Vom Lebensmittelstandort zum Gewerbe für Bau und Handwerk
Ab 1952 wurde am nordwestlichen Stadtrand von Bergen Industrie angesiedelt. In den 1950er Jahren entstanden eine Molkerei, ein Betrieb für Brot und Backwaren sowie ein Schlachthof mit Fleischwarenfabrik. Die Molkerei, in der der Käse „Rügener Badejunge“ hergestellt wurde, schloss im Oktober 2019.
Heute heißt diese Fläche Gewerbegebiet Gingster Chaussee. Teile der früheren Molkerei stehen noch, dazu haben sich Unternehmen aus Baustoffherstellung, Baustoffhandel und Handwerk angesiedelt. Für den Werkschutz bedeutet das: große Freiflächen mit Material, ältere Hallen mit vielen Toren und ein Betrieb, der am Nachmittag endet.
Die Gewerbeflächen der Stadt im Überblick
Bergen hat keine Großindustrie, aber mehrere Flächen, auf denen Werte über Nacht liegen bleiben:
- Gewerbegebiet Gingster Chaussee am westlichen Stadtrand mit Baustoffen, Baustoffhandel und Handwerk
- Gewerbegebiet Tilzow, dessen Erschließung Bund und Land über die Gemeinschaftsaufgabe zur regionalen Wirtschaftsstruktur gefördert haben
- Gewerbegebiet in Bergen Süd mit mehreren Autohäusern, einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung und dem städtischen Bauhof
- Der Betriebshof der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen mit Bussen und Werkstatt
- Die Güterrampe am Bahnhof, an der noch Sonderzüge mit Baustoffen und Holz entladen werden
Jede dieser Flächen hat ihre eigene Schwachstelle: beim Baustoffhandel das offene Freilager, beim Autohaus die Fahrzeuge auf dem Hof, beim Betriebshof Diesel und Werkzeug.
Was Werkschutz in einem Gewerbegebiet dieser Größe leistet
Im Mittelpunkt steht das Tor. Wer kommt nach Feierabend auf das Gelände, wer liefert früh am Morgen, welche Fahrzeuge dürfen über Nacht stehen bleiben? Eine Kraft am Tor oder eine feste Schließrunde beantwortet diese Fragen verlässlich.
Dazu kommen Streifen über das Gelände. Sie prüfen Hallentore, Zäune und Container, sehen nach Beleuchtung und Maschinen und sprechen Personen an, die dort nichts zu suchen haben. Jede Runde wird mit Uhrzeit im Bericht festgehalten, Auffälligkeiten mit kurzer Beschreibung und auf Wunsch mit Foto.
Bei Anlieferungen am frühen Morgen kann die Kraft Fahrzeuge einweisen und Lieferscheine gegen eine Liste abgleichen, bevor das Personal des Betriebs eintrifft. So beginnt der Arbeitstag nicht mit der Suche nach Paletten.
Lage in der Inselmitte: was das für die Planung heißt
Bergen liegt verkehrlich günstig. Die B 96 kommt als dreistreifige Kraftfahrstraße von der Rügenbrücke und endet an der Anschlussstelle Sassnitz/Bergen, die B 196 führt von dort zu den Seebädern. Für Lieferverkehr ist die Stadt damit der natürliche Umschlagplatz der Insel.
Wir haben auf Rügen kein eigenes Büro, Bergen gehört aber zu unserer Kernregion Nord. Einsätze planen wir aus unserem Personalstamm, Anfahrt und Ablösung stimmen wir mit Aufträgen in der Umgebung ab, zum Beispiel in Stralsund. Vor dem ersten Dienst steht eine Begehung, aus der eine schriftliche Dienstanweisung entsteht.
Qualifikation und Zusammenarbeit mit Ihrem Betrieb
Unsere Kräfte haben mindestens eine Unterrichtung nach § 34a GewO, für Aufgaben mit Zutrittsentscheidungen eine Sachkundeprüfung. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und richten den Dienst nach DIN 77200 aus.
Ein fester Ansprechpartner bei uns und einer bei Ihnen: Über diesen Weg laufen Änderungen im Dienstplan, neue Lieferzeiten oder besondere Vorkommnisse. Ist Ihre Alarmanlage auf die Leitstelle Ihres Errichters aufgeschaltet, legen wir gemeinsam fest, wie die Meldung an uns weitergegeben wird. Sie erreichen uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Was Werkschutz in Bergen kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Dauerauftrag mit festen Schichten an sieben Tagen liegt in der Regel anders als einzelne Streifen am Wochenende.
Den Preis bewegen vor allem drei Dinge: der Anteil an Nacht- und Feiertagsstunden, die Frage, ob eine Kraft dauerhaft am Tor steht oder das Gelände nur anfährt, und ob sich Nachbarbetriebe die Runde teilen. Gerade in einem Gewerbegebiet wie an der Gingster Chaussee kann eine gemeinsame Streife für mehrere Höfe wirtschaftlich sein.


