Eine Fläche, zehn Ortskerne
Oberharz am Brocken entstand 2010 aus der Stadt Elbingerode und den Gemeinden der früheren Verwaltungsgemeinschaft Brocken-Hochharz. Mit 271,52 Quadratkilometern und rund 35 Einwohnern je Quadratkilometer ist sie eine Flächenstadt: Zwischen Elend im Westen und Stiege im Südosten liegen Wälder und Talsperren. Dazu kommen Ortslagen wie Büchenberg, Eggeröder Brunnen, Mandelholz und Kaltes Tal.
Ein Revierdienst lebt hier von einer gut geplanten Reihenfolge. Wer jede Nacht von Benneckenstein nach Rübeland und zurück fährt, verliert viel Zeit auf der Straße. Deshalb fassen wir Objekte so zusammen, dass Wege kurz bleiben und die Kontrollzeiten trotzdem wechseln.
Die Ortsteile und ihre Achsen
Die Straßen bestimmen, wie eine Runde aussieht. Diese Verbindungen und Orte sind belegt:
- B 27: Elend, Königshütte und Rübeland im Bodetal, weiter nach Blankenburg
- B 244: Elbingerode mit Markt, Rathaus und dem Umfeld des Krankenhauses, Richtung Wernigerode
- B 242: Sorge, Tanne, Trautenstein, Hasselfelde und Stiege auf der südlichen Hochfläche
- B 81: Hasselfelde in Nord-Süd-Richtung mit Busbahnhof im Ortszentrum
- Landesstraßen nach Benneckenstein mit seinem Gewerbegebiet und dem Bahnhof der Schmalspurbahn
- L 96 über die Staumauer der Rappbodetalsperre
Was eine Runde prüft
Typische Objekte sind Ferienanlagen außerhalb der Saison, Vereinsheime, Lagerhallen kleiner Betriebe, leer stehende Wohnhäuser und kommunale Gebäude in den Ortsteilen. Bei jeder Anfahrt prüft die Kraft Türen und Tore, Fenster und Beleuchtung, sieht nach Spuren an Zäunen und hält den Zustand mit Uhrzeit im Bericht fest.
Auf Wunsch übernehmen wir Öffnungs- und Schließdienste, etwa für Sporthallen oder Dorfgemeinschaftshäuser nach Vereinsabenden. Dafür nehmen wir Schlüssel gegen Quittung entgegen und geben sie nur an die von Ihnen benannten Personen weiter.
Für Ferienanlagen mit vielen Häusern bietet sich eine Kombination an: eine feste Runde über Parkplatz und Zufahrten in jeder Nacht, dazu Innenkontrollen einzelner Häuser nach Abreise der Gäste. Kommunale Auftraggeber fassen oft Dorfgemeinschaftshäuser, Bauhof und Sportplätze in einer Runde zusammen. Beides lässt sich mit anderen Objekten im selben Ortsteil verbinden, wenn die Uhrzeiten zueinander passen.
Winter auf der Hochfläche
Die Ortsteile liegen zwischen etwa 450 und 530 Metern Höhe, Benneckenstein gehört zu den höchsten. Im Winter ziehen Wintersportler nach Tanne und Benneckenstein, gleichzeitig werden Straßen glatt und Nebenwege eingeschneit. Für einen Revierdienst heißt das: Fahrzeiten realistisch planen, Ausweichstrecken kennen und mit dem Auftraggeber vereinbaren, was bei gesperrten Straßen gilt.
Gerade in dieser Zeit lohnt sich eine Kontrolle von Heizung, Wasser und Dachlast in Gebäuden, die selten genutzt werden. Wir halten Auffälligkeiten sofort fest und melden sie an Ihre Ansprechperson.
Alarmverfolgung nach Absprache
Ist Ihre Alarmanlage auf eine Notruf- und Serviceleitstelle aufgeschaltet, kann diese uns im Alarmfall verständigen. Wir fahren das Objekt an, prüfen von außen und, wenn vereinbart, von innen, und informieren bei Gefahr Polizei oder Feuerwehr. Wegen der Entfernungen im Oberharz vereinbaren wir keine festen Ankunftszeiten, sondern einen realistischen Ablauf, den Sie vorher kennen.
Mehr zur Leistung lesen Sie unter Revier- und Interventionsdienste, zum Land unter Revierdienst in Sachsen-Anhalt.
Organisation außerhalb der Kernregion
Wir haben in Sachsen-Anhalt kein Büro und arbeiten im Oberharz vorhabenbezogen. Eine Revierrunde lohnt sich nur, wenn genug Objekte und Kontrollen zusammenkommen, damit Personal und Fahrzeug ausgelastet sind. Das prüfen wir vor der Zusage. Danach folgen Begehung jedes Objekts, schriftliche Anweisung und Einweisung der Kräfte.
Die eingesetzten Kräfte haben die Unterrichtung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Die Übersicht zur Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Oberharz am Brocken, die Nachbarstadt unter Thale.
Kosten einer Revierrunde
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei einem Revierdienst wird der Aufwand meist je Kontrolle oder je Runde berechnet, nicht je Objektstunde. Entscheidend sind die Zahl der Anfahrten je Nacht, die Fahrstrecke zwischen den Objekten und ob Innenkontrollen dazugehören.
Je mehr Objekte in einem Teil der Stadt zusammenliegen, desto günstiger wird die einzelne Kontrolle. Wir zeigen Ihnen im Angebot, wie sich der Preis aus Fahrweg und Prüfzeit zusammensetzt.


