Industriegeschichte, die noch arbeitet
An der Müllerstraße 170 begann die Geschichte des Chemie- und Pharmaunternehmens Schering. Das Werksgelände reicht beiderseits der Fennstraße bis an den Nordhafen und wird heute von Bayer betrieben, das dort auch das firmengeschichtliche Scheringianum unterhält. Ein Stück weiter nördlich ließ Osram ab 1904 sein Werk B errichten, das später als größtes Glühlampenwerk Europas galt. Die Produktion endete 1988.
Anders als in manchen früheren Industrievierteln sind die Gebäude im Wedding nicht leer. Die OsramHöfe zählen rund 60 Betriebe und Einrichtungen mit über 3.000 Beschäftigten, und die Berliner Verkehrsbetriebe warten an der Seestraße ihre U-Bahn-Wagen. Für den Werkschutz ergeben sich daraus zwei Muster: das geschlossene Werk mit einem Betreiber und der offene Gewerbehof mit vielen Mietern.
Betriebsgelände im Ortsteil
Diese Gelände stehen für die Bandbreite im Wedding. Sie sind als Beispiele genannt, nicht als Auftraggeber:
- Pharmastandort an der Fennstraße und Müllerstraße, vom Bürokomplex an der Straße bis zu Labor- und Werksbauten am Nordhafen; das Schering-Laborgebäude an der Sellerstraße ist Baudenkmal
- OsramHöfe zwischen Seestraße, Oudenarder Straße, Groninger Straße und Liebenwalder Straße mit Discounter, Schulungszentren und Hochschullaboren
- U-Bahn-Hauptwerkstatt der BVG an der Seestraße, um 1923 eröffnet und heute Baudenkmal
- Omnibus-Betriebshof an der Müllerstraße, 1927 als Straßenbahnhof eröffnet, mit rund 239 Bussen
- Institut für Gärungsgewerbe an der Seestraße, seit 1890 Forschungsstandort der Brauwirtschaft
Zutritt für Beschäftigte, Lieferanten und Fremdfirmen
Am Werkstor treffen morgens Pendler, Kurierdienste und Handwerker aufeinander. Unsere Kräfte gleichen Kennzeichen und Namen mit Ihren Listen ab, melden Besucher beim Gastgeber an und schicken Lkw zur richtigen Rampe. Wer keine Freigabe hat, wartet, bis sie vorliegt.
Fremdfirmen auf einem Werksgelände brauchen eine Sicherheitsunterweisung, bevor sie arbeiten. Wir prüfen am Tor, ob sie dokumentiert ist, und vermerken Ankunft und Abfahrt. Gibt es Bereiche, die nur mit Begleitung betreten werden dürfen, etwa Labore oder Lager mit Gefahrstoffen, nehmen wir diese Regel in die Dienstanweisung auf.
Für Werksführungen, Audits oder Besuche von Behörden bereiten wir den Empfang nach Ihrer Liste vor. Gäste werden am Tor abgeholt oder an die vereinbarte Stelle begleitet, und am Abend gleichen wir ab, ob alle Besucherausweise zurückgegeben wurden. Fehlt einer, steht das im Bericht.
Ladungs- und Taschenkontrollen führen wir nur so weit durch, wie Ihre Betriebsordnung sie erlaubt und Ihre Beschäftigten darüber informiert sind.
Gewerbehöfe mit vielen Mietern
In einem Ensemble wie den OsramHöfen hat jeder Mieter eigene Zeiten. Ein Betrieb bekommt seine Ware früh am Morgen, eine Schulung beginnt am Vormittag, ein Labor arbeitet bis in den Abend. Werkschutz heißt dort vor allem: Durchfahrten freihalten, Fremde ansprechen, die sich zwischen den Gebäuden aufhalten, und abends prüfen, ob alle Treppenhäuser und Rampen wieder verschlossen sind.
Auf Wunsch führen wir eine gemeinsame Anmeldeliste für alle Mieter. Bei Störungen melden wir uns beim jeweiligen Betrieb oder bei der Hausverwaltung, wie Sie es vorgeben. Die Kosten lassen sich nach einem Schlüssel aufteilen, den die Mieter untereinander vereinbaren.
Organisation aus der Berliner Niederlassung
Geplant wird der Werkschutz im Wedding in unserer Zweigniederlassung Berlin, Aroser Allee 81, im benachbarten Bezirk Reinickendorf. Ein eigenes Büro im Wedding haben wir nicht. Ihr Tor bekommt eine Stammmannschaft, die Ihre Abläufe kennt, und eingearbeitete Vertretungen.
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Torkontrollen setzen wir sachkundegeprüfte Kräfte ein. Grundlage sind DIN 77200 und unser Qualitätsmanagement nach ISO 9001. Betriebe mit weiteren Flächen in Reinickendorf können beides zusammen beauftragen; die Berliner Gesamtlage beschreibt unsere Seite Werkschutz Berlin.
Preise für Werkschutz im Wedding
Der Richtwert für Werkschutz liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Tor, das nur in der Früh- und Spätschicht besetzt ist, bewegt sich im unteren Teil der Spanne, ein durchgehend besetztes Werkstor mit Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden im oberen.
Bei einem Dauerauftrag planen wir Personal über Monate und können Vertretungen sicher einarbeiten. Das senkt Reibungsverluste für beide Seiten. Nach einem Rundgang über Ihr Gelände erhalten Sie ein Angebot mit allen Positionen.


