Eine Stadt, die ihre Seidenhäuser neu sortiert
Krefeld wurde im 18. und 19. Jahrhundert als Samt- und Seidenstadt bekannt. Die Webereien und Verwaltungen dieser Zeit prägen bis heute das Stadtbild, auch wenn die Branche ab der Mitte des 20. Jahrhunderts schrumpfte. Viele ihrer Gebäude sind inzwischen Baudenkmäler, manche stehen leer, andere werden seit Jahren schrittweise für Büros, Ateliers oder Veranstaltungen hergerichtet.
Für den Objektschutz bedeutet das: In Krefeld gibt es weniger den einen großen Komplex mit Dauerbetrieb als viele Gebäude in Zwischenzuständen. Ein Haus ist halb vermietet, ein Flügel geräumt, ein Hof wird von Handwerkern genutzt, und abends ist niemand mehr da, der auf offene Fenster oder fremde Fahrzeuge achtet. Genau dort setzen wir an.
Gebäude, bei denen sich die Frage nach Bewachung stellt
Einige Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Ausgangslagen in Krefeld sind:
- Das Stadthaus am Konrad-Adenauer-Platz, 1951 bis 1956 von Egon Eiermann für die Verseidag gebaut: Das neungeschossige Hochhaus ist seit 2014 freigezogen, der ältere Verwaltungsbau seit 2015 zum Teil
- Der Mies van der Rohe Business Park an der Girmesgath mit sieben denkmalgeschützten Industriebauten, die seit 2010 restauriert und als Büros und Konferenzflächen neu genutzt werden
- Das Seidenweberhaus am Theaterplatz, für das der Rat im November 2018 den Abriss beschlossen hat, in dem aber weiter Veranstaltungen gebucht sind
- Das frühere Stadtbad, dessen Badebetrieb im Jahr 2000 nach einem Erdbebenschaden eingestellt wurde
- Haus Lange und Haus Esters, zwei Wohnhäuser von Ludwig Mies van der Rohe aus den Jahren 1928 bis 1930, die heute als Museen dienen
- Geschäftshäuser und Büros entlang der vier Wälle, die das Zentrum seit dem 19. Jahrhundert einfassen
Leerstand, Denkmal und Ausstellung verlangen jeweils andere Maßnahmen. In einem geräumten Hochhaus zählen dichte Türen und regelmäßige Kontrollen der Technikräume, in einem Museum die Abstimmung mit dem Haus über Alarmwege und Öffnungszeiten, in einem Geschäftshaus die Runde nach Ladenschluss.
Was Objektschutz in einem halb genutzten Gebäude leistet
Wer ein Gebäude nur teilweise nutzt, hat ein besonderes Problem: Die belegten Etagen sind tagsüber belebt, die leeren Flächen daneben fallen niemandem auf. Unsere Kräfte gehen deshalb nach einem mit Ihnen abgestimmten Plan durch das ganze Objekt, auch durch Treppenhäuser, Keller und Tiefgaragen, die sonst niemand betritt. Sie prüfen, ob Türen geschlossen, Fenster unbeschädigt und Notausgänge frei sind, und achten auf Wasser, Gerüche und Geräusche aus der Haustechnik.
Bei einer festen Besetzung übernimmt die Kraft zusätzlich Empfang und Zutritt: Sie meldet Handwerker an, gibt Schlüssel gegen Unterschrift aus und hält fest, wer wann in welchem Bereich war. Bei einer Streife dagegen kommen wir zu wechselnden Zeiten, kontrollieren von außen und innen und verschließen das Objekt danach wieder. Welche Variante passt, hängt davon ab, wie viel Betrieb im Haus ist und wie schnell ein Schaden teuer würde.
Jede Auffälligkeit steht mit Uhrzeit im Bericht. Wer im Ernstfall verständigt wird, legen wir vorher in einer Alarmliste fest: Hausverwaltung, Eigentümer, Haustechnik und bei Bedarf Polizei oder Feuerwehr.
Innenstadt, Gewerbegebiete und Stadtteile
Krefeld hat seit November 2025 fünf Stadtbezirke mit 19 Stadtteilen. In der Innenstadt liegen Ladenzeilen, Arztpraxen und Büros dicht beieinander; hier geht es um Schaufenster, Lieferhöfe und Hauseingänge, die nachts niemand im Blick hat. Im Gewerbegebiet Fichtenhain, wo unter anderem der Baumaschinenhersteller XCMG seine Europazentrale hat, stehen Hallen und Bürogebäude, die nach Feierabend leer sind. In Linn hat Fressnapf seinen Hauptsitz, und Canon führt von Krefeld aus sein Deutschlandgeschäft.
Für solche Objekte ist eine feste Kraft am Empfang oft nur tagsüber nötig. Nachts und am Wochenende reicht vielfach eine Kontrolle zu wechselnden Zeiten, die mehrere Gebäude in der Nähe verbindet. Liegen Ihre Standorte über die Stadt verteilt, planen wir eine Tour, die Innenstadt, Bockum und Fichtenhain in einer Nacht abdeckt.
Vorhabenbezogen in Krefeld
Unser Hauptsitz ist in Neumünster, Niederlassungen haben wir in Berlin und Bremen. In Nordrhein-Westfalen unterhalten wir kein eigenes Büro. Objektschutz in Krefeld übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen: Wir klären Umfang, Zeiten und Laufzeit, sehen uns das Gebäude an und sagen erst zu, wenn Stammkräfte und Vertretung für die gesamte Dauer feststehen. Fällt die Prüfung negativ aus, erfahren Sie das vor einem Vertrag.
Alle eingesetzten Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wer Zutritt regelt, die Sachkundeprüfung. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Grundsätzliches zur Leistung finden Sie unter Objektschutz, den Überblick für das Land unter Objektschutz in Nordrhein-Westfalen. Alle Leistungen für die Stadt stehen unter Sicherheitsdienst Krefeld; Nachbarorte wie Moers und Viersen haben eigene Seiten.
Womit Sie beim Objektschutz rechnen sollten
Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo im Rahmen ein Krefelder Objekt landet, hängt vor allem an der Frage, ob eine Kraft durchgehend im Haus sein muss oder ob Kontrollgänge zu festen Zeiten genügen. Ein leerstehender Bürobau, den wir nachts zweimal begehen, kostet anders als ein Museum mit Aufsicht während der Öffnungszeiten.
Weitere Faktoren sind Nacht-, Sonn- und Feiertagsanteile, die Zahl der Zugänge und besondere Anforderungen wie Englisch am Empfang oder Einweisungen in Denkmalauflagen. Wir rechnen diese Bestandteile getrennt aus, damit Sie sehen, was sich ändert, wenn ein Flügel wieder vermietet wird und die Bewachung kleiner ausfallen kann.


