Viel altes Holz, viele Dächer
In Remagen stehen Kirchen und Häuser aus fast acht Jahrhunderten nebeneinander. Der Chor der Pfarrkirche St. Peter und Paul wurde 1246 geweiht, das Turmgewölbe 1674 vollendet, der Erweiterungsbau entstand zwischen 1900 und 1904. In Oberwinter steht an der Hauptstraße das Haus Schwanen von 1671, die evangelische Kirche dort wurde Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet, die katholische St.-Laurentius-Kirche 1865/66. In Kripp sind die Kirche St. Johannes Nepomuk von 1900 bis 1903 und der Wasserturm von 1904 Wahrzeichen des Ortes.
In solchen Gebäuden sitzen trockene Dachbalken, alte Dämmstoffe und verborgene Hohlräume direkt neben der Stelle, an der ein Dachdecker Bitumen aufschweißt oder ein Klempner Kupfer lötet. Eine Brandwache sorgt dafür, dass ein Funke dort nicht unbemerkt weiterglimmt.
Objekte mit Heißarbeiten oder Brandschutzauflagen
Beispiele aus Remagen, an denen Brandwachen typischerweise anfallen. Die Aufzählung beschreibt Bauten und Betriebe, keine Auftraggeber.
- Apollinariskirche auf dem Apollinarisberg: neugotischer Bau von Ernst Friedrich Zwirner, geweiht 1857, Türme mit gusseisernen Helmen
- Pfarrkirche St. Peter und Paul in der Innenstadt mit Chor aus dem 13. Jahrhundert
- Römisches Museum in einer spätgotischen Kapelle an der Kirchstraße
- Bahnhof Rolandseck von 1856 bis 1858, heute Teil des Arp Museums
- Werftzentrum Mittelrhein am Hafen Oberwinter, wo an Schiffen gearbeitet wird
- Rheinhalle mit Bühnenhaus und Platz für bis zu 1.450 Personen
Kirchtürme und Restaurierung
An der Apollinariskirche wird seit 1985 restauriert; außen waren die Arbeiten 2005 abgeschlossen, danach folgte das Innere mit seinen Fresken. Im Juli 2024 wurden die obersten zwei Meter des Südwestturms wegen Rost abgenommen. Arbeiten an Türmen dieser Art bedeuten Gerüste in großer Höhe, Metallarbeiten mit Trennschleifer und Schweißgerät und darunter einen Innenraum mit wertvoller Ausmalung.
Die Brandwache steht bei solchen Arbeiten dort, wo der Funkenflug hingeht: auf dem Gerüst, im Dachraum, unter der Arbeitsstelle. Sie hält Löschmittel bereit, achtet auf Rauch und Glutnester und bleibt nach Ende der Heißarbeiten so lange vor Ort, wie es die Erlaubnis für feuergefährliche Arbeiten oder Ihr Versicherer vorschreibt. Wärmebildkameras setzen wir ein, wenn Sie eine bereitstellen; sonst kontrollieren unsere Kräfte Fugen und Anschlüsse von Hand und mit Blick auf Verfärbungen.
Werft am Hafen Oberwinter
Im Werftzentrum Mittelrhein am Nordrand des Hafens wird an Schiffsrümpfen, Aufbauten und Maschinenanlagen gearbeitet. Schweißen und Brennschneiden gehören dort zum Alltag. Kritisch wird es, wenn Arbeiten in engen Räumen, in der Nähe von Tanks, Leitungen oder Farbresten stattfinden oder wenn ein Schiff mit Holzausbau an der Reihe ist.
Für solche Einsätze stimmt sich unsere Kraft vor Beginn mit dem Verantwortlichen der Werft ab: Wo wird gearbeitet, was liegt auf der Rückseite der Wand, welche Bereiche sind abgedeckt. Während der Arbeit beobachtet sie die Rückseite und die Umgebung, danach folgt die Nachkontrolle. Bei Arbeiten an Bord kommt die Frage hinzu, wie man im Ernstfall schnell von Deck kommt.
Brandsicherheitsposten in der Rheinhalle
Die Rheinhalle wurde 1982 gebaut und war nach Angaben der Region die erste Sport- und Mehrzweckhalle mit angeschlossenem Bühnenhaus in Rheinland-Pfalz. Wird dort Theater gespielt, ein Konzert mit Pyrotechnik oder Nebel gegeben oder eine Bühnendekoration aufgebaut, kann die Genehmigung einen Brandsicherheitsposten verlangen. Ob ihn die Feuerwehr stellen muss oder ob ein Sicherheitsdienst ihn übernehmen darf, entscheidet die zuständige Behörde; wir klären das mit dem Veranstalter vorab.
Wo wir eingesetzt werden, kennt unsere Kraft vor Beginn Notausgänge, Feuerlöscher und Wandhydranten, hält Rettungswege frei und achtet auf Kabel, Scheinwerfer und Dekoration. Bei einer Störung alarmiert sie nach dem abgestimmten Ablauf und hilft, die Halle zu räumen.
Organisation und Kosten
Unser Hauptsitz ist Neumünster, Niederlassungen gibt es in Berlin und Bremen. In Rheinland-Pfalz arbeiten wir vorhabenbezogen und ohne eigenes Büro. Eine Brandwache in Remagen planen wir, sobald Termin und Umfang feststehen, und sagen erst zu, wenn wir die Besetzung über die ganze Dauer der Arbeiten sicherstellen können.
Unsere Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO und werden vor Ort auf Löschmittel, Fluchtwege und Meldewege eingewiesen. Wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Telefonisch erreichen Sie uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Brandwachen bestimmt die Nachkontrolle den Umfang oft stärker als die eigentliche Arbeit: Endet das Schweißen am späten Nachmittag, reicht die Wache bis in den Abend, und Arbeiten am Wochenende oder in der Nacht liegen im oberen Bereich der Spanne.
Mehr für das Land unter Brandwache in Rheinland-Pfalz, weitere Leistungen unter Sicherheitsdienst Remagen. Am Rhein südlich liegt Bad Breisig.


