Eine Altstadt, die aus zwei Bränden entstanden ist
Die Rottenburger Altstadt ist zweimal großflächig abgebrannt. Die Stadtbrände von 1644 und 1735 zerstörten große Teile der mittelalterlichen Bebauung; was danach neu aufgebaut wurde, prägt die Altstadt bis heute als überwiegend barockes Ensemble. Auch der Dom St. Martin wurde nach 1644 grundlegend neu errichtet und am 8. September 1655 geweiht. Der 58 Meter hohe Turm reicht in seinen unteren Geschossen bis um 1280 zurück, der durchbrochene Turmhelm entstand ab 1486.
Für heutige Bauarbeiten heißt das: Hinter Putz und Verkleidung stecken oft Holzbalken, alte Hohlräume und Dachstühle, die über lange Zeit trocken geworden sind. Ein Funke, der beim Trennen oder Löten in eine Fuge fällt, kann dort lange unbemerkt glimmen.
Gebäude mit besonderem Augenmerk
Die folgenden Gebäude sind öffentlich belegt und stehen beispielhaft für den Bestand. Ein Auftrag von uns ist damit nicht verbunden.
- Dom St. Martin am Marktplatz, Kathedrale des Bistums Rottenburg-Stuttgart, 2001 bis 2003 renoviert, wobei das Erdgeschoss des Turms zum Kirchenschiff geöffnet wurde.
- Stiftskirche St. Moriz mit gotischem Kern und Ausmalung im Chor aus dem 15. Jahrhundert.
- Diözesanmuseum, seit 1994 im umgebauten Schiff der früheren Karmeliterklosterkirche.
- Wallfahrtskirche St. Maria im Weggental, zwischen 1682 und 1695 neu gebaut.
- Kulturzentrum Zehntscheuer, ein gründlich saniertes historisches Gebäude in der Altstadt, und die Festhalle an der Seebronner Straße mit modernem Anbau.
- Gewerbehallen in Siebenlinden und Ergenzingen, in denen Schweiß- und Schneidarbeiten an Anlagen und Hallendächern anfallen können.
Was die Brandwache nach Heißarbeiten tut
Bei Schweißen, Brennschneiden, Trennschleifen, Löten oder Arbeiten mit offener Flamme legt der Erlaubnisschein des Auftraggebers fest, ob und wie lange eine Brandwache bleibt. Unsere Kraft ist während der Arbeiten anwesend, achtet auf Funkenflug, hält das Löschmittel griffbereit und deckt brennbare Teile in der Umgebung ab, soweit das abgestimmt ist.
Nach dem Ende der Arbeiten beginnt die eigentliche Nachkontrolle. Die Kraft geht angrenzende Räume, Decken und Dachbereiche ab, prüft Balken, Fugen und Durchbrüche von Hand und achtet auf Brandgeruch oder Rauch. Stellt der Auftraggeber eine Wärmebildkamera bereit, setzen wir sie dabei ein. Erst nach der vereinbarten Zeit wird der Bereich freigegeben und das im Protokoll festgehalten. Alle Kräfte werden vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen.
Wache bei Ausfall der Brandmeldeanlage
Fällt in einem Gewerbebetrieb, einem Saal oder einem Wohnheim die Brandmeldeanlage aus oder muss sie für einen Umbau abgeschaltet werden, verlangen Versicherer und Behörden oft einen Ersatz durch Personal. Eine Brandwache geht dann in festen Abständen alle Melderbereiche ab, prüft Fluchtwege und Rauchabschnitte und meldet Auffälligkeiten sofort an die vereinbarte Stelle.
Diese Wache läuft so lange, bis die Anlage wieder in Betrieb ist, bei Bedarf auch über Nächte und Wochenenden. Allgemeine Hinweise zu Aufgaben und Qualifikation finden Sie auf der Seite Brandwachen.
Planung für einen Auftrag in Baden-Württemberg
Brandwachen planen wir aus unseren Standorten in Neumünster, Berlin und Bremen; in Baden-Württemberg unterhält Staffsec kein Büro. Deshalb prüfen wir jede Anfrage aus Rottenburg zuerst darauf, ob wir die Termine mit eingewiesenen Kräften sicher besetzen können. Bei längeren Arbeiten, etwa einer Dachsanierung über mehrere Wochen, ist das in der Regel besser planbar als bei einem einzelnen Tag.
Bei Zusage erhalten Sie einen festen Ansprechpartner und ein Protokoll je Einsatz mit Beginn, Ende und Freigabe. Einen Überblick über das Land gibt die Seite Brandwache in Baden-Württemberg; zur Stadt allgemein lesen Sie Sicherheitsdienst Rottenburg.
Kosten einer Brandwache
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Brandwachen werden oft kurzfristig und außerhalb der normalen Arbeitszeit gebraucht, etwa wenn Handwerker in einer Kirche nur zwischen den Gottesdiensten arbeiten können oder eine Brandmeldeanlage über Nacht ausfällt. Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden schieben den Preis daher nach oben, ein planbarer Einsatz am Werktag liegt niedriger.
Für ein Angebot brauchen wir Ort, Art der Arbeiten, Zeitraum und die Dauer der geforderten Nachkontrolle.


