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Kontrollgangder Rundgang mit Plan

Sie wissen danach, wie ein Kontrollgang aufgebaut ist, welche Punkte dazugehören und wie Sie seine Qualität überprüfen.

Glossar · 2 Min. LesezeitVon Manuel Rutsch · Stand 7. Oktober 2026

Was einen Kontrollgang ausmacht

Ein Kontrollgang ist der planmäßige Rundgang einer Sicherheitskraft durch ein Gebäude oder Gelände. Anders als ein Spaziergang folgt er einer festgelegten Route mit Kontrollpunkten, an denen etwas Bestimmtes geprüft wird: eine Tür, ein Technikraum, ein Notausgang, ein Zaunabschnitt. Er gehört zum Kern des Objektschutzes und wird im Revierdienst auch für mehrere Objekte nacheinander gefahren.

Was genau an jedem Punkt zu tun ist, steht in der Dienstanweisung. Ohne diese Festlegung prüft jede Kraft etwas anderes, und Lücken fallen erst auf, wenn etwas passiert ist.

Typische Kontrollpunkte

BereichWas geprüft wird
AußenhautTüren, Tore, Fenster, Rolltore verschlossen; Spuren am Zaun oder an Schlössern
Flucht- und Rettungswegefrei, Türen nicht verkeilt, Beleuchtung und Beschilderung in Ordnung
TechnikräumeGerüche, Geräusche, Wasser am Boden, Störmeldungen
BrandschutzFeuerschutztüren geschlossen, Feuerlöscher an ihrem Platz, keine Zündquellen
AußengeländeBeleuchtung, abgestellte Fahrzeuge, Material, offene Container

Jedes Objekt hat eigene Schwerpunkte. In einer Lagerhalle stehen die Rolltore im Vordergrund, in einem Bürogebäude die vergessenen offenen Fenster und eingeschalteten Geräte nach Feierabend.

Nachweis und Zeitwahl

Damit ein Kontrollgang belegbar ist, quittiert die Kraft jeden Punkt elektronisch, früher über Stechuhren, heute über NFC-Punkte oder ein Wachrundgang-Kontrollsystem mit App. So entsteht ein Bericht mit Uhrzeit, Reihenfolge und Auffälligkeiten, auf Wunsch mit Fotos.

Ebenso wichtig ist die Zeitwahl. Ein Rundgang, der jede Nacht zur gleichen Minute beginnt, kann von außen beobachtet werden. Wechselnde Startzeiten und wechselnde Reihenfolgen machen die Präsenz schwer berechenbar. Bei Kontrollgängen in Alleinarbeit regelt die Gefährdungsbeurteilung, wie die Kraft überwacht und im Notfall gefunden wird.

Woran Sie gute Kontrollgänge erkennen

  • Die Route und die Kontrollpunkte sind schriftlich festgelegt und werden bei Umbauten angepasst.
  • Die Berichte zeigen nicht nur Haken, sondern auch Befunde und deren Erledigung.
  • Auffälligkeiten werden gemeldet, bevor Sie selbst darauf stoßen.
  • Die Zeiten variieren erkennbar.

Staffsec dokumentiert Kontrollgänge digital mit Zeitstempel und Fotos, damit Sie jederzeit nachvollziehen können, was wann geprüft wurde.

Häufige Fragen

Fragen zum Begriff kurz beantwortet

Wie viele Kontrollgänge pro Nacht sind üblich?+

Das hängt von Objektgröße, Risiko und Budget ab. Statt einer festen Zahl ist es sinnvoller, die Kontrollpunkte und die Mindestabstände zu vereinbaren und die Zeiten bewusst zu variieren.

Was ist der Unterschied zwischen Kontrollgang und Streife?+

Der Kontrollgang folgt festen Prüfpunkten innerhalb eines Objekts. Die Streife bewegt sich eher durch ein Gebiet und zeigt Präsenz, etwa in einer Wohnanlage oder Einkaufslage.

Was passiert, wenn bei einem Kontrollgang ein Mangel auffällt?+

Die Kraft sichert, soweit möglich, selbst, etwa durch Schließen einer Tür. Alles Weitere meldet sie nach dem vereinbarten Meldeweg und vermerkt es im Bericht.

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