Betriebsgelände in einem Wohnstadtteil
Wer an Werkschutz denkt, denkt an Häfen und Industrieparks. Die Vahr ist anders gebaut: Sie entstand ab Mitte der 1950er Jahre als geplanter Wohnstadtteil, und die Versorgung wurde gleich mitgeplant. Für die Neue Vahr errichteten die damaligen Stadtwerke ein eigenes Heizkraftwerk, das seit 1957 Wärme liefert. Im Dezember 1959 ging dort ein Gasturbinen-Heizkraftwerk in Betrieb, das den Stadtteil mit Strom und Fernwärme versorgte. Die Energieversorgung ist hier also Teil des Stadtteils selbst und nicht in ein fernes Industriegebiet ausgelagert.
Daneben gibt es Gewerbe an der Emil-Sommer-Straße und der Sonneberger Straße sowie ein Gewerbegebiet im hinteren Teil der früheren Kaserne, in deren Gebäuden seit 1999 das Polizeipräsidium sitzt. Der Werkschutz muss hier zwei Dinge leisten: den Betrieb nach innen schützen und gleichzeitig Rücksicht auf ein bewohntes Umfeld nehmen.
Wo Werkschutz in der Vahr ansetzt
Diese Flächen beschreiben den typischen Bedarf im Stadtteil und seinem direkten Umfeld. Genannt werden Orte, keine Kunden:
- Das Heizkraftwerk Vahr mit technischen Anlagen, die rund um die Uhr laufen
- Gewerbe- und Dienstleistungsflächen an der Emil-Sommer-Straße und der Sonneberger Straße
- Das Gewerbegebiet im hinteren Bereich der früheren Kaserne an der Straße In der Vahr
- Leitungstrassen für Fernwärme und Glasfaser, an denen Fremdfirmen über Wochen arbeiten
- Das Gewerbeareal Hastedter Linse an der Stresemannstraße, gleich jenseits der Stadtteilgrenze
Tor, Pforte und Fremdfirmen
Der Kern jedes Werkschutzes ist die Kontrolle am Zugang. Unsere Kräfte gleichen Fahrzeuge und Personen mit Ihren Listen ab, stellen Besucherausweise aus, weisen Lieferanten den Weg zur richtigen Rampe und halten fest, wer wann gekommen und gegangen ist. Gerade bei Anlagen der Energieversorgung zählt, dass nur eingewiesene Personen bestimmte Bereiche betreten.
In der Vahr kommt eine Besonderheit hinzu: Im Stadtteil wird derzeit viel gebaut und verlegt. Für die neue Straßenbahnverbindung der Linie 2 wird die Steubenstraße für mindestens drei Jahre gesperrt, die Konrad-Adenauer-Allee wurde dafür auf Verkehr in beiden Richtungen umgestellt. Gleichzeitig laufen Glasfaserarbeiten, und im März 2025 befasste sich der Beirat mit der Planänderung einer Fernwärmeverbindungsleitung. Für Betriebe heißt das: Mehr Fremdfirmen auf dem Gelände, geänderte Anfahrtswege und Lieferverkehr, der sich andere Routen sucht. Wir stimmen Zeitfenster ab, prüfen Arbeitserlaubnisse und behalten im Blick, wer sich nach Arbeitsende noch auf dem Gelände aufhält.
Rundgänge außerhalb der Betriebszeit
Nachts und am Wochenende verlagert sich die Aufgabe vom Tor auf das Gelände. Bei Rundgängen prüfen wir Zäune, Tore und Außentüren, kontrollieren Technikräume nach Ihrer Vorgabe, achten auf ungewöhnliche Geräusche, Gerüche oder Wasseraustritte und melden Auffälligkeiten sofort an die Bereitschaft. Weil viele Flächen in der Vahr direkt an Wohnwege und Grünanlagen grenzen, achten wir besonders auf Stellen, an denen Zäune überstiegen oder Tore offen gelassen werden.
Hat ein Betrieb mehrere kleinere Standorte, etwa in der Vahr und im benachbarten Hastedt, kann eine Kraft die Rundgänge nacheinander übernehmen, solange die vereinbarten Zeiten eingehalten werden.
Qualifikation und Organisation
Bremen liegt in unserer Kernregion Nord, die Planung übernimmt unsere Niederlassung Bremen mit Kräften aus dem eigenen Personalstamm. Alle verfügen mindestens über die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Pforten mit Zutrittsentscheidungen setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Grundlage unserer Arbeit sind die Zertifizierungen nach ISO 9001 und DIN 77200.
Vor dem Start erstellen wir mit Ihnen eine Dienstanweisung: Welche Tore wann offen sind, wer Ausweise ausstellen darf, wer bei einer Störung zu informieren ist. Die Kräfte werden auf dem Gelände eingewiesen, bevor sie allein Dienst tun. Jede Schicht endet mit einem schriftlichen Bericht, besondere Vorkommnisse melden wir sofort.
Kosten bei Dauer- und Teilbesetzung
Werkschutz läuft meist über Monate oder Jahre, deshalb lohnt es sich, die Besetzung genau zu planen. Als Richtwert rechnen Sie mit 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine durchgehend besetzte Pforte mit festen Schichten liegt anders als eine Besetzung nur zu Schichtwechseln oder Anlieferzeiten, ergänzt um Rundgänge in der Nacht.
Welche Variante passt, klären wir bei der Begehung. Einen Überblick über den Stadtteil finden Sie unter Sicherheitsdienst Bremen-Vahr.


