Eine Altstadt aus acht Jahrhunderten
In Andernach stehen Bauwerke aus fast jeder Epoche seit dem Hochmittelalter. Der Mariendom mit seinen vier Türmen wurde zwischen 1196 und 1220 errichtet und ist heute Hauptkirche der katholischen Pfarreiengemeinschaft. Das Rheintor, die sogenannte Kornpforte, geht auf die Zeit um 1200 zurück. Der Runde Turm, Wahrzeichen der Stadt, entstand zwischen 1440 und 1453 und ist 56 Meter hoch; 2003 wurde er umfassend renoviert.
Dazu kommen die Ruine der Stadtburg mit Bergfried und dem restaurierten Pulverturm von 1493 bis 1495, der Alte Krahnen am Rheinufer, fertiggestellt 1559, und der Stadtpalast von 1600 in der Hochstraße, in dem das Stadtmuseum untergebracht ist. In solchen Gebäuden stecken trockenes Holz, alte Dachstühle und Hohlräume, in denen sich Glut unbemerkt halten kann. Eine Brandwache ist hier mehr als eine Pflichtübung.
Wo in Andernach Heißarbeiten anfallen
Die folgenden Bauwerke und Anlagen nennen wir zur Einordnung, nicht als Auftraggeber:
- Mariendom: romanische Basilika mit Dachstühlen und Türmen
- Runder Turm und die erhaltenen Halbrundtürme der Stadtmauer
- Stadtburg mit Bergfried und Pulverturm, Rheintor und Alter Krahnen
- Burg Namedy aus dem 15. Jahrhundert im gleichnamigen Ortsteil
- Weißblechproduktion von thyssenkrupp Rasselstein: Revisionen mit Schweiß- und Trennarbeiten
- Mittelrheinhalle: Umbauten und Veranstaltungsaufbauten in einem Saal für bis zu 1.000 Gäste
Arbeiten an Denkmälern: was die Brandwache tut
Bei Dacharbeiten am Kirchturm, beim Löten von Rinnen oder beim Trennen alter Eisenanker entstehen Funken und heiße Partikel, die in Fugen, Gebälk oder Taubennester fallen können. Unsere Kraft steht während der Arbeiten am Einsatzort, beobachtet den Funkenflug, hält Löschmittel griffbereit und unterbricht, wenn Gefahr besteht. Vor dem ersten Einsatz wird sie vor Ort in die vorhandenen Löschmittel, Fluchtwege und Meldewege eingewiesen.
Nach Ende der Heißarbeiten beginnt die Nachkontrolle. In alten Dachstühlen kann sich Glut über Stunden halten. Wir bleiben so lange, wie Ihr Erlaubnisschein es vorschreibt, gehen den Bereich wiederholt ab und prüfen angrenzende Räume und Geschosse von Hand auf Wärme. Erst dann geben wir den Arbeitsbereich mit Uhrzeit im Protokoll frei.
Brandwache in Industrie und Halle
In der Industrie fallen Heißarbeiten vor allem bei Revisionen an, wenn Anlagenteile getauscht, Rohrleitungen geschweißt oder Hallendächer erneuert werden. Oft arbeiten mehrere Fremdfirmen gleichzeitig, und der Betrieb läuft in Nachbarbereichen weiter. Die Brandwache kennt dann nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern auch die Alarmwege des Werks und die Ansprechpartner der Werkfeuerwehr oder des Brandschutzbeauftragten, wenn es solche gibt.
In Versammlungsstätten wie der Mittelrheinhalle kann eine Brandsicherheitswache bei Veranstaltungen mit Pyrotechnik, offenem Feuer oder großen Bühnenaufbauten verlangt sein. Ob das der Fall ist und wer sie stellen darf, legt die Genehmigung fest. Wir übernehmen die Aufgabe, soweit sie nicht der Feuerwehr vorbehalten ist. Dazu gehört, Notausgänge und Feuerwehrzufahrten vor Beginn abzugehen, Dekoration auf offensichtliche Zündquellen zu prüfen und bis zum Abbau präsent zu bleiben.
Organisation aus der Ferne, Einsatz vor Ort
Unser Hauptsitz ist Neumünster, Niederlassungen bestehen in Berlin und Bremen. Ein Büro in Rheinland-Pfalz haben wir nicht; Brandwachen in Andernach planen wir vorhabenbezogen. Weil Heißarbeiten häufig kurzfristig angesetzt oder verschoben werden, klären wir vorab, welchen Spielraum wir bei der Besetzung haben, und sagen ab, wenn wir ihn nicht sicher abdecken können.
Jeder Einsatz bekommt einen festen Ansprechpartner und ein Protokoll mit Beginn, Ende, Nachkontrolle und Freigabe. Unsere Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundig geprüft; wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und arbeiten nach DIN 77200. Erreichbar sind wir jederzeit unter +49 4321 78 33 590.
Mehr über die Stadt auf Sicherheitsdienst Andernach, Altbauten im Nachbarort an der Eifelbahn unter Mayen.
Kosten einer Brandwache in Andernach
Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei der Brandwache treibt vor allem die Nachlaufzeit den Aufwand: Endet eine Dacharbeit am späten Nachmittag, reicht die Nachkontrolle leicht in den Abend oder die Nacht, und dann gelten höhere Sätze innerhalb der Spanne. Wochenend- und Feiertagseinsätze bei Revisionen wirken ebenso.
Günstiger wird es, wenn mehrere Arbeitstage am Stück geplant sind und wir die Kraft nicht für jeden Termin neu disponieren müssen. Einen Überblick für das Land gibt Brandwache in Rheinland-Pfalz.


