Eine Stadt aus öffentlichen Häusern
Tübingen zählt gut 92.000 Einwohner und lebt in großen Teilen vom öffentlichen Sektor. Universität und Universitätsklinikum sind die größten Arbeitgeber, dazu kommen rund 30 Behörden, in denen etwa 2.500 Menschen beschäftigt sind. Viele dieser Gebäude sind über die Stadt verstreut: Institute in Gründerzeitvillen, Verwaltungsbauten an Hauptstraßen, Sammlungen und Bibliotheken mit wertvollen Beständen. Tagsüber herrscht dort reger Betrieb, nach Dienstschluss bleiben lange Flure, Nebeneingänge und Lieferhöfe zurück.
Objektschutz bedeutet in dieser Lage selten, ein einzelnes Werkstor zu besetzen. Häufiger geht es darum, ein Haus nach Feierabend kontrolliert zu schließen, späte Nutzer geordnet hinauszubegleiten und die ruhigen Stunden bis zum nächsten Morgen so abzudecken, dass Eindringen auffällt. Dazu kommen Gebäude, die gerade umgebaut oder geräumt werden und deshalb weder vollständig bewohnt noch vollständig verschlossen sind.
Typische Objekte zwischen Neckar und Schnarrenberg
Die folgenden Lagen sind öffentlich beschrieben. Sie zeigen, wo in Tübingen Objektschutz typischerweise gefragt ist; es handelt sich nicht um eigene Einsätze:
- Geschäftshäuser in der Altstadt, etwa an Neckargasse, Kornhausstraße, Marktgasse und Haaggasse, mit Läden im Erdgeschoss und Wohnungen darüber
- das Depot-Areal mit Handels- und Gastronomieflächen, deren Nutzung wechselt
- Ausstellungshäuser wie die Kunsthalle, das Stadtmuseum oder das 2025 eröffnete Neue Kunstmuseum in der Schaffhausenstraße
- Verwaltungs- und Institutsgebäude der Universität, verteilt von der Altstadt bis zur Morgenstelle
- Labor- und Bürobauten im Technologiepark auf der Oberen Viehweide, wo Biotechnologie-Firmen und Forschungsgruppen des Cyber Valley arbeiten
- die rund 6.000 Quadratmeter große Entwicklungsfläche am Europaplatz, wo bis 2023 der Busbahnhof stand
Zutritt ohne Absperrgitter
In Tübingen sind viele Gebäude bewusst offen gebaut. Ein Institut soll für Studierende erreichbar bleiben, ein Museum lädt Laufpublikum ein, ein Laden in der Altstadt lebt von der offenen Tür. Für die Sicherung heißt das: Die Kraft am Empfang kennt die Hausregeln, erkennt, wer zum Haus gehört, und spricht Fremde freundlich an, statt Ausweise zu verlangen, wo das niemand erwartet. Erst nach der offiziellen Schließzeit wird der Ton verbindlicher.
Im Technologiepark liegt der Fall anders. Dort arbeiten Firmen mit empfindlichen Proben und teuren Geräten, und manche Labore laufen über Nacht weiter. Hier geht es um geregelte Zutrittslisten, Begleitung von Wartungsfirmen und Servicetechnikern sowie die Frage, wer nach 20 Uhr mit welchem Recht noch im Gebäude ist. Wir halten uns dabei an die Vorgaben des Betreibers und die Hausordnung, die Sie uns übergeben.
Leerstand, Umbau und Zwischennutzung
Wenn ein Gebäude für Monate leer steht, sei es bis zum Verkauf, während einer Sanierung oder bis eine neue Nutzung beschlossen ist, wird es schnell zur Einladung. In der Altstadt kommt hinzu, dass leere Läden direkt an belebten Gassen liegen und Nachbarn Veränderungen oft zuerst bemerken. Für solche Fälle bieten wir zwei Wege an: eine feste Besetzung zu den kritischen Zeiten oder unregelmäßige Kontrollen, bei denen die Kraft Türen, Fenster, Schlösser und Zählerräume prüft und das Ergebnis mit Uhrzeit im Bericht festhält.
Welche Variante passt, hängt vom Wert im Gebäude, von der Lage und von Ihrer Versicherung ab. Manche Versicherer verlangen bei Leerstand nachweisbare Kontrollen in festen Abständen. Wir richten die Dokumentation so ein, dass Sie sie unmittelbar vorlegen können.
- Schließ- und Öffnungsdienst zu festen Zeiten, auch an Wochenenden
- Rundgänge über Treppenhäuser, Keller, Dachböden und Tiefgaragen
- Prüfung von Fluchttüren, Fenstern und Absperrungen
- Meldung an Ihre Bereitschaft oder Hausverwaltung nach festgelegter Kette
- Begleitung von Handwerkern, Maklern und Gutachtern in leerstehenden Räumen
Wie wir in Tübingen vorgehen
Unsere Einsatzplanung sitzt in Neumünster, weitere Standorte haben wir in Berlin und Bremen. Für Tübingen arbeiten wir daher auftragsweise: Bevor wir zusagen, klären wir, ob sich die Schichten über die gesamte Laufzeit verlässlich besetzen lassen, wie Anreise und Unterkunft bei längeren Blöcken gelöst werden und wer bei Ausfällen einspringt. Passt das nicht, sagen wir es Ihnen vorher und nicht erst am ersten Abend.
Kommt der Auftrag zustande, erhalten Sie eine feste Ansprechperson. Die eingesetzten Kräfte werden vor Ort in Gebäude, Schließplan und Meldewege eingewiesen und verfügen je nach Aufgabe über die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und arbeiten nach DIN 77200. Grundsätzliches zur Leistung finden Sie auf unserer Seite zum Objektschutz, Hinweise für das ganze Land unter Objektschutz in Baden-Württemberg.
Was Objektschutz in Tübingen kostet
Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Für ein Gebäude, das nur abends geschlossen und nachts zweimal kontrolliert wird, entsteht ein anderer Aufwand als für eine durchgehend besetzte Pforte. Ausschlaggebend sind die Zahl der Stunden, der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagen und die Frage, ob die Aufgabe die Sachkundeprüfung erfordert.
Sie erhalten ein Angebot, in dem Grundstunden und Zuschläge getrennt stehen, sodass Sie es mit anderen Angeboten vergleichen können. Weitere Leistungen in der Stadt zeigt die Seite Sicherheitsdienst Tübingen; für Objekte neckaraufwärts lohnt auch ein Blick auf Rottenburg.


