Bergbau und Hüttenwesen als Wurzel
Schlägel und Eisen im Stadtwappen erinnern daran, dass die Orte auf der Hochfläche vom Bergbau und von den Eisenhütten gelebt haben. In Tanne arbeitete eine der ältesten Hütten des Harzes, erstmals 1355 erwähnt und erst 1965/66 stillgelegt; in Elbingerode wurde Bergbau bis 1990 betrieben. Heute ist der Kalkstein der wichtigste Rohstoff. Westlich von Rübeland liegt ein großes Kalkwerk, das nach der Wende an die Fels-Werke ging.
Werkschutz hat hier deshalb einen anderen Zuschnitt als in einem Industriepark. Statt vieler Hallen auf engem Raum gibt es weitläufige Abbauflächen, Brecher, Verladestellen und Gleise, die sich über das Tal ziehen. Die Aufgaben reichen von der Lkw-Abfertigung am Tor bis zur Nachtstreife entlang von Kanten und Halden.
Steinbrüche, Gleise und Gewerbeflächen
Die folgenden Orte und Flächen sind öffentlich belegt. Sie beschreiben, wo im Stadtgebiet Werkschutz typischerweise anfällt, und sind keine Referenzliste.
- Kalkwerk westlich von Rübeland, betrieben von den Fels-Werken
- Kalksteinbrüche Hornberg und Kaltes Tal, deren Material über die Rübelandbahn abgefahren wird
- Rübelandbahn zwischen Elbingerode und Blankenburg, seit 2006 von der Fels Netz GmbH gepachtet, mit elektrischem Güterverkehr
- Gewerbegebiet in Benneckenstein mit kleinen und mittleren Betrieben
- Gewerbegebiet am Selkegraben, für das ein Bebauungsplan im Verfahren ist
- Harzköhlerei Stemberghaus an der Straße nach Blankenburg, wo Holzkohle noch traditionell gebrannt wird
Kalkzüge, Lkw und Fremdfirmen
Kalk und Kalkstein aus den Brüchen gehen zum großen Teil über die Rübelandbahn nach Blankenburg. Dieser Umschlag bedeutet Rangierbewegungen, Verladung und Wartung an Gleisanlagen mit 25 Kilovolt Oberleitung. Für eine Pforte heißt das: wissen, welche Firma zu welchem Bereich darf, wer eine Freigabe für Arbeiten im Gleis hat und wo gerade nicht gegangen werden darf.
Unsere Kräfte führen Anmeldelisten, prüfen die von Ihnen geforderten Unterweisungsnachweise und geben Besucherausweise aus. Fremdmonteure begleiten wir auf Wunsch bis zum Arbeitsort. Außerhalb der Schichten gehen sie Werkstätten, Treibstofflager und Abstellflächen ab und notieren jeden Rundgang mit Uhrzeit im Bericht.
Abbaukanten und offene Ränder
Ein Steinbruch lässt sich selten vollständig einzäunen. Wanderwege führen nah an Hangkanten vorbei, Forstwege münden in Betriebsstraßen, und an Wochenenden sind Ausflügler unterwegs, die in Rübeland Höhlen und Talsperre besuchen. Werkschutz sorgt hier vor allem dafür, dass niemand unbemerkt auf Bermen, Halden oder Fahrwege gerät, auf denen schwere Muldenkipper unterwegs sind.
Wir legen gemeinsam mit Ihrer Betriebsleitung fest, welche Punkte zu welcher Zeit kontrolliert werden, welche Bereiche wir nur nach Einweisung betreten und wen wir bei einer Feststellung zuerst anrufen. Gefahrenbereiche bleiben Ihren eigenen Leuten vorbehalten, unsere Kräfte melden und sichern ab.
Neue Flächen, neue Abläufe
Nicht jeder Bedarf kommt aus dem Bergbau. Die Stadt führt Planverfahren für einen Solarpark bei Benneckenstein, eine Photovoltaikanlage bei Hasselfelde und das Gewerbegebiet am Selkegraben. Wo Module, Wechselrichter und Kabeltrommeln auf freiem Feld lagern oder neue Hallen entstehen, beginnt Werkschutz oft schon in der Aufbauphase: angelieferte Technik, Montagefirmen im Wechsel, Zäune, die noch Lücken haben.
In dieser Phase planen wir Torzeiten und Streifen eng am Bauablauf und passen sie an, sobald der reguläre Betrieb läuft. So entsteht von Anfang an eine Regel, an die sich alle Firmen halten.
Vorhabenbezogen aus der Ferne organisiert
Sachsen-Anhalt liegt außerhalb unserer Kernregion. Wir haben im Land kein Büro und arbeiten hier vorhabenbezogen: Erst klären wir Laufzeit, Stunden je Woche, Schichtmodell und Anfahrt, dann entscheiden wir, ob wir den Auftrag zuverlässig tragen können. Erst danach folgen Begehung, Dienstanweisung und Einweisung am Tor.
Die Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung finden Sie unter Werkschutz, zum Land unter Werkschutz in Sachsen-Anhalt, einen Überblick zur Stadt unter Sicherheitsdienst Oberharz am Brocken. Betriebe in Blankenburg (Harz) am anderen Ende der Werksbahn prüfen wir nach demselben Ablauf.
Was ein Werkschutz im Oberharz kostet
Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Für Rohstoffbetriebe zählt vor allem, ob ein Tor über die ganze Betriebszeit besetzt sein soll oder ob Nacht- und Wochenendstreifen genügen. Hinzu kommen Zuschläge für Feiertage und die Frage, wie viele Wege eine Streife über das Gelände machen muss.
Wir weisen feste Besetzung, Streifen und Sonderdienste bei Revisionen getrennt aus. So sehen Sie, welcher Teil des Auftrags welchen Aufwand erzeugt, und können einzelne Bausteine anpassen.


