Ein Gewerbegebiet, das aus der Forschung gewachsen ist
Adlershof war schon vor hundert Jahren ein Ort für Technik: 1912 wurde am Flugplatz Johannisthal die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt gegründet, nach 1945 zog die Akademie der Wissenschaften der DDR auf das Gelände. Seit den Neunzigerjahren entwickelt das Land Berlin daraus einen Standort für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien auf rund 4,6 Quadratkilometern.
Nach den Zahlen des Standortbetreibers arbeiteten dort Ende 2025 rund 29.600 Menschen in etwa 1.300 Unternehmen. Allein im Gewerbeteil zählte man 460 Unternehmen und Einrichtungen mit 12.300 Beschäftigten, hinzu kommen elf außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit 3.100 Beschäftigten. Für den Werkschutz heißt das: Die Gebäude sind nicht groß wie ein Chemiewerk, aber dicht gepackt, und in jedem steckt Technik, deren Ausfall teuer und langwierig wäre.
Wo im Ortsteil Pforte und Zugangskontrolle gefragt sind
Die Liste der Einrichtungen liest sich wie ein Querschnitt der deutschen Forschung. Für Betreiber und Mieter stellen sich je nach Lage andere Fragen:
- Albert-Einstein-Straße 15: der Elektronenspeicherring BESSY II des Helmholtz-Zentrums Berlin, zu dem jedes Jahr etwa 2.700 Gäste für Messungen anreisen
- Richard-Willstätter-Straße 11: die Adlershofer Zweigstelle der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
- Magnusstraße 9 und Rutherfordstraße 2: die Physikalisch-Technische Bundesanstalt und der Berliner Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt
- Gustav-Kirchhoff-Straße 4 und Max-Born-Straße: das Ferdinand-Braun-Institut und das Leibniz-Institut für Kristallzüchtung
- Ludwig-Boltzmann-Straße 3: ein Kunden-Service-Center der Air Liquide Deutschland GmbH
- Walther-Nernst-, Wilhelm-Ostwald- und Johann-Hittorf-Straße: Gewerbebauten mit Büros, Werkstätten und Hallen, darunter das Zentrum für Photovoltaik und Erneuerbare Energien
Viele Firmen sitzen als Mieter in Technologiezentren, etwa im Zentrum für Photonik und Optik an der Carl-Scheele-Straße 16 oder im Zentrum für Biotechnologie und Umwelt an der Volmerstraße. Dort teilen sich mehrere Betriebe Eingang, Treppenhaus und Anlieferung, und jeder hat eigene Regeln für seine Räume.
Was unsere Kräfte an Ihren Zugängen leisten
Im Mittelpunkt steht die Frage, wer auf das Gelände oder in ein Gebäude darf. Unsere Kräfte gleichen Besucher mit Ihren Gästelisten ab, stellen Tagesausweise aus und rufen den Gastgeber, bevor jemand den Empfang verlässt. Bei Gastwissenschaftlern, Wartungsfirmen und Lieferanten prüfen wir, ob ein Termin, ein Arbeitsauftrag und, wo Ihre Regeln das verlangen, eine Sicherheitsunterweisung vorliegt.
Fremdfirmen in Laboren oder Technikräumen begleiten wir auf Wunsch bis zur Übergabe an Ihren Verantwortlichen. Bei Anlieferungen von Geräten, Gasflaschen oder Chemikalien halten wir die Ladezone frei, notieren Fahrzeug und Uhrzeit und geben den Empfang erst nach Rücksprache frei. Ausgehende Sendungen mit wertvoller Messtechnik oder Prototypen prüfen wir anhand Ihrer Lieferscheine.
Nach Feierabend wird aus der Pforte ein Rundgang. Wir prüfen Außentüren, Rolltore, Fenster im Erdgeschoss und Notausgänge, achten auf Licht in Räumen, die leer sein sollten, und geben Störungen an Ihre Rufbereitschaft weiter. Was wir festgestellt haben, steht mit Uhrzeit im Bericht.
Organisation aus unserer Zweigniederlassung Berlin
Berlin zählt zu unserer Kernregion Nord. Den Werkschutz in Adlershof planen wir aus der Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Reinickendorf; ein eigenes Büro im Ortsteil haben wir nicht. Für Ihren Standort stellen wir eine feste Gruppe zusammen, die Ihre Gebäude, Ansprechpartner und Hausordnung kennt, und arbeiten Vertretungen vorab ein.
Die Dienstanweisung entsteht gemeinsam mit Ihrer Haus- oder Institutsverwaltung: Zugangsrechte je Gebäudeteil, Umgang mit Schlüsseln und Karten, Meldewege bei Brand, Gasalarm, Unfall oder Einbruch. Betreiben Sie weitere Flächen jenseits des Teltowkanals, etwa im Gewerbegebiet an der Kanalstraße in Rudow, lässt sich beides in einem Auftrag führen. Einen Überblick über den Ortsteil gibt Sicherheitsdienst Berlin-Adlershof.
Qualifikation, Einweisung und Vorschriften
Für Kontrolle und Rundgang setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, am reinen Empfang genügt die Unterrichtung. Unsere Organisation ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Wo mit Strahlung, Lasern, Druckgasen oder Gefahrstoffen gearbeitet wird, betreten unsere Kräfte Bereiche nur nach Ihrer Freigabe und werden vorher in Ihre Betriebsanweisungen und Notfallabläufe eingewiesen. Mehr zur Leistung finden Sie unter Werkschutz, zur ganzen Stadt unter Werkschutz in Berlin.
Womit Sie beim Preis rechnen können
Für Werkschutz in Adlershof gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Empfang, der nur zu den Kernzeiten eines Instituts besetzt ist, mit einem Rundgang am Abend, liegt eher am unteren Ende. Eine Pforte rund um die Uhr, Begleitung von Fremdfirmen in Laborbereiche oder zusätzliche Kräfte bei Messkampagnen mit vielen Gästen heben den Preis. Nach einer Begehung bekommen Sie eine Aufstellung, in der Empfang, Rundgang und Sonderdienste getrennt stehen.


