Ein Festkalender, der fast jeden Monat füllt
Wer in Schwabach eine Veranstaltung plant, teilt sich die Altstadt mit einem dichten Jahresprogramm. Die Stadt führt für 2026 unter anderem den Lichtmessmarkt Anfang Februar, den Lätaremarkt im März, den Johannismarkt Ende Juni, den Bartholomäimarkt im August und den Judäimarkt am letzten Oktobertag auf. Dazwischen liegen das Weinfest auf dem Martin-Luther-Platz im Juni, das Bürgerfest im Juli und die Herbstkirchweih, die im September zehn Tage dauert.
Für den Veranstaltungsschutz heißt das: Die Gassen sind dieselben, die Lage ist jedes Mal eine andere. Ein Krammarkt am Vormittag stellt andere Fragen als ein Abend mit Musik und Ausschank, bei dem sich die Menge nach Einbruch der Dunkelheit verdichtet und die Stimmung mit jeder Stunde lauter wird.
Plätze, Säle und Strecken im Stadtgebiet
Öffentlich beschrieben und für Veranstaltungen genutzt werden unter anderem:
- der Markgrafensaal, der in Reihenbestuhlung bis zu 721 Gäste aufnimmt und bei Bankettbestuhlung bis zu 544
- der Königsplatz mit dem Rathaus und dem 1717 eingeweihten Schönen Brunnen, im Dezember an zwei Wochenenden Standort des Weihnachtsmarkts
- der Martin-Luther-Platz mit Weinfest und Christbaummarkt, der im Oktober zusammen mit dem Königsplatz den Regionalmarkt aufnimmt
- die Synagogengasse, in der das Jüdische Museum Franken im Juli das Synagogengassenfest ausrichtet
- der Stadtpark, Schauplatz des Kindertrempelmarkts Ende Juni
- der Citylauf, den der TV 1848 Schwabach seit 1992 jedes Jahr im Oktober veranstaltet
Die genannten Orte beschreiben, wo in Schwabach gefeiert wird. Wir behaupten nicht, für einen dieser Veranstalter tätig zu sein.
Enge Gassen, wenige Zufahrten
Die Altstadt ist über Jahrhunderte gewachsen; zwischen Fachwerkhäusern und Platzrändern bleibt bei Marktbetrieb wenig Raum. Wo Buden, Ausschankwagen und Bühnen stehen, müssen Rettungswege trotzdem frei bleiben, und Feuerwehrzufahrten dürfen nicht von Lieferfahrzeugen zugestellt werden. Unsere Ordner stehen deshalb vor allem an Übergängen: dort, wo eine Gasse auf einen Platz trifft, wo Schlangen vor einem Stand die Laufrichtung kreuzen oder wo nach Programmende alle gleichzeitig zum Parkplatz wollen.
Vor dem ersten Einsatz gehen wir mit Ihnen den Lageplan der Flächen durch und legen fest, welche Sperren wann geöffnet werden. Werden Absperrgitter benötigt, klären wir, wer sie stellt und wer sie nach dem Ende wieder abbaut. Anwohner, die während des Festes zu ihrer Haustür wollen, lassen wir nach den Regeln passieren, die Sie mit der Stadt vereinbart haben.
Im Saal: Einlass, Garderobe, Bühne
Bei Konzerten, Kabarett oder Bällen im Markgrafensaal zählt der Einlass. Karten werden geprüft, Taschen nur nach Ihrer Hausordnung angesehen, und die Zahl der Gäste im Saal muss zur gewählten Bestuhlung passen. Während der Vorstellung behalten Kräfte die Notausgänge im Blick und sorgen dafür, dass Garderobe und Foyer in der Pause nicht zu Engstellen werden.
Bei Veranstaltungen mit Bühnenaufbau kommt die Zeit davor und danach hinzu: Technik wird angeliefert, Türen stehen lange offen, und fremde Personen gehen im Haus ein und aus. Eine Kraft am Bühneneingang klärt, wer hinter die Kulissen darf. Für Säle dieser Größe gilt in Bayern die Versammlungsstättenverordnung; welche Pflichten sich daraus für Ihren Abend ergeben, legen Betreiber und Veranstalter fest, wir setzen sie mit um.
Laufveranstaltungen und Umzüge
Bei einem Lauf oder einem Umzug verschiebt sich die Aufgabe von festen Toren auf eine Strecke. Streckenposten sichern Einmündungen, halten Zuschauer hinter der Absperrung und lassen Fahrzeuge nur nach Rücksprache passieren. Wichtig ist eine klare Zuordnung: Jeder Posten kennt seinen Abschnitt, die Verbindung zur Einsatzleitung des Veranstalters und die Uhrzeit, ab der er die Sperre öffnen darf.
Wie viele Posten nötig sind, ergibt sich aus der Streckenführung und aus dem Sicherheitskonzept, das Sie mit den zuständigen Stellen abstimmen. Wir lesen das Konzept vorab, sprechen offene Fragen an und bringen die Posten zu einer gemeinsamen Einweisung vor dem Start zusammen.
Vorhabenbezogen geplant, offen kalkuliert
Unser Hauptsitz ist Neumünster; in Bayern haben wir kein Büro und übernehmen Veranstaltungen nach Prüfung von Anfahrt und Personal. Für einen Einsatz in Schwabach klären wir deshalb früh, wie viele Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO zur Verfügung stehen, und sagen erst zu, wenn die Besetzung steht. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Einen Überblick über die Stadt gibt Sicherheitsdienst Schwabach, über das Land Veranstaltungsschutz in Bayern.
Als Richtwert rechnen Sie mit 23 bis 50 € netto je Stunde und eingesetzter Person. Feste bestehen oft aus wenigen, dafür langen Tagen; Abendstunden, Sonntage und Feiertage liegen höher in dieser Spanne als ein Vormittag auf dem Markt. Bei mehrtägigen Festen wie der Kirchweih lohnt es sich, die Dienstpläne aller Tage gemeinsam zu rechnen, statt jeden Tag einzeln anzufragen.


