Welche Gebäude Schnelsen prägen
Rund 31.300 Menschen leben auf neun Quadratkilometern im Nordwesten des Bezirks Eimsbüttel. Den Charakter bestimmen weniger Bürotürme als Wohnungen: In den 1990er-Jahren entstanden in Burgwedel und rund um die Süntelstraße Häuser für etwa 6.000 Bewohner, dazu kommen ältere Reihenhauszeilen und Mehrfamilienhäuser zwischen Frohmestraße und Oldesloer Straße. Der Anteil der Menschen über 64 liegt mit knapp 20 Prozent über dem Hamburger Mittel, der Anteil der Kinder und Jugendlichen ebenfalls.
Daneben gibt es Gebäude mit Publikumsverkehr: das IKEA-Einrichtungshaus am Wunderbrunnen, Läden an der Frohmestraße, die Adventskirche am Kriegerdankweg, die Bait-Ul-Rasheed-Moschee mit dem 2012 ergänzten „Haus des Gerechten“ und mehrere Gemeindezentren. Objektschutz heißt hier deshalb selten Dauerwache am Werkstor, sondern meist ein Mix aus Schließdienst, Kontrollgang und gezielter Präsenz zu bestimmten Zeiten.
Typische Objekte und ihre Schwachstellen
Bei Begehungen in einem Stadtteil wie Schnelsen fallen immer wieder dieselben Punkte auf. Die folgende Übersicht beschreibt Lagen und Gebäudearten, nicht Auftraggeber:
- Wohnanlagen in Burgwedel mit Tiefgaragen, Fahrradräumen und Durchgängen zwischen den Höfen, die abends kaum jemand im Blick hat
- Mehrfamilienhäuser an der Süntelstraße und an der Spanischen Furt, bei denen Haustüren nicht ins Schloss fallen und Kellerabteile aufgebrochen werden
- Große Parkflächen am Einrichtungshaus Wunderbrunnen, die nach Geschäftsschluss leer und dunkel daliegen
- Kirchen, Moschee und Gemeindesäle am Kriegerdankweg und an der Hogenfelder Straße, die zwischen Veranstaltungen leer stehen
- Ladenzeilen an der Frohmestraße mit Rückseiten, Anlieferhöfen und Müllplätzen
- Leerstehende oder umzubauende Gebäude, etwa während Sanierung oder Eigentümerwechsel
Was unsere Kräfte vor Ort tun
Am Anfang steht eine Begehung mit Ihnen oder Ihrer Hausverwaltung. Wir sehen uns Türen, Schlösser, Beleuchtung, Kameras und die Wege an, auf denen Unbefugte typischerweise hineinkommen. Daraus entsteht eine schriftliche Dienstanweisung: welche Türen zu welcher Uhrzeit geprüft werden, wer bei einem Schaden informiert wird und wie mit Personen umzugehen ist, die sich ohne Grund im Haus aufhalten.
Im Dienst schließen unsere Kräfte Gemeinschaftsräume ab, gehen Tiefgaragen und Kellergänge ab, sprechen Personen an, die dort nichts zu suchen haben, und machen vom Hausrecht nach Ihrer Vorgabe Gebrauch. Defekte Lampen, offene Brandschutztüren oder Wasserschäden werden mit Foto und Uhrzeit gemeldet. So bekommen Eigentümer und Verwalter einen Bericht, mit dem sie Handwerker gezielt schicken können.
Bei Gemeindehäusern und Sälen übernehmen wir auf Wunsch auch den Aufschluss vor einer Veranstaltung und den Kontrollgang danach, damit nach dem letzten Gast kein Fenster offen und kein Herd an bleibt.
Lage an Autobahn und Landesgrenze
Die A 7 schneidet Schnelsen in zwei Hälften, mit den Anschlussstellen Schnelsen und Schnelsen-Nord auf kurzer Strecke. Seit Ende 2019 läuft der Verkehr südlich der Anschlussstelle Schnelsen unter einem 560 Meter langen Deckel, auf dem heute der Dorothea-Buck-Park und Kleingärten liegen. Für Objekte bedeutet die Autobahn zweierlei: gute Erreichbarkeit für Kunden und Lieferanten, aber auch schnelle Wege für Täter.
Nördlich und westlich grenzen Bönningstedt, Ellerbek, Rellingen und Norderstedt an. Wer Gebäude auf beiden Seiten der Grenze hat, kann sie bei uns in einem Auftrag zusammenfassen. Jedes Objekt erhält trotzdem eigene Kontrollzeiten und einen eigenen Bericht, damit klar bleibt, welche Stelle in Hamburg oder Schleswig-Holstein zuständig ist.
Organisation, Personal und Nachweise
Hamburg gehört zu unserer Kernregion Nord. Die Einsätze planen wir aus dem Hauptsitz in Neumünster, der über die A 7 direkt mit Schnelsen verbunden ist; ein eigenes Büro im Stadtteil haben wir nicht. Eingesetzt wird Personal aus unserem eigenen Stamm, das mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO besitzt. Für Aufgaben mit Kontrollgängen in öffentlich zugänglichen Bereichen setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung ein.
Wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200. Für jedes Objekt gibt es feste Ansprechpartner und eingewiesene Vertretungen, damit auch in Urlaubszeiten jemand Ihr Haus kennt. Rund um die Uhr erreichen Sie unsere Leitstelle unter +49 4321 78 33 590. Eine Übersicht über das Land finden Sie unter Objektschutz Hamburg.
Womit Sie bei den Kosten rechnen
Für Objektschutz in Schnelsen gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo Ihr Auftrag in dieser Spanne liegt, hängt vor allem davon ab, ob eine Kraft dauerhaft vor Ort bleibt oder ob einzelne Kontrollgänge und Schließrunden reichen, wie viele Stunden auf Nacht, Sonntag und Feiertag fallen und welche Qualifikation die Aufgabe verlangt.
Für viele Wohnanlagen ist eine Kombination sinnvoll: ein fester Schließdienst am Abend, ergänzt durch wechselnde Kontrollen in der Nacht. Das kostet deutlich weniger als eine Dauerwache und deckt die Zeiten ab, in denen am meisten passiert. Alle Leistungen im Stadtteil finden Sie auf der Seite Sicherheitsdienst Hamburg-Schnelsen.


