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Werkfeuerwehrdie eigene Feuerwehr im Industriebetrieb

Sie wissen danach, wann eine Werkfeuerwehr nötig ist, was sie leistet und wo Brandwache und Werkschutz sie ergänzen.

Glossar · 2 Min. LesezeitVon Manuel Rutsch · Stand 7. Oktober 2026

Eine Feuerwehr mit behördlicher Anerkennung

Eine Werkfeuerwehr ist eine betriebliche Feuerwehr, die von der zuständigen Behörde nach dem Brandschutzgesetz des jeweiligen Landes staatlich anerkannt ist. Sie hält eigenes, speziell ausgebildetes Personal, eigene Fahrzeuge und eigene Ausrüstung vor und ist im Betrieb für den abwehrenden Brandschutz und die technische Hilfe zuständig.

Typisch sind Werkfeuerwehren in Chemie- und Raffineriestandorten, Kraftwerken, großen Häfen, Flughäfen und Industrieanlagen mit besonderen Gefahren. Für Betriebe mit besonderem Risiko kann die Behörde eine Werkfeuerwehr auch anordnen.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

BegriffWas dahintersteht
Werkfeuerwehrstaatlich anerkannt, mit Rechten und Pflichten ähnlich einer öffentlichen Feuerwehr auf dem Betriebsgelände
Betriebsfeuerwehrfreiwillig vom Betrieb aufgestellt, ohne staatliche Anerkennung; ergänzt die öffentliche Feuerwehr
BrandschutzhelferBeschäftigte, die im Entstehungsfall mit Feuerlöschern eingreifen und die Räumung unterstützen
Brandwache / Brandsicherheitswachezeitlich begrenzte Überwachung bei Heißarbeiten, Veranstaltungen oder ausgefallener Brandmeldetechnik
WerkschutzSicherheitsdienst für Zutritt, Kontrolle und Objektschutz; arbeitet mit der Werkfeuerwehr zusammen

Die Unterschiede sind mehr als Begriffe. Eine Werkfeuerwehr übernimmt am Standort Aufgaben, die sonst die öffentliche Feuerwehr erfüllt. Eine Brandwache dagegen beobachtet, meldet und greift im Entstehungsfall ein, ersetzt aber keine Feuerwehr.

Zusammenarbeit am Standort

Am Industriestandort laufen Werkfeuerwehr, Werkschutz und Leitstelle eng zusammen. Bei einem Alarm öffnet der Werkschutz die Tore, lotst Einsatzfahrzeuge, sperrt Bereiche ab und hält Zufahrten frei. Die Werkfeuerwehr übernimmt die Gefahrenabwehr und arbeitet bei größeren Lagen mit der öffentlichen Feuerwehr zusammen.

  • gemeinsame Alarm- und Einsatzpläne mit klaren Zuständigkeiten
  • abgestimmte Funk- und Meldewege
  • Ortskenntnis über Gefahrstofflager, Löschwasser und Absperrungen
  • regelmäßige gemeinsame Übungen, auch mit der öffentlichen Feuerwehr
  • Brandwachen bei Revisionen und Heißarbeiten zur Entlastung der Werkfeuerwehr

Gerade bei großen Revisionen mit vielen Fremdfirmen braucht es zusätzliche Kräfte für Brandwachen und Zutrittskontrolle. Staffsec stellt Brandwachen und Werkschutz für Industriestandorte in Norddeutschland und stimmt die Abläufe mit Werkfeuerwehr und Betreiber ab.

Häufige Fragen

Fragen zum Begriff kurz beantwortet

Wer entscheidet, ob ein Betrieb eine Werkfeuerwehr braucht?+

Die zuständige Behörde nach dem Brandschutzrecht des Landes. Sie kann eine Werkfeuerwehr anerkennen, wenn der Betrieb sie aufstellt, und sie bei besonderer Gefährdung auch anordnen.

Kann ein Sicherheitsdienst die Werkfeuerwehr ersetzen?+

Nein. Ein Sicherheitsdienst kann Brandwachen, Werkschutz und Zutrittskontrolle übernehmen und die Werkfeuerwehr entlasten. Die Aufgaben einer anerkannten Werkfeuerwehr bleiben bei ihr.

Was ist der Unterschied zwischen Werk- und Betriebsfeuerwehr?+

Die Werkfeuerwehr ist staatlich anerkannt und hat am Standort weitergehende Befugnisse. Die Betriebsfeuerwehr ist eine freiwillige Einrichtung des Unternehmens ohne diese Anerkennung.

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