Alte Bausubstanz und laufende Produktion
Koblenz hat eine lange Baugeschichte, und das sieht man an seinen Kirchen und Schlössern. Die Basilika St. Kastor wurde 836 geweiht, Liebfrauenkirche und Florinskirche entstanden im 12. Jahrhundert, das Kurfürstliche Schloss zwischen 1777 und 1793. Viele Gebäude haben hölzerne Dachstühle, Hohlräume hinter Verkleidungen und Gewölbe, in denen sich Glutnester lange unbemerkt halten können. Werden dort Dächer abgedichtet, Rinnen gelötet oder Stahlträger getrennt, verlangt der Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten in der Regel eine Brandwache.
Im Norden der Stadt kommen Betriebe hinzu, in denen Heißarbeiten zum Alltag gehören: Aluminiumwalzwerk, Fertigung von Bremssystemen und Gasfedern, Stahlbau im Gewerbepark Metternich. Bei Revisionen und Umbauten arbeiten dort Fremdfirmen mit Schweißgerät und Trennschleifer, oft an Wochenenden. Eine Brandwache ist dann die Person, die nur auf Funkenflug, Rauch und Wärme achtet, während alle anderen arbeiten.
Bauten und Betriebe mit typischem Bedarf
Diese Objekte nennen wir, um die Aufgaben einzuordnen, nicht als Auftraggeber:
- Basilika St. Kastor, 836 geweiht
- Liebfrauenkirche und Florinskirche in der Altstadt, beide aus dem 12. Jahrhundert
- Kurfürstliches Schloss: 1944 bis auf Außenmauern und Kellergewölbe zerstört, 1950 bis 1951 außen nach alten Plänen wiederaufgebaut, innen im Stil der 1950er Jahre
- Theater Koblenz am Deinhardplatz: 1787 eröffnet, rund 500 Plätze, einziger erhaltener klassizistischer Theaterbau am Mittelrhein
- Festung Ehrenbreitstein, erbaut 1817 bis 1828, heute mit Landesmuseum und Jugendherberge
- Schloss Stolzenfels, im 13. Jahrhundert als Zollburg entstanden und im 19. Jahrhundert neu aufgebaut
- Industriegebiet Rheinhafen und Gewerbepark Metternich: Walz-, Montage- und Stahlbaubetriebe mit Revisionen und Umbauten
Was eine Brandwache bei Heißarbeiten tut
Vor Beginn der Arbeiten sieht sich unsere Kraft den Bereich mit Ihrem Verantwortlichen an: Wo liegt brennbares Material, das nicht entfernt werden kann, wo sind Öffnungen, Fugen und Durchbrüche, durch die Funken in andere Räume gelangen, wo stehen Feuerlöscher und wie sind die Fluchtwege. Während der Arbeiten beobachtet sie ausschließlich den Gefahrenbereich, auch Räume darunter und dahinter, und greift bei einem Entstehungsbrand mit den bereitgestellten Löschmitteln ein.
Nach Arbeitsende bleibt die Brandwache so lange, wie es der Erlaubnisschein vorgibt, und kontrolliert den Bereich danach noch einmal. In Dachstühlen und Gewölben heißt das: tasten, riechen, mit der Hand Wärme an Balken und Mauerwerk prüfen. Eine Wärmebildkamera setzen wir ein, wenn Sie eine bereitstellen. Alles wird mit Uhrzeit im Bericht festgehalten.
Brandsicherheitswache bei Veranstaltungen
Auch in Versammlungsstätten wird während einer Veranstaltung mitunter mit offener Flamme, Pyrotechnik oder Bühnenheizung gearbeitet. In der Rhein-Mosel-Halle mit ihren 1.036 Plätzen im Großen Saal oder bei Festen auf der Festung kann dann eine zusätzliche Wache sinnvoll sein, die Notausgänge, Vorhänge und Technik im Blick behält. Ob die Brandsicherheitswache der Feuerwehr vorgeschrieben ist, entscheidet die Behörde; wir ergänzen dort, wo Sie zusätzliche Augen brauchen.
Vor dem Einsatz werden unsere Kräfte vor Ort in Löschmittel, Fluchtwege, Alarmierung und die Ansprechpartner des Hauses eingewiesen.
Planung und Qualifikation
Wir haben unseren Hauptsitz in Neumünster und Niederlassungen in Berlin und Bremen, in Rheinland-Pfalz aber kein Büro. Brandwachen in Koblenz übernehmen wir vorhabenbezogen und prüfen vor der Zusage, ob wir die Einsätze zu den geplanten Zeiten verlässlich stellen. Bei Arbeiten, die sich kurzfristig verschieben, sprechen wir die Ablösung gleich mit ab.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert, arbeiten nach DIN 77200 und sind rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Weitere Leistungen in der Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Koblenz, Brandwachen im Umland etwa unter Mayen.
Kosten einer Brandwache
Als Richtwert gelten bei Brandwachen in Koblenz 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil Heißarbeiten an Denkmälern und in Betrieben oft nach Feierabend oder am Wochenende stattfinden und die Nachkontrolle bis in die Nacht reicht, ist der Anteil an Nacht- und Wochenendstunden höher als bei vielen anderen Diensten. Kurze Einsätze mit langer Nachwache werden meist als Block abgerechnet.
Planen Sie mehrere Tage mit Heißarbeiten, lohnt sich eine feste Besetzung über die ganze Dauer. Einen Überblick für das ganze Land bietet Brandwache in Rheinland-Pfalz.


