Eine Kleinstadt mit vielen öffentlichen Häusern
Malchin war von 1952 bis 1994 Kreisstadt, und das sieht man bis heute. Am Markt 1 arbeitet die Stadtverwaltung in einem Rathaus, dessen Keller aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammt, dessen barocker Bau von 1745 mehrfach umgestaltet und um 1996 saniert wurde. Im Obergeschoss lag früher der Saal, in dem der mecklenburgische Landtag zusammenkam. Von Malchin aus wird zudem das Amt Malchin am Kummerower See mit den umliegenden Gemeinden verwaltet, und die Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern hat hier ihren Sitz.
Verwaltungen bedeuten Akten mit personenbezogenen Daten, Büros mit Rechentechnik und Besucherverkehr zu festen Sprechzeiten. Nach Dienstschluss sind solche Häuser oft leer, aber selten ganz verschlossen: Reinigung, Sitzungen am Abend und Handwerker sorgen dafür, dass Türen offen bleiben, die eigentlich zu sein müssten.
Wo Objektschutz in Malchin gebraucht wird
Typische Objekte in der Stadt und in den Ortsteilen sind:
- Verwaltungsgebäude rund um den Markt, mit Sitzungen der Stadtvertretung und Ausschüsse am Abend
- das Museum in der Stadtmühle von 1881, das der Museumsverein sonntags nachmittags öffnet
- die Stadtbibliothek, die im Herbst Lesungen, Workshops und Konzerte am Abend anbietet
- das frühere Amtsgericht von 1879, das Postamt von 1886 und der stillgelegte Wasserturm als ältere Bausubstanz
- Hallen im Gewerbegebiet Am Mühlenfeld, wo der Großhändler Makro 2016 seinen Standort aufgegeben hat, und die frühere Möbelhalle am Strauchwerder
- die verfallenden Werkhallen auf dem ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerk, bis der Umbau beginnt
Leerstand braucht einen festen Takt
Malchin hat seit den 1990er Jahren mehrere Betriebe verloren: Das Fenster- und Blechwarenwerk von Carl Reincke schloss 1994, das Bahnwerk 1996. Auf dem Gelände des früheren Werks vernichtete 1998 Brandstiftung einen ganzen Gebäudekomplex, der Täter wurde nie ermittelt. Das zeigt, was ein leeres Objekt ohne Kontrolle anzieht: Metalldiebe, Sprayer, Jugendliche auf der Suche nach einem Treffpunkt und im schlimmsten Fall Brandstifter.
Für leere Gebäude legen wir mit Ihnen fest, wie oft und zu welchen Zeiten kontrolliert wird. Unsere Kräfte gehen die Außenhaut ab, prüfen Schlösser, Fenster und Tore, sehen nach frischen Spuren am Zaun und nach abgestellten Fahrzeugen. Was auffällt, melden sie mit Foto, damit Sie oder Ihr Versicherer nachvollziehen können, wann ein Schaden entstanden ist. Wird ein Objekt verkauft oder umgebaut, lässt sich der Takt anpassen.
Posten, Empfang oder Rundgang
Nicht jedes Haus braucht eine Kraft rund um die Uhr. Bei Behörden und Kulturhäusern reicht oft ein Empfangsdienst zu Sprechzeiten oder bei Abendveranstaltungen, ergänzt durch eine Schließrunde, wenn das Licht ausgeht. Größere Liegenschaften oder Hallen mit wertvollem Inhalt bekommen einen festen Posten in der Nacht. Für mehrere kleinere Gebäude im Stadtgebiet kombinieren wir mehrere Objekte zu einer Runde, die auch Ortsteile wie Remplin oder Gorschendorf einschließen kann.
Vor dem ersten Dienst nehmen wir die Gebäude mit Ihnen auf: Zugänge, Alarmtechnik, Ansprechpartner, Hausordnung, Schlüsselübergabe gegen Quittung. Daraus entsteht eine Dienstanweisung, nach der jede Schicht gleich arbeitet. Ändert sich etwas an Ihrem Gebäude, etwa durch einen Umbau oder neue Mieter, passen wir sie gemeinsam mit Ihnen an.
Wer bei uns arbeitet
Malchin gehört zu unserer Kernregion Nord. Ein Büro in der Stadt haben wir nicht; die Einsätze werden aus unserem Personalstamm geplant und von Neumünster und Berlin aus gesteuert. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Aufgaben mit erhöhter Verantwortung die Sachkundeprüfung. Die Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert, und Sie erreichen uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Einen Überblick über die Leistung gibt die Seite Objektschutz, das Land insgesamt behandelt Objektschutz in Mecklenburg-Vorpommern. Für die Stadt selbst finden Sie alles unter Sicherheitsdienst Malchin, für Nachbarorte etwa unter Teterow.
Kosten für Objektschutz in Malchin
Als Orientierung nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo innerhalb dieser Spanne Ihr Auftrag liegt, hängt vor allem davon ab, ob ein fester Posten gebraucht wird oder einzelne Rundgänge genügen, wie viele Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden anfallen und welche Qualifikation die Aufgabe verlangt. Ein Empfang zu Sprechzeiten wird anders kalkuliert als die Nachtbewachung einer leeren Halle. Sie erhalten ein schriftliches Angebot, nachdem wir das Objekt gesehen haben.


