Industrie am Niederrhein mit langer Werksgeschichte
Krefeld verbindet man oft mit Samt und Seide. Wirtschaftlich tragen heute andere Branchen: Chemie, Maschinen- und Anlagenbau und Metallindustrie, dazu die Logistik. Die Wurzeln des Chemiestandorts in Uerdingen reichen bis 1877 zurück, und auch der Schienenfahrzeugbau in der früheren Waggonfabrik hat in Uerdingen eine lange Tradition.
Gemeinsam ist diesen Betrieben, dass sie nicht stillstehen. Es wird in Schichten produziert, Rohstoffe und fertige Ware kommen per Lkw, Bahn und Schiff, und bei Wartungen arbeiten zeitweise mehr Fremdfirmen auf dem Gelände als eigene Leute. Wer hier das Tor besetzt, entscheidet täglich darüber, wer hereinkommt und was hinausgeht.
Werke und Anlagen, an denen Werkschutz gebraucht wird
Die größten Standorte mit eigener Werksordnung verteilen sich über mehrere Stadtteile:
- Der Chempark Krefeld-Uerdingen auf 260 Hektar mit rund 40 Unternehmen, überwiegend aus der Kunststoffherstellung, und mehr als 8.600 Beschäftigten im Jahr 2020; der zentrale Besucherempfang liegt an der Duisburger Straße
- Das Werk von Siemens Mobility in Uerdingen, in dem rund 2.500 Beschäftigte Hochgeschwindigkeitszüge bauen
- Der Krefelder Edelstahlstandort von Outokumpu, das 2013 ThyssenKrupp Nirosta übernommen hat
- Der Standort von Evonik, an dem rund 600 Mitarbeiter Superabsorber herstellen
- Der Rheinhafen Krefeld in Linn mit rund 500 Hektar Fläche, 11,4 Kilometern Kaimauer und einer eigenen Hafenbahn
- Lager- und Logistikflächen wie das größte europäische Lager von Asics und die Europazentrale von XCMG im Gewerbegebiet Fichtenhain
Im Chemiepark stehen Gefahrstoffe und Sicherheitszonen im Vordergrund, im Bahnwerk große Bauteile und fertige Züge, beim Edelstahl der Wert des Materials und im Hafen der Wechsel zwischen Schiff, Zug und Lkw. Jede Werksordnung setzt deshalb andere Schwerpunkte, und unsere Dienstanweisung richtet sich nach Ihrer.
Der Alltag an Pforte und Zaun
Am Tor gleichen unsere Kräfte Lieferungen mit Ihrer Avisierung ab, prüfen Fahrerausweise und Begleitpapiere und weisen Fahrzeuge auf Wartefläche, Waage oder Rampe. Bei Gefahrgut achten sie darauf, dass Kennzeichnung und Papiere vollständig sind, bevor ein Fahrzeug weiterfährt. Fremdfirmen erhalten erst einen Ausweis, wenn die Unterweisung nachgewiesen ist und der verantwortliche Ansprechpartner zugestimmt hat. Bei der Ausfahrt kontrollieren wir stichprobenartig, ob Ladung und Lieferschein übereinstimmen.
Zwischen den Abfertigungen geht das Personal Streife. Kontrolliert werden Zäune, Nebentore, Gleisanschlüsse und Freilager, nach Schichtende auch Hallen und Büros. Was auffällt, etwa eine offene Tür, ein laufender Kompressor, ein Fahrzeug ohne Berechtigung oder ein Leck, steht mit Uhrzeit im Bericht und geht an die Stellen, die in Ihrer Alarmliste stehen.
Verfügt Ihr Standort über eine eigene Werkfeuerwehr oder eine Sicherheitszentrale des Parkbetreibers, arbeiten wir nach deren Meldewegen und ergänzen sie, statt Parallelstrukturen aufzubauen.
Hafen, Hafenbahn und Rheinufer
Der Krefelder Hafen wurde 1906 eröffnet und gehört heute zu den größeren öffentlichen Binnenhäfen in Nordrhein-Westfalen. Betrieben wird er von der Hafen Krefeld GmbH & Co. KG, an der die Stadt und die Neuss-Düsseldorfer Häfen beteiligt sind. Umgeschlagen werden Stahl, Getreide, Steine, Baustoffe und Brennstoffe. Seit 1988 gibt es am Hafenkopf ein Containerterminal, und eine Hafenbahn mit rund 50 Kilometern Gleis verbindet die Anlagen mit dem Netz der Deutschen Bahn.
Für Betriebe an der Kaimauer endet das Gelände nicht am Zaun. Gleise, Liegeplätze und Uferwege liegen in fremder Zuständigkeit. Wir legen mit Ihnen fest, welche Flächen wir kontrollieren, welche Papiere Schiffs- und Lokführer vorweisen müssen und wann Hafenbetreiber, Wasserschutzpolizei oder Bahn informiert werden. Für den Chempark gibt es zusätzlich eine eigene Verladestelle am Rhein, an der die gleichen Fragen anfallen.
So organisieren wir Werkschutz in Krefeld
Staffsec hat seinen Hauptsitz in Neumünster und Niederlassungen in Berlin und Bremen, ein Büro in Nordrhein-Westfalen haben wir nicht. Werkschutz in Krefeld übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen. Vor einer Zusage klären wir Schichtmodell, Zahl der Posten, Laufzeit und Anfahrt und prüfen, ob wir eine feste Stammbesetzung mit Vertretung stellen können. Unsere Kräfte werden vor dem ersten Dienst in Ihre Werksordnung und Ihre Sicherheitsunterweisung eingewiesen.
Alle haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, an Pforten mit Zutrittsentscheidung die Sachkundeprüfung. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz, die Landesübersicht unter Werkschutz in Nordrhein-Westfalen. Die Stadtseite Sicherheitsdienst Krefeld bündelt alle Leistungen, Betriebe auf der anderen Rheinseite finden Angaben unter Duisburg.
Kosten für Werkschutz in Krefeld
Den Richtwert setzen wir mit 23 bis 50 € netto je Stunde an. Werkschutz ist fast immer ein Dauerauftrag, und darum fällt das Schichtmodell am stärksten ins Gewicht: Eine Pforte, die werktags im Zweischichtbetrieb besetzt ist, liegt eher im unteren Bereich, ein Tor mit Besetzung rund um die Uhr, Streife und Gefahrgutabfertigung eher im oberen.
Wir kalkulieren jeden Posten einzeln, mit getrennten Zuschlägen für Nacht, Sonntag und Feiertag. So sehen Sie, was eine zusätzliche Kraft während des Stillstands oder eine zweite Pforte zum Schichtwechsel kostet, und können entscheiden, ob sich der Mehraufwand lohnt.


