Schiffbau seit 1948 prägt die Stadt
Die Peene-Werft wurde 1948 gegründet und baute zu DDR-Zeiten den größten Teil der Schiffe der Volksmarine. Damals arbeiteten dort mehrere tausend Menschen, 2025 waren es nach Wikipedia etwa 370. Seit 2021 gehörte die Werft zur Lürssen-Tochter NVL, seit dem 1. März 2026 ist sie mit der ganzen NVL-Gruppe Teil von Rheinmetall. Der neue Eigentümer beschreibt den Standort als Kompaktwerft mit zwei Produktionslinien für Korvetten und Patrouillenboote sowie einem Reparaturbereich für Marineschiffe.
Zur Ausstattung gehören drei Schiffbauhallen, ein Trockendock für Schiffe bis 160 Meter Länge und ein Schiffslift, der militärischen Aufträgen vorbehalten ist. Wer auf einem solchen Gelände arbeitet, kennt strenge Zutrittsregeln. Die Vorgaben dafür macht der Auftraggeber, der Werkschutz setzt sie Tag für Tag durch.
Betriebe mit Werkschutzbedarf
Neben der Werft gibt es in Wolgast mehrere Standorte, an denen Material, Maschinen oder Ware von Wert lagern:
- Südhafen: Umschlagkais für Binnen- und Seeschiffe, betrieben von der Wolgaster Hafengesellschaft, die Seeschiffskais unterliegen dem ISPS-Code
- Am Fuchsberg II: ein Hersteller von Blechteilen und Schweißbaugruppen an der Nexöer Straße
- Am Poppelberg: Metall- und Anlagenbau, Schrottverwertung, Recycling und Agrarhandel zwischen Karriner und Krösliner Straße
- Am Schanzberg: Baugroßhandel, SB-Großmarkt sowie Hydraulik- und Spezialmontage
- Am Fuchsberg: Landmaschinenhandel und Baumaschinenvermietung mit großen Freiflächen
Gerade Schrott, Buntmetall, Werkzeuge und Baumaschinen sind leicht zu verwerten und werden deshalb gezielt gesucht. Ein Werkschutz macht den Unterschied zwischen einem offenen Hof und einem Gelände, auf dem jede Bewegung bemerkt wird.
Was der Werkschutz am Tor erledigt
Der Posten an der Pforte ist das Herz des Werkschutzes. Er registriert Besucher, prüft Ausweise und Besuchsanmeldungen, gibt Fremdfirmen nach Einweisung frei und hält fest, wer wann das Gelände betritt und verlässt. Lieferfahrzeuge werden bei der Einfahrt erfasst und bei der Ausfahrt mit Lieferschein oder Abholschein abgeglichen.
Bei Werften und Häfen kommen besondere Regeln hinzu: Sperrbereiche, Fotografierverbot, Begleitpflicht für bestimmte Besucher. Wir übernehmen diese Vorgaben aus Ihrem Sicherheitskonzept in die Dienstanweisung und weisen jede Kraft vor dem ersten Dienst ein. Ändern sich die Regeln, wird die Anweisung angepasst und erneut bestätigt.
Rundgänge über Hallen, Kais und Freilager
Nach Schichtende geht der Werkschutz das Gelände ab. Geprüft werden Hallentore, Zäune, Zugänge zum Wasser, Gasflaschenlager, Bauteile im Freilager und Maschinen, die abgeschaltet sein müssen. Auffälligkeiten werden mit Uhrzeit im Bericht festgehalten und an den vereinbarten Ansprechpartner gemeldet, bei Gefahr sofort.
Am Wasser hat der Rundgang eine eigene Seite: Liegt ein Schiff am Ausrüstungskai oder im Dock, gehören Gangway, Festmacher und Zugänge an Bord zur Kontrolle. Für Betriebe ohne eigenes Wasser reicht oft eine kürzere Runde, die sich mit dem Nachbarn teilen lässt. Mehr zu solchen gemeinsamen Touren lesen Sie unter Revierdienst in Wolgast.
Personal, Qualifikation und Planung
Alle eingesetzten Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, Posten mit Zutrittsverweigerung besetzen wir mit Personal mit Sachkundeprüfung. Für Auftraggeber mit besonderen Sicherheitsanforderungen klären wir vorab, welche Überprüfungen das Personal benötigt. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Mecklenburg-Vorpommern gehört zu unserer Kernregion Nord. Ein Büro in Wolgast unterhalten wir nicht, die Einsätze werden aus unserem Personalstamm geplant, mit fester Stammbesetzung und eingeplanten Vertretungen. Ansprechbar sind wir rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590. Grundlagen zur Leistung finden Sie auf der Seite Werkschutz, den Landesüberblick unter Werkschutz in Mecklenburg-Vorpommern.
Kosten eines Werkschutzes
Für Werkschutz rechnen Sie mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei einem Dauerauftrag mit festem Schichtplan bewegt sich der Preis eher im unteren Teil, weil Personal und Ablösung langfristig geplant werden können. Kurzfristige Einsätze, Nachtschichten, Wochenenden und Posten mit besonderer Überprüfung liegen höher.
Wichtig für die Kalkulation sind die Zahl der Posten, die Öffnungszeiten der Tore und der Umfang der Rundgänge. Nach einer Begehung erhalten Sie ein Angebot mit klarem Leistungsverzeichnis.


