Viel alte Bausubstanz, viele Umbauten
Bonn war Residenzstadt der Kölner Kurfürsten, dann Universitätsstadt und für ein halbes Jahrhundert Regierungssitz. Aus jeder dieser Epochen stehen Gebäude, die heute umgebaut, saniert oder technisch nachgerüstet werden. Das Kurfürstliche Schloss, seit langem Hauptgebäude der Universität, brannte schon 1777; nur der Hofgartenflügel wurde damals wieder errichtet, später kamen Erweiterungen und nach dem Zweiten Weltkrieg der Wiederaufbau. Nach Angaben der Universität besteht beim Brandschutz erheblicher Nachbesserungsbedarf, einzelne Bereiche mussten geschlossen werden.
Die Beethovenhalle von 1959 steht seit 1990 unter Denkmalschutz und wurde nach neun Jahren Sanierung im Dezember 2025 wieder eröffnet. Wo an solchen Häusern Leitungen, Dächer oder Stahlbauteile bearbeitet werden, ist eine Brandwache oft Teil der Auflagen.
Gebäude und Orte mit typischem Bedarf
Die folgenden Gebäude und Bereiche stehen beispielhaft für Bonner Orte, an denen Heißarbeiten besondere Vorsicht verlangen. Sie sind keine Referenzen von uns:
- Universitätshauptgebäude im Kurfürstlichen Schloss am Hofgarten, vor einer mehrjährigen Grundsanierung
- Beethovenhalle am Rheinufer, Baudenkmal mit großem Saal
- Poppelsdorfer Schloss, Bonner Münster und Altes Rathaus aus dem 18. Jahrhundert und früher
- Redoute in Bad Godesberg, erbaut 1790 bis 1792 unter Kurfürst Max Franz
- Universitätsklinikum auf dem Venusberg mit laufenden Neubauten und Umzügen, zuletzt das Herzzentrum im Januar 2026
- Hallen und Werkstätten am Hafen in Graurheindorf
Denkmal und Saal: Holz, Hohlräume, Publikum
In historischen Gebäuden liegen Holzbalken, Dämmstoffe und Kabel oft in Decken und Wänden, die man von außen nicht sieht. Ein Funke beim Trennen eines Rohres oder Wärme beim Abdichten eines Daches kann dort über Stunden unbemerkt glimmen. Die Brandwache steht deshalb nicht nur neben dem Schweißer, sondern prüft auch Räume darüber, darunter und nebenan, sofern sie zugänglich sind.
In Versammlungsstätten wie Konzertsälen und Hörsälen kommt Publikum hinzu. Werden dort während des laufenden Betriebs Arbeiten ausgeführt, zum Beispiel an Bühnentechnik oder Lüftung, bleibt die Brandwache, bis die Arbeitsstelle ausgekühlt ist, achtet auf freie Rettungswege und meldet Rauch oder Brandgeruch sofort an die Haustechnik und, wenn nötig, an die Feuerwehr.
Bei Sanierungen über viele Monate, wie sie am Universitätshauptgebäude bevorstehen, wechseln Gewerke und Arbeitsstellen fast täglich. Dann hilft eine einfache Übergabe am Morgen: Welche Bereiche werden heute bearbeitet, wo sind Melder abgeschaltet, wer gibt den Erlaubnisschein frei? Die Brandwache trägt diese Punkte in ihren Bericht ein, sodass am Abend nachvollziehbar ist, wann und wo gearbeitet und nachkontrolliert wurde.
Klinik und Hafen: Betrieb, der nicht unterbrochen wird
Im Krankenhaus laufen Umbauten fast immer neben dem Patientenbetrieb. Rauchmelder werden dann häufig abschnittsweise abgeschaltet, damit Schweißarbeiten keinen Fehlalarm auslösen. Für genau diese Zeit muss jemand anderes aufpassen: Die Brandwache überwacht den Abschnitt, hält Löschmittel bereit und meldet das Ende der Arbeiten, damit die Melder wieder scharf geschaltet werden können.
In Hafenhallen und Werkstätten sind es andere Stoffe: Öle, Paletten, Verpackung und Kraftstoff. Hier prüft die Brandwache vor Beginn, ob brennbares Material weit genug entfernt oder abgedeckt ist, und kontrolliert nach Ende der Arbeiten in festgelegten Abständen nach. Wie lange diese Nachkontrolle dauert, steht in Ihrem Erlaubnisschein.
Vorbereitung eines Einsatzes in Bonn
Bonn liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, und in Nordrhein-Westfalen unterhalten wir kein Büro. Brandwachen übernehmen wir dort vorhabenbezogen: Vor der Zusage klären wir mit Ihnen Dauer, Arbeitszeiten, Nachkontrolle und die Auflagen von Versicherung und Betreiber und prüfen, ob wir die Einsätze mit festen Kräften besetzen können. Bei wiederkehrenden Terminen, etwa über mehrere Wochen einer Sanierung, planen wir dieselben Personen ein.
Vor Beginn werden die Kräfte vor Ort in die vorhandenen Löschmittel, Fluchtwege und Meldewege eingewiesen. Sie haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Vorhaben in Köln oder Troisdorf lassen sich in dieselbe Planung aufnehmen.
Kosten der Brandwache
Der Richtwert beträgt 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Brandwache während der regulären Arbeitszeit ist einfacher zu planen als Einsätze, die am Abend beginnen, weil Säle tagsüber genutzt werden, oder die am Wochenende stattfinden. Auch die Dauer der Nachkontrolle, die Zahl der gleichzeitigen Arbeitsstellen und Anreise und Unterkunft bei längeren Sanierungen beeinflussen den Preis.
Weitere Hinweise für das Land finden Sie unter Brandwache in Nordrhein-Westfalen.


