Universitätsstadt mit Werkhallen
Wer an Tübingen denkt, denkt an Hörsäle und Kliniken. Daneben hat sich aber eine Industrie gehalten, die auf wenige, sehr spezialisierte Betriebe konzentriert ist. Die Walter AG hat ihren Sitz seit 1925 in Tübingen und gehört heute zum schwedischen Sandvik-Konzern; sie stellt Werkzeuge für die Metallzerspanung her. Die Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn gilt als größter gewerblicher Arbeitgeber der Stadt. Erbe Elektromedizin, 1851 in Tübingen gegründet, fertigt chirurgische Geräte, Hugo Brennenstuhl entwickelt Elektrotechnik und hat sein Logistikzentrum Werk III 2015 erweitert. Mit der CHT-Gruppe ist auch die Textil- und Spezialchemie vertreten.
Die Namen beschreiben das industrielle Umfeld der Stadt, nicht unseren Kundenkreis. Für den Werkschutz folgt daraus ein Muster: hochwertige Rohstoffe wie Hartmetall, Prototypen und Konstruktionsdaten, Prüfräume mit teurer Messtechnik und eine Lieferkette, die von vielen kleinen Zulieferern und Dienstleistern getragen wird. Genau diese Betriebe, ob Härterei, Schleiferei, Elektroinstallateur oder Spedition, brauchen oft eine eigene Torbesetzung oder Nachtstreife.
Gewerbelagen mit Werkschutzbedarf
Öffentlich beschrieben und für Werkschutz typisch sind in Tübingen vor allem diese Lagen. Wir nennen sie als Beispiele, nicht als bestehende Aufträge:
- das Gewerbegebiet Hirschau-Rittweg im Westen der Stadt, dessen Glasfaserausbau die Wirtschaftsförderung koordiniert hat
- der Handwerkerpark beim Aischbach in der Weststadt mit Werkstätten und Kleinbetrieben
- das neue Gewerbegebiet Aischbach II, dessen Grundstücke seit 2024 an Betriebe vergeben werden
- der Technologiepark auf der Oberen Viehweide mit Laboren aus Biotechnologie und Forschung
- Logistik- und Lagerflächen größerer Hersteller wie das Werk III von Brennenstuhl
Werkschutz in der Präzisionsfertigung
In der Hartmetall- und Werkzeugfertigung hat schon ein kleiner Karton Wendeschneidplatten einen erheblichen Wert. Rohmaterial, Pulver und Ausschuss werden deshalb häufig gezielt abgefragt oder als Schrott verkauft. Werkschutz achtet hier darauf, dass Material nur mit Begleitpapier das Gelände verlässt, dass Schrottcontainer verschlossen sind und dass der Wechsel der Entsorgungsfahrzeuge nachvollziehbar bleibt. In der Medizintechnik kommt der Schutz von Reinräumen, Prüfmustern und Zulassungsunterlagen hinzu; dort zählt vor allem, dass niemand ohne Einweisung in die falschen Bereiche gelangt.
Dazu kommen klassische Aufgaben an der Pforte: Besucher anmelden, Tagesausweise ausgeben, Fremdfirmen in Sicherheitsregeln einweisen, Lkw nach Zeitfenstern an die Rampe leiten. In Werken mit Wechselschicht verschieben sich die Spitzen auf die Zeit um die Schichtübergabe, wenn Pkw kommen und gehen und gleichzeitig Lieferungen anstehen.
Dienstanweisung statt Bauchgefühl
Bevor die erste Schicht beginnt, schreiben wir mit Ihnen eine Dienstanweisung. Sie legt fest, wer was darf, welche Bereiche wann kontrolliert werden und wen die Kraft bei einer Störung zuerst erreicht. Typische Inhalte sind:
- Zufahrtsregeln für Mitarbeiter, Besucher, Lieferanten und Entsorger
- Kontrollgänge durch Fertigung, Lager, Technikzentralen und Außengelände mit Uhrzeit im Bericht
- Umgang mit Schlüsseln, Codes und Sperrbereichen nach Ihrer Liste
- Verhalten bei technischen Störungen, Wassereinbruch oder ausgelöster Brandmeldeanlage
- Meldewege zu Ihrer Bereitschaft, Ihrem Errichter und den Behörden
Inventuren, Maschinenumzüge oder Werksferien über Weihnachten und im Sommer lassen sich als eigene Phasen einplanen, in denen Rundgänge verdichtet oder zusätzliche Posten gestellt werden.
Planung aus dem Norden, Einsatz in Tübingen
Staffsec hat seinen Hauptsitz in Neumünster und Standorte in Berlin und Bremen. Im Land Baden-Württemberg verfügen wir über keinen eigenen Standort. Werkschutz in Tübingen übernehmen wir deshalb nur dann, wenn wir die Besetzung über die gesamte Laufzeit verlässlich zusagen können, einschließlich Urlaub, Krankheit und Ablösung. Diese Prüfung machen wir vor dem Angebot, nicht danach.
Sie bekommen eine feste Ansprechperson, die den Auftrag kennt, eine Einweisung der Kräfte auf Ihrem Gelände und Schichtnachweise mit jeder Rechnung. Unsere Mitarbeiter haben je nach Aufgabe die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO; wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Allgemeines zur Leistung steht auf der Seite Werkschutz, landesweite Hinweise unter Werkschutz in Baden-Württemberg.
Kosten für Werkschutz in Tübingen
Als Orientierung gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag, und gerade bei einer Pforte rund um die Uhr summieren sich Nacht-, Sonntags- und Feiertagsanteile. Ob eine Kraft mit Sachkundeprüfung nötig ist, welche Zusatzaufgaben wie Telefon oder Warenannahme anfallen und wie viele Posten parallel besetzt sind, bestimmt den Preis innerhalb dieser Spanne.
Im Angebot stehen Grundstunden und Zuschläge getrennt. Einen Überblick über alle Leistungen in der Stadt gibt die Seite Sicherheitsdienst Tübingen; Betriebe im benachbarten Industrieraum finden Hinweise unter Reutlingen.


