Eine Stadt der Verwaltungen und Einrichtungen
Seit 1821 ist Rottenburg Sitz des katholischen Bischofs in Württemberg. Zum Bistumssitz gehören heute das Bischöfliche Palais, das Priesterseminar, die Diözesanbibliothek und die Katholische Hochschule für Kirchenmusik. Weltlich ergänzen das Amtsgericht, die Forstabteilung des Landratsamts und die Stadtverwaltung dieses Bild, dazu die Hochschule für Forstwirtschaft im Schadenweiler Hof südlich der Kernstadt. Rund 45.600 Menschen lebten Ende 2025 in Rottenburg, verteilt auf Kernstadt und siebzehn Stadtteile.
Für den Objektschutz ergibt sich daraus ein besonderes Profil. Viele Gebäude sollen einladend bleiben, Besucher dürfen nicht abgeschreckt werden, und trotzdem muss nach Dienstschluss klar sein, wer sich noch im Haus aufhält. Ein uniformierter Posten vor jeder Tür wäre hier fehl am Platz. Gefragt ist eher eine ruhige Präsenz am Empfang und ein gründlicher Schließdienst am Abend.
Gebäudearten, an denen Objektschutz in Rottenburg anfällt
Die folgenden Orte sind öffentlich belegt. Sie zeigen, welche Art von Objekten es gibt, und sind keine Liste von Auftraggebern.
- Eugen-Bolz-Platz mit dem Bischöflichen Palais und weiteren Häusern der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
- Amtsgericht, Rathaus und die Forstabteilung des Landratsamts, Häuser mit Publikumsverkehr zu festen Öffnungszeiten.
- Einzelhandel entlang der Königstraße und rund um den Marktplatz, wo Schaufenster und Hofeinfahrten nach Ladenschluss ohne Aufsicht sind.
- Parkdeck Rathaus, Parkhaus Schütte, Parkhaus Museum und Parkhaus Anker-EKZ, die von den Stadtwerken betrieben werden.
- Leer stehende Gewerbe- und Ladenflächen, für die die Stadt eine eigene Leerstandsbörse aufbaut.
Wenn ein Gebäude leer steht
Ein leerer Laden in der Innenstadt oder eine ungenutzte Halle in Siebenlinden zieht schneller Aufmerksamkeit auf sich als ein bewohntes Haus. Werbung im Briefkasten, ein offenes Oberlicht oder Spuren an der Hintertür verraten, dass niemand mehr hinsieht. Unsere Kräfte gehen solche Objekte in unregelmäßigen Abständen ab, prüfen Schlösser, Fenster und Zähler, entfernen Post aus dem Einwurf und melden Schäden an Dach oder Fassade mit Foto.
Steht die Neuvermietung bevor, öffnen wir auf Wunsch für Besichtigungen und schließen danach wieder ab. So bleibt das Objekt in einem Zustand, in dem es sich vorzeigen lässt, und Versicherer sehen anhand der Berichte, dass regelmäßig kontrolliert wurde.
Empfang, Schließdienst und Kontrollgang im Vergleich
Welche Form passt, hängt vom Gebäude und vom Tagesablauf ab. Die Übersicht zeigt, wofür sich die drei häufigsten Formen eignen.
| Form | Typischer Einsatz in Rottenburg | Was dokumentiert wird |
|---|---|---|
| Empfangsdienst | Verwaltungs- und Bildungshäuser mit Besuchern | Besucher, Ausweise, Übergaben |
| Schließdienst | Säle, Büros und Parkhäuser nach Betriebsende | Uhrzeit, verschlossene Türen, Auffälligkeiten |
| Kontrollgang | Leerstand, Lager, Ladenzeilen | Befund je Kontrollpunkt mit Uhrzeit und Foto |
Oft kombinieren Auftraggeber zwei Formen, etwa einen Empfang bis zum frühen Abend und danach einen Schließdienst. Mehr zu den Grundlagen lesen Sie auf der Seite Objektschutz.
Ohne Büro im Land: wie wir in Rottenburg planen
Unser Hauptsitz ist Neumünster, Niederlassungen haben wir in Berlin und Bremen. Baden-Württemberg liegt außerhalb dieser Kernregion, und einen Standort im Land unterhalten wir nicht. Einen Auftrag in Rottenburg nehmen wir deshalb erst an, wenn wir Personal und Vertretung für die gesamte Laufzeit verbindlich klären konnten. Gelingt das nicht, erfahren Sie es von uns direkt und nicht erst nach Vertragsbeginn.
Kommt der Auftrag zustande, erhalten Sie einen festen Ansprechpartner, eine schriftliche Dienstanweisung und Berichte zu jedem Einsatz. Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor dem ersten Dienst im Gebäude eingewiesen. Einen Überblick über das Land finden Sie unter Objektschutz in Baden-Württemberg, die allgemeine Stadtseite unter Sicherheitsdienst Rottenburg.
Was Objektschutz in Rottenburg kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Empfang am Werktag liegt eher im unteren Teil dieser Spanne, ein Schließdienst spät am Abend oder an Sonn- und Feiertagen eher darüber. Bei Kontrollgängen an leerstehenden Objekten hängt der Preis vor allem davon ab, wie oft und zu welchen Uhrzeiten wir vorbeikommen sollen.
Für ein Angebot brauchen wir Adresse, Nutzung, gewünschte Zeiten und Hinweise auf vorhandene Technik wie Alarmanlage oder Zutrittssystem.


