Vom Hammerwerk zur Metallchemie
Die gewerbliche Geschichte Aues beginnt im Montanwesen. Der Auer Hammer wird schon für das 17. Jahrhundert erwähnt, im 18. Jahrhundert verarbeiteten drei Besteckfabriken Neusilber, und die Weißerdenzeche St. Andreas lieferte ab 1711 Kaolin an die Porzellanmanufaktur Meißen. Nach 1990 wurde vieles stillgelegt oder neu aufgestellt, aber die Metallverarbeitung ist geblieben.
Größter Industriebetrieb ist die Nickelhütte Aue. Sie gewinnt Nickel, Kupfer und Kobalt aus gebrauchten Katalysatoren der Öl-, Gas- und Chemieindustrie und beschäftigte nach eigenen Angaben Ende 2022 fast 500 Menschen. Das Auerhammer Metallwerk fertigt nach seinem Neubeginn Flachwalzprodukte und Nickelerzeugnisse. Gebrüder Leonhardt mit der Marke Blema Kircheis baut Verpackungsmaschinen, AWEBA Werkzeugbau beliefert die Automobilindustrie, und Xetma Vollenweider hat eine Produktionsstätte für Textilveredlungsmaschinen in Alberoda. Die Weberei Curt Bauer stellt Tisch- und Bettwäsche her.
Wo Werkschutz in Aue-Bad Schlema ansetzt
Die Aufzählung nennt Betriebsarten und Lagen, keine Kunden:
- Metallrecycling mit Gefahrstoffen, Schmelzanlagen und eigenem Werksverkehr, wo jede Person am Tor eingewiesen sein muss.
- Walzwerk und Metallbearbeitung mit Coils, Blechen und Halbzeug, die auf dem Hof lagern und hohen Materialwert haben.
- Maschinenbau mit Montagehallen, in denen Kundenmaschinen bis zur Auslieferung stehen.
- Textilbetriebe mit Lagern für Garne und fertige Ware.
- Gewerbegebiete Alberoda I und II, die über die S 255 an die A 72 angebunden sind, sowie das Gewerbegebiet am Bahnhof, in dem neue Firmengebäude entstehen.
Talstraßen, wenige Zufahrten, Schichtwechsel
Viele Werke in Aue liegen eng an der Zwickauer Mulde oder am Schwarzwasser, mit Zufahrten direkt von B 101, B 169 oder B 283. Platz für Wartespuren gibt es selten. Wenn sich zum Schichtwechsel Pkw der Belegschaft und Lkw der Spediteure an derselben Einfahrt treffen, entscheidet eine geregelte Pforte darüber, ob der Verkehr fließt und wer auf das Gelände gelangt.
In einem Recyclingbetrieb kommt hinzu, dass angelieferte Ware selbst Wert hat. Nickel- und kupferhaltige Stoffe ziehen Diebe an, und Fremdfirmen bei Revisionen kennen das Gelände oft nicht. Werkschutz heißt dort: Wiegeschein und Ladung abgleichen, Fremdfirmen nur mit Freigabe und Einweisung einlassen, Bereiche mit Gefahrstoffen nur nach Regel betreten.
Bausteine unseres Werkschutzes
Was wir für Ihr Werk übernehmen, legen wir gemeinsam fest:
- Pfortendienst im Schichtbetrieb mit Anmeldung von Besuchern, Fahrern und Fremdfirmen nach Ihrer Freigabeliste.
- Kontrolle von Lieferpapieren, Wiegescheinen und Ladung bei Ein- und Ausfahrt.
- Rundgänge über Hallen, Lagerflächen und Zaun mit Prüfung von Toren, Notausgängen und Beleuchtung.
- Einweisung der Feuerwehr am Tor bei einem Brand und Freihalten der Zufahrt.
- Schichtbericht mit Uhrzeit, Ereignis und Maßnahme, auf Wunsch täglich an Ihre Werkleitung.
Mehr zur Leistung allgemein steht unter Werkschutz, den Überblick für den Freistaat finden Sie bei Werkschutz in Sachsen.
So planen wir einen Standort im Westerzgebirge
In Sachsen arbeiten wir ohne eigenes Büro und übernehmen Werke vorhabenbezogen. Für einen Dauerauftrag in Aue-Bad Schlema prüfen wir vorab, ob ein fester Stamm an Kräften mit Vertretung über die ganze Laufzeit zur Verfügung steht. Denn im Werkschutz zählt, dass dieselben Gesichter am Tor stehen und die Abläufe kennen. Betriebe in Zwickau oder Chemnitz lassen sich in diese Planung einbeziehen.
Für Tätigkeiten mit Kontroll- und Zugangsaufgaben setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein. Vor dem ersten Dienst werden sie in Ihre Arbeitsschutz- und Gefahrstoffregeln eingewiesen. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Kosten für Werkschutz in Aue-Bad Schlema
Richtwert sind 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil Werkschutz meist dauerhaft und mit festem Dienstplan läuft, lässt er sich gut kalkulieren, und das schlägt sich im Angebot nieder.
Weitere Faktoren sind die Zahl der Nacht- und Wochenendschichten, der Anteil an Aufgaben mit Sachkundeprüfung, zusätzliche Kräfte bei Revisionen und die Anfahrt ins Erzgebirge. Nach einer Begehung von Tor und Gelände legen wir ein festes Angebot vor.


