Ortsteile, die neu aufgebaut wurden
Die Baugeschichte der Ortsteile erzählt von Feuer. Elbingerode brannte in der Nacht vom 8. auf den 9. Januar 1858 zu großen Teilen nieder, mit allen öffentlichen Gebäuden. Hasselfelde wurde mehrfach fast vollständig zerstört, zuletzt 1893, dabei gingen Rathaus und viele Unterlagen verloren; die St.-Antonius-Kirche entstand nach einem Brand von 1834 neu. In Trautenstein fiel im Oktober 1607 ein großer Teil des Dorfes einem Feuer zum Opfer.
Was danach gebaut wurde, prägt heute das Ortsbild. Wer an solchen Gebäuden schweißt, lötet, trennt oder Dachbahnen verklebt, arbeitet neben trockenem Holz, das Funken lange unbemerkt halten kann.
Gebäude mit viel Holz
Diese Bauten sind öffentlich belegt. Sie zeigen, wo Heißarbeiten eine Nachkontrolle brauchen, und sind keine Liste eigener Einsätze.
- Holzkirche in Elend, rund 5 mal 11 Meter groß und 1897 geweiht
- Stabkirche in Stiege, 2021 auf Betreiben einer Bürgerinitiative in den Ort versetzt
- Barocke Fachwerkkirche in Trautenstein, fertiggestellt 1701
- Barocke Dorfkirche in Tanne, erbaut 1693 bis 1698
- Neugotische St.-Jakobi-Kirche in Elbingerode von 1863 mit Orgel von 1866
- St.-Antonius-Kirche in Hasselfelde, eingeweiht 1851
Nachkontrolle nach Heißarbeiten
Bei Dacharbeiten an Kirchen und Fachwerkhäusern entstehen die meisten Risiken in Hohlräumen: unter Dielen, in Balkenlagen, hinter Verkleidungen. Ein Funke, der dort hineinfällt, kann Stunden später zum Schwelbrand werden. Deshalb verlangen Versicherer und Bauherren nach Schweiß-, Schneid- und Lötarbeiten eine Brandwache, die während der Arbeiten bereitsteht und danach den Bereich weiter beobachtet.
Unsere Kräfte werden vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen, halten den Arbeitsbereich im Blick und gehen nach Abschluss Nachbarräume, Dachboden und Außenseiten ab. Bauteile prüfen sie von Hand, mit Wärmebildkamera, wenn Sie eine bereitstellen. Jede Kontrolle steht mit Uhrzeit im Bericht.
Bei Holzkirchen wie in Elend oder Stiege ist zudem die Zufahrt für Löschfahrzeuge zu prüfen: Wo steht das nächste Fahrzeug, wie lang ist der Weg zum Hydranten, wer öffnet das Tor? Diese Fragen klären wir vor Beginn mit Bauleitung und Kirchengemeinde, damit im Ernstfall keine Minute für Suchen verloren geht.
Offenes Feuer im Betrieb
An der Harzköhlerei Stemberghaus an der Straße nach Blankenburg wird Holzkohle bis heute auf traditionelle Weise hergestellt; zum Gelände gehören eine Gaststätte und ein Laden. Beim Köhlerfest am ersten Augustwochenende kommen dort viele Gäste hinzu. Im Kalkwerk im Bodetal können bei Wartung und Reparatur Schweißarbeiten an Anlagen und Fahrzeugen anfallen.
Für solche Betriebe stellen wir Brandwachen während geplanter Instandhaltung, abgestimmt auf Ihren Erlaubnisschein und die Vorgaben Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit.
Sicherheitswache bei Veranstaltungen
Auf der Waldbühne Benneckenstein, in der Westernstadt Pullman City Harz und bei Festivals mit Bühnenaufbauten kann die Bauaufsicht eine Brandsicherheitswache verlangen. Ob eine Feuerwehr gestellt werden muss oder ein privater Dienst genügt, entscheidet die zuständige Behörde. Wo es zulässig ist, übernehmen wir Kontrollen von Fluchtwegen, Feuerlöschern und Notausgängen vor Einlass und während der Vorstellung.
Die zehn Ortsfeuerwehren der Stadt bleiben dabei Ansprechpartner für den Ernstfall. Wir stimmen Meldewege vorher ab. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Brandwachen, zum Land unter Brandwache in Sachsen-Anhalt.
Vorhabenbezogene Planung
Oberharz am Brocken liegt außerhalb unserer Kernregion, in Sachsen-Anhalt haben wir kein Büro. Brandwachen planen wir deshalb mit Vorlauf: Dauer der Arbeiten, Zahl der Schichten, Nachlaufzeit und Anfahrt klären wir vor der Zusage. Kurzfristige Anfragen prüfen wir, sagen sie aber nur zu, wenn wir sie sicher besetzen können.
Die Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Den Überblick zur Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Oberharz am Brocken.
Kosten der Brandwache
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Brandwachen hängt der Betrag stark an der Nachlaufzeit: Wer nach Heißarbeiten noch mehrere Stunden Beobachtung braucht, bezahlt diese Zeit mit, oft bis in den Abend. Arbeiten am Wochenende oder in der Nacht verändern den Stundenwert.
Wir rechnen tatsächliche Stunden ab und vermerken Beginn, Ende und Nachkontrollen im Bericht, damit Sie die Abrechnung nachvollziehen können.


