Eine Stadt aus zwei Gemeinden, mit sehr unterschiedlichem Gebäudebestand
Aue-Bad Schlema gibt es in dieser Form erst seit dem 1. Januar 2019, als die Stadt Aue und die Gemeinde Bad Schlema zusammengingen. Heute ist sie die Große Kreisstadt mit den meisten Einwohnern im Erzgebirgskreis, verteilt auf die Stadtteile Aue, Alberoda, Bad Schlema und Wildbach. Der Bestand an Gebäuden spiegelt diese Geschichte: Im Talkessel von Aue stehen Gründerzeithäuser, Verwaltungsbauten und Fabriken aus über einem Jahrhundert Metallverarbeitung, in Bad Schlema prägen Kurhaus, Bäder, Hotels und Pensionen das Bild.
Dazwischen liegen Flächen aus der Zeit des Uranbergbaus, den die Wismut ab 1946 betrieb und der hier bis 1990 dauerte. Aue war damals Sitz der Verwaltungszentrale. Ein Teil der damaligen Gebäude ist heute umgenutzt, ein anderer steht leer oder wurde zurückgebaut. Für den Objektschutz heißt das: Es gibt nicht das eine typische Objekt, sondern sehr unterschiedliche Häuser mit eigenen Schwachstellen.
Gebäude, bei denen Objektschutz in Aue-Bad Schlema sinnvoll ist
Die folgenden Beispiele beschreiben Gebäudearten und Lagen in der Stadt, keine Auftraggeber:
- Brachen und Leerstand: Die Stadt führt die Industriebrache an der Brückenstraße und den Rückbau der früheren Kaufhalle Am Eichert 22 als Förderprojekte. Bis zum Abriss oder zur neuen Nutzung locken solche Gebäude Metalldiebe und Sprayer an.
- Handel am Wettinerplatz: Die frühere Produktionshalle von Textima ist zu einem Einkaufszentrum umgebaut worden. Hier geht es um Präsenz zu Ladenschluss, an Samstagen und in der Vorweihnachtszeit.
- Kultur und Sammlungen: Das denkmalgeschützte Kulturhaus Aue mit Orchester, Musikschule und Galerie sowie das Stadtmuseum im Huthaus an der Bergfreiheit bewahren Instrumente, Exponate und Archivgut.
- Verwaltung: Die Stadtverwaltung in der Goethestraße 5 und weitere öffentliche Häuser mit Publikumsverkehr, Akten und Technik.
- Kur- und Gästehäuser in Bad Schlema, deren Belegung saisonal schwankt und die zeitweise nur teilweise genutzt werden.
Was ein leerstehendes Gebäude anders macht als ein bewohntes
In einem genutzten Haus fällt ein aufgebrochenes Fenster am nächsten Morgen auf. In einer Brache bemerkt es womöglich wochenlang niemand. Bis dahin sind Kabel aus den Wänden gezogen, Kupferrohre abgesägt und Leitungen beschädigt, und mit jedem Schaden steigen die Kosten für Rückbau oder Sanierung. Bei Gebäuden in Talnähe kommt hinzu, dass eindringendes Wasser nach einem Starkregen nicht bemerkt wird.
Unser Ansatz für leere Objekte ist deshalb ein regelmäßiger, aber unregelmäßig getakteter Kontrollgang: Zugänge, Fenster, Zaun und Dach von außen, auf Wunsch auch die Innenräume. Jeder Befund wird mit Uhrzeit und Foto im Bericht festgehalten, damit Eigentümer, Versicherung oder Fördergeber den Zustand belegen können.
Bei genutzten Gebäuden wie Kulturhaus oder Verwaltung verschiebt sich der Schwerpunkt: Dort zählen Empfang, Besucherlenkung bei Veranstaltungen und die Schließrunde, wenn der letzte Mitarbeiter gegangen ist.
Unsere Leistungen im Objektschutz
Je nach Gebäude stellen wir die Bausteine zusammen:
- Empfangs- und Pfortendienst mit Besucheranmeldung und Ausgabe von Ausweisen nach Ihrer Vorgabe.
- Schließrunden nach Dienstschluss mit Kontrolle von Fenstern, Türen, Licht und Heizung.
- Kontrollgänge in leerstehenden Objekten, als Nachtdienst oder als Einzelkontrolle in festen Abständen.
- Präsenz in Geschäftsbereichen zu Ladenschluss und bei verkaufsoffenen Tagen.
- Alarmverfolgung, wenn Ihre Einbruchmeldeanlage auf einen Dienstleister aufgeschaltet ist, der uns verständigt.
Grundsätzliches zur Leistung lesen Sie unter Objektschutz. Einen Überblick über die Stadt finden Sie auf der Seite Sicherheitsdienst Aue-Bad Schlema.
Vorhabenbezogen im Erzgebirge
Sachsen gehört nicht zu unserer Kernregion Nord, und wir haben im Freistaat kein Büro. Objekte in Aue-Bad Schlema übernehmen wir vorhabenbezogen. Vor jedem Angebot klären wir, ob sich Kräfte mit Vertretung für die gesamte Laufzeit verlässlich planen lassen und wie die Anfahrt aussieht. Erst wenn beides passt, sagen wir zu. Lassen sich mehrere Objekte in der Umgebung bündeln, etwa in Schneeberg oder Zwickau, wird die Planung leichter.
Unsere Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder haben die Sachkundeprüfung, wo die Aufgabe sie verlangt. Wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200. Die Landesübersicht steht unter Objektschutz in Sachsen.
Was Objektschutz kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei einem leeren Gebäude, das nur kontrolliert wird, rechnen wir nach Zahl und Dauer der Kontrollen; ein fester Empfang wird dagegen über die Stunden der Besetzung abgerechnet.
Den Preis beeinflussen Tageszeit, Wochenend- und Feiertagsanteil, die geforderte Qualifikation und die Anfahrt. Nach einem Termin am Gebäude erhalten Sie ein festes Angebot.


