Ein Brand auf der Baustelle der Hutfabrik
Am 19. Februar 1923 brach auf der Baustelle der Hutfabrik Friedrich Steinberg, Herrmann & Co. ein Großbrand aus. Er zerstörte die hölzernen Dachkonstruktionen und verzögerte die Fertigstellung des Baus von Erich Mendelsohn. Das Beispiel zeigt, wie empfindlich große Holztragwerke sind. Auch der Wiederaufbau der Färberei in den Jahren 2006 bis 2011 setzte wieder auf eine Dachhaube aus Holz.
Schon früher hatte die Stadt einen Brand erlebt: Das Rathaus von 1663 brannte 1674 samt Akten ab. Heute stehen in Luckenwalde zahlreiche Denkmale, an denen gearbeitet wird. Eine Brandwache begleitet solche Arbeiten, damit aus Funkenflug kein Schaden wird.
Wo in Luckenwalde Brandwachen anfallen
Die folgenden Gebäude und Gebiete sind Beispiele für Einsatzorte, keine Referenzen:
- Hutfabrik an der Industriestraße mit denkmalgeschützter Pforte, Verwaltungs-, Produktions- und Kesselhaus
- E-Werk Luckenwalde von 1913, ehemaliges Braunkohlekraftwerk und heute Kunstzentrum, das wieder Strom ins Netz einspeist
- Stadttheater aus den Jahren 1928 bis 1930 und Kirchen wie St. Jakobi mit ihrem 72 Meter hohen Turm
- Das Stadtbad an der Rudolf-Breitscheid-Straße, dessen denkmalgerechte Sanierung bevorsteht
- Metall- und Fahrzeugbetriebe im Industriegebiet Luckenwalde und am Honigberg, in denen bei Umbau und Instandhaltung geschweißt wird
Im E-Werk kommt beides zusammen: ein Denkmal von 1913, das seit 2019 wieder Strom erzeugt, und ein Kunstbetrieb mit Ausstellungen, Werkstätten und Ateliers. Arbeiten an Technik oder Dach laufen dort oft neben dem Betrieb. Eine Brandwache achtet dann darauf, dass Funkenflug weder Besucher noch Ateliers erreicht, und hält die Wege nach draußen frei.
Aufgaben bei Schweiß-, Schneid- und Trennarbeiten
Feuergefährliche Arbeiten brauchen häufig eine schriftliche Erlaubnis, in der auch eine Brandwache verlangt wird. Unsere Kraft ist während der Arbeiten am Platz, beobachtet Funken in Ritzen, Hohlräumen und Dämmung, hält Feuerlöscher griffbereit und stoppt die Arbeit, wenn etwas zu glimmen beginnt. Rahmen sind die DGUV Regel 100-500, Ihre Brandschutzordnung und die Vorgaben des Versicherers.
Nach dem Ende der Arbeiten folgt die Nachkontrolle. Glut kann sich in Holzbalken, Fehlböden und hinter Verkleidungen lange halten. Wir bleiben so lange, wie es der Erlaubnisschein vorsieht, kontrollieren mehrfach und geben den Bereich erst frei, wenn nichts mehr warm ist. Eine Wärmebildkamera nutzen wir, wenn Sie eine bereitstellen.
In Produktionshallen achten wir außerdem auf die Umgebung des Arbeitsplatzes: Öle, Späne, Verpackungen und Kunststoffteile müssen weggeräumt oder abgedeckt sein, bevor der erste Funke fliegt. Liegen Durchbrüche in Wänden oder Decken offen, prüfen wir auch den Raum dahinter und darunter, weil Funken dort oft unbemerkt landen und erst Stunden später zu schwelen beginnen.
Ersatz für abgeschaltete Technik und Wache in Sälen
Wird während eines Umbaus die Brandmeldeanlage abgeschaltet oder ist eine Sprinkleranlage außer Betrieb, kann eine Brandwache die Überwachung übernehmen, bis die Technik wieder läuft. Unsere Kräfte gehen regelmäßig durch die Räume, kontrollieren Rauch, Geruch und Wärme und alarmieren im Ernstfall die Feuerwehr.
In Hallen und Sälen, etwa bei Veranstaltungen in umgenutzten Industriebauten, halten wir Rettungswege frei, prüfen Notausgänge und kennen den Standort der Löschmittel. Die Wache bei Vorstellungen in Theatern regeln Betreiber und Feuerwehr nach eigenen Vorgaben; ergänzend unterstützen wir, wo es gewünscht ist.
Vor dem ersten Einsatz werden unsere Kräfte vor Ort eingewiesen: Löschmittel, Hydranten, Absperrventile, Alarmwege und die Zufahrt für die Feuerwehr.
Planung und Qualifikation
Wir planen Brandwachen in Luckenwalde aus unserer Zweigniederlassung Berlin, Aroser Allee 81. Eine Niederlassung in Luckenwalde haben wir nicht, Brandenburg gehört zu unserer Kernregion Nord. Kurzfristige Einsätze sind möglich; je früher wir den Termin kennen, desto sicherer steht die Besetzung. Auch für Vorhaben in Zossen stellen wir Brandwachen.
Unser Personal hat mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Wir arbeiten nach DIN 77200 und ISO 9001. Jede Wache endet mit einem Protokoll über Beginn, Ende, Kontrollen und Übergabe.
Kosten einer Brandwache
Für Brandwachen nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde als Richtwert. Weil Heißarbeiten in Betrieben oft auf Wochenenden oder in die Nacht gelegt werden, damit die Produktion nicht stillsteht, ist der Anteil an Zuschlagsstunden höher als bei anderen Diensten. Auch die Dauer der Nachkontrolle fließt in den Preis ein.
Wir berechnen nach geleisteten Stunden und weisen die Zeiten im Protokoll nach.


