Ein Saal ohne Publikum: die Lage an der Stuttgarter Straße
Ende Januar 2026 hat die Stadt ihre Stadthalle von einem Tag auf den anderen geschlossen. Eine freiwillige Messung der Raumluft hatte einen erhöhten Wert an Asbestfasern ergeben. Im Foyer wurde belastetes Material bereits entfernt, im Bühnenbereich hängen Asbestplatten mit dem Brandschutzvorhang zusammen. Für die Schadstoffsanierung holt die Stadt Angebote ein; wann der Saal wieder genutzt werden kann, ist offen.
Ein Gebäude dieser Größe, das monatelang ohne Veranstaltungen bleibt, verändert seinen Charakter. Niemand kommt mehr zufällig vorbei, Technik und Bestuhlung bleiben im Haus, und der abgesperrte Bühnenbereich darf nicht betreten werden. Gerade bei einer Schadstoffsperrung geht es nicht nur um Diebstahl, sondern auch darum, dass Unbefugte keinen Raum betreten, dessen Luft nicht freigegeben ist.
Welche Objekte in Kirchheim Schutz brauchen
Mit rund 42.000 Einwohnern ist Kirchheim die drittgrößte Stadt im Landkreis Esslingen und Große Kreisstadt. Entsprechend breit ist die Mischung an Gebäuden, die zeitweise ohne Aufsicht sind:
- Das neue Verwaltungszentrum an der Marktstraße in Holz-Hybridbauweise, in dem Bürgerservice, Standesamt und Bildungsamt zusammenkommen sollen, mit Foyer und Infopunkt
- Läden, Praxen und Büros entlang der Fußgängerzone Max-Eyth-Straße und am Krautmarkt, wo die Stadtbücherei ihren Sitz hat
- Leer gewordene Gewerbeflächen in der Innenstadt, die private Eigentümer über die Wirtschaftsförderung zur Vermietung anbieten
- Hallen, Lager und Bürobauten im Gewerbegebiet Bohnau mit seinen rund 53 Hektar
- Wohnanlagen und Quartiere mit Tiefgaragen, Gemeinschaftsräumen und Werkstätten, etwa im Steingauquartier
Jedes dieser Objekte hat andere Schwachstellen. In der Altstadt sind es Hinterhöfe und Lieferzugänge, im Gewerbegebiet weitläufige Außenflächen und Rolltore, bei Neubauten offene Restarbeiten und Technikräume, die noch nicht endgültig gesichert sind.
Rundgang, Präsenz oder Schließdienst
Nicht jedes Gebäude braucht eine Person, die die ganze Nacht im Haus sitzt. Für eine geschlossene Halle können zwei bis drei unangekündigte Kontrollen pro Nacht genügen, bei denen Türen, Fenster, Notausgänge und Absperrungen geprüft und Auffälligkeiten mit Uhrzeit festgehalten werden. Ein Verwaltungsbau mit Publikumsverkehr am Tag braucht eher einen Schließdienst am Abend: Räume prüfen, Licht aus, Fenster zu, Alarmanlage scharf.
Eine feste Besetzung lohnt sich dort, wo dauerhaft Werte im Gebäude liegen oder Zugänge nicht sicher verschlossen werden können, zum Beispiel während eines Umbaus, nach einem Einbruch mit beschädigter Tür oder bei einer längeren Sperrung wie an der Stadthalle. Welche Variante passt, besprechen wir mit Ihnen anhand von Grundriss, Zugängen und den Zeiten, in denen niemand vor Ort ist.
Altstadt mit Fachwerk und schmalen Gassen
Kirchheims Kern wurde nach dem Stadtbrand von 1690 wieder aufgebaut, einige Häuser wie das Alte Haus von 1538 und das Max-Eyth-Haus sind älter. In Geschäftshäusern der Innenstadt liegen häufig Wohnungen über den Läden, Zugänge führen über Gassen oder Höfe. Wer dort Objektschutz plant, muss wissen, welche Tür nachts offen sein darf, weil Mieter oben wohnen, und welche geschlossen bleibt.
Bei Kontrollen in der Fußgängerzone achten unsere Kräfte zusätzlich auf Schaufenster, Briefkastenanlagen und Hauseingänge, in denen sich nachts Menschen aufhalten. Was zu tun ist, wenn jemand angetroffen wird, legt die Dienstanweisung fest: ansprechen, auf das Hausrecht hinweisen, wenn nötig die Polizei verständigen.
Wie ein Auftrag aus dem Norden zustande kommt
Unser Hauptsitz ist Neumünster, weitere Standorte haben wir in Berlin und Bremen. Kirchheim unter Teck liegt außerhalb dieser Region, deshalb gibt es dort keine Grundbesetzung, auf die wir zurückgreifen könnten. Jede Anfrage aus der Stadt prüfen wir einzeln: Wer kann die Schichten übernehmen, wie werden Ausfälle aufgefangen, über welchen Zeitraum läuft der Schutz? Erst wenn das geklärt ist, sagen wir zu.
Sie bekommen eine feste Ansprechperson, die Einweisung findet am Objekt statt, und alle eingesetzten Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Die Grundlagen unserer Arbeit beschreibt die Seite Objektschutz; was landesweit gilt, steht unter Objektschutz in Baden-Württemberg.
Was Objektschutz in Kirchheim kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Einzelne Kontrollgänge werden anders berechnet als eine Person, die durchgehend im Gebäude ist, und Nächte, Sonn- und Feiertage liegen höher als Werktage. Auch die Dauer spielt eine Rolle: Ein Schutz für wenige Wochen bis zur Wiedereröffnung ist anders zu planen als ein Jahresauftrag.
Im Angebot stehen Leistung, Zeiten und Zuschläge einzeln. Einen Überblick über alle Dienste in der Stadt gibt die Seite Sicherheitsdienst Kirchheim unter Teck; für Nürtingen im selben Landkreis gibt es mit Sicherheitsdienst Nürtingen eine eigene Seite.


