prüft sie, ob brennbare Materialien aus dem Umfeld entfernt oder abgedeckt sind, ob Öffnungen in Wänden und Decken verschlossen sind und ob geeignete Löschmittel griffbereit stehen. Während der Arbeiten beobachtet sie Funkenflug und Wärmeleitung, auch auf der Rückseite von Wänden und in darunterliegenden Geschossen.
Nach Abschluss folgt die Nachkontrolle: Abtasten von Bauteilen, Prüfen von Fugen, Dämmungen und Hohlräumen, Kontrolle mit der Wärmebildkamera, wenn eine bereitgestellt ist. Bei Auffälligkeiten löscht sie mit den vorhandenen Mitteln, wenn das gefahrlos möglich ist, und alarmiert sofort die Feuerwehr.
Im Sommer kommt in Brandenburg die Trockenheit hinzu. Bei Arbeiten im Freien, an Waldrändern oder auf ausgedörrten Flächen achtet die Brandwache zusätzlich auf Bodenbewuchs und Windrichtung und hält Löschwasser bereit.
Preis einer Brandwache in Brandenburg
Brandwachen berechnen wir nach Stunden, als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben Einsatzzeit, Dauer der Nachkontrolle, Anforderungen des Betriebs an Schutzausrüstung und Unterweisung sowie die Anfahrt.
| Größe | Einfluss |
|---|---|
| Anlass | Heißarbeiten, abgeschaltete Meldeanlage oder Veranstaltung |
| Einsatzzeit | Tagschicht, Nacht oder Wochenende |
| Nachkontrolle | Dauer nach Ende der feuergefährlichen Arbeiten |
| Betrieb | Industrieanlage mit eigener Unterweisung oder Bürogebäude |
| Ort | Berliner Umland, Uckermark, Oderregion oder Lausitz |
Allgemeine Informationen zur Leistung finden Sie auf unserer Seite zu Brandwachen.


