Ein Stadtteil mit Handelsgeschichte
Schnelsen hat in der Hamburger Wirtschaftsgeschichte einen festen Platz: Im August 1949 gründete Werner Otto hier seinen Versandhandel, dessen erster Katalog ein Jahr später 28 Paar Schuhe zeigte. Das Unternehmen zog bald nach Hamm und später nach Bramfeld, doch die Verbindung von Handel und guter Autobahnlage ist geblieben. Heute liegt an der Ausfahrt Schnelsen-Nord eines der drei Hamburger IKEA-Häuser, mit einer Warenausgabe, die montags bis samstags ab 6 Uhr geöffnet ist.
Hinzu kommen Gewerbe- und Handwerksbetriebe entlang der Holsteiner Chaussee und der Oldesloer Straße, die als Bundesstraßen 4 und 447 durch den Stadtteil führen, sowie das Albertinen-Krankenhaus mit 628 Betten, dessen Lieferhof, Technik und Parkflächen ähnliche Abläufe haben wie ein mittleres Werk. Werkschutz bedeutet hier, Waren- und Personenströme zu ordnen, nicht Hochöfen zu bewachen.
Wo Werkschutzaufgaben anfallen
Die folgenden Lagen beschreiben Standortarten im Stadtteil, an denen Pforten- und Kontrolldienste typischerweise gebraucht werden. Es sind keine Angaben über Auftraggeber:
- Großflächiger Einzelhandel am Wunderbrunnen mit Rampen, Abholausgabe und weitläufigem Parkplatz
- Betriebe und Lager an der Holsteiner Chaussee zwischen Spanischer Furt und Landesgrenze
- Gewerbe an der Oldesloer Straße und am Schleswiger Damm in Richtung Norderstedt
- Klinikgelände mit Anlieferung, Versorgungstechnik und Personalparkplätzen
- Die Gutsanlage Wendlohe an der Oldesloer Straße mit mehreren Gebäuden aus den Jahren 1883 bis 1896
- Bahnnahe Flächen an der S5-Strecke, die während des Ausbaus als Lager dienen
Aufgaben an Tor und Rampe
An der Pforte gleicht unsere Kraft eintreffende Lkw mit Ihren Lieferavisen ab, weist sie einer Rampe zu und lässt Fahrzeuge, die zu früh kommen, so warten, dass Zufahrt und Feuerwehrzone frei bleiben. Besucher werden angemeldet und erhalten einen Ausweis, Fremdfirmen kommen nur mit gültigem Auftrag und nachgewiesener Unterweisung aufs Gelände. Schlüssel, Transponder und Ausweise werden gegen Unterschrift ausgegeben und zurückgenommen.
In ruhigeren Stunden folgen Rundgänge: Zäune, Tore und Rolltore prüfen, Außenlager und Container kontrollieren, auf Gerüche, Rauch oder Wasser achten. Bei Störungen der Gebäudetechnik oder einem Alarm verständigt die Kraft nach Ihrem Alarmplan die Bereitschaft oder die Feuerwehr.
Alle Ereignisse stehen im Wachbuch mit Zeit, Ort und Namen, sodass Sie jederzeit nachvollziehen können, wer das Gelände betreten hat.
Verkehrslage als Teil der Planung
Durch Schnelsen führen die A 7 mit zwei Anschlussstellen, die B 4 über die Holsteiner Chaussee und die B 447 über die Oldesloer Straße. Für Lieferverkehr ist das günstig, für Schichtwechsel heikel: Staut sich der Verkehr vor dem Schnelsentunnel, weichen Autos auf die Bundesstraßen aus. Wir legen die Ablösung deshalb vor die Spitzenzeiten und planen Ersatzwege über Niendorf oder Eidelstedt ein.
Liegt Ihr Betrieb nahe der Bahnstrecke nach Kaltenkirchen, kommen bis zur Fertigstellung der S5 Baustellenfahrzeuge und gesperrte Wege hinzu. Solche Punkte gehören in die Dienstanweisung, damit die Pforte Fahrer richtig lotst.
Personal, Qualifikation und Organisation
Hamburg zählt zu unserer Kernregion Nord. Geplant wird aus dem Hauptsitz in Neumünster an derselben Autobahn; ein Büro in Schnelsen haben wir nicht. Für Werkschutzaufträge stellen wir ein festes Team zusammen, das Ihr Gelände, Ihre Ansprechpartner und Ihre Abläufe kennt, und benennen eingewiesene Vertretungen für Krankheit und Urlaub.
Pfortenkräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Wo Zutrittsentscheidungen und Kontrollen eine höhere Qualifikation verlangen, setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung ein. Grundlage unserer Arbeit sind ISO 9001 und DIN 77200. Standorte im benachbarten Norderstedt oder in Eidelstedt können in dieselbe Planung aufgenommen werden; mehr zum Land unter Werkschutz Hamburg.
Kosten eines festen Werkschutzes
Werkschutz ist in der Regel ein Dauerauftrag, oft rund um die Uhr. Als Orientierung dient ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Entscheidend sind die Gesamtstunden pro Woche, der Anteil von Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden, die Zahl gleichzeitig besetzter Tore und Zusatzaufgaben wie Telefonvermittlung, Waage oder Kamerabeobachtung.
Häufig reicht eine besetzte Pforte in den Liefer- und Schichtwechselzeiten, ergänzt durch nächtliche Rundgänge. Wir rechnen Ihnen nach der Begehung mehrere Varianten schriftlich vor, damit Sie Aufwand und Schutzbedarf gegeneinander abwägen können.


