Vom Leinen zur Werkzeugmaschine
Bielefeld ist mit der Leinenweberei groß geworden. Ab 1847 brachte die Köln-Mindener Eisenbahn Kohle aus dem Ruhrgebiet in die Stadt, und neben Spinnereien entstanden Fabriken, die die nötigen Maschinen selbst bauten: Nähmaschinen, Fahrräder, später Werkzeugmaschinen. Aus dieser Linie stammen Unternehmen wie Dürkopp Adler, das heute Industrienähmaschinen herstellt, und DMG Mori, das 1870 als Gildemeister gegründet wurde und Dreh- und Fräsmaschinen baut.
Daneben steht die Lebensmittelindustrie mit der Oetker-Gruppe, deren Stammhaus seit 1900 an der Lutterstraße liegt, und eine breite Metallverarbeitung. Der Maschinenbau ist bis heute einer der Schwerpunkte der Stadt. Für den Werkschutz bedeutet das: In Bielefeld geht es selten um ein einziges großes Tor, sondern um viele mittelgroße Werke mit eigenen Regeln.
Wo in Bielefeld Werkschutz gebraucht wird
Die Liste zeigt, wie verteilt die Industrie ist. Zwischen einem Werk in Ummeln und einem in Jöllenbeck liegt fast die ganze Stadt. Wer mehrere Standorte hat, sollte das bei der Anfrage sagen, damit wir Postenpläne und Wege gemeinsam betrachten.
- Gadderbaum: Produktion und Verwaltung der Oetker-Gruppe
- Sennestadt: Werk von DMG Mori, die Stahlgießerei Tweer und Logistikbetriebe
- Oldentrup: Sitz von Dürkopp Adler
- Brackwede: Böllhoff, MöllerGroup, Salzgitter Mannesmann Präzisrohr, Gestamp Umformtechnik, Goldbeck Stahlbau und die Eisengießerei Baumgarte
- Windelsbleiche: Ermeto Armaturen aus dem Parker-Hannifin-Konzern und TexTeam Windel
- Hillegossen: Spezialpapier von Mitsubishi HiTec nahe der Detmolder Straße
- Mitte: Industrie- und Gewerbeflächen beiderseits der Herforder Straße und an der Eckendorfer Straße
- Jöllenbeck: Kompressorenbau bei Boge
Was ein Werktor in Bielefeld besonders macht
Viele Bielefelder Betriebe liegen nicht auf der grünen Wiese, sondern in gewachsenen Stadtteilen. Lkw rollen durch Wohnstraßen, Mitarbeiter kommen mit Rad und Stadtbahn, und das Werksgelände grenzt direkt an Gärten oder Gehwege. Werkschutz heißt hier, den Lieferverkehr an der Einfahrt zügig abzufertigen, damit sich keine Schlange auf der Straße bildet, und gleichzeitig den Fußgängerzugang im Blick zu behalten.
In der Lebensmittelproduktion gelten zusätzlich Hygienezonen: Besucher und Fremdfirmen brauchen Kleidung, Unterweisung und Freigabe, bevor sie weitergehen dürfen. Im Maschinenbau stecken die Werte oft in Prototypen, Spannmitteln und Prüfständen, die in Hallen stehen, in die nachts niemand hineinschaut. In Gießereien und Umformbetrieben kommen Gefahrstoffe, Öfen und Pressen hinzu, deren Bereiche unsere Kräfte nur im vereinbarten Umfang betreten.
Unsere Aufgaben an Pforte, Rampe und Zaun
Je nach Werk besetzen wir die Pforte, melden Besucher an und geben Ausweise aus, gleichen Kennzeichen, Fahrer und Ladung mit Lieferschein und Zeitfenster ab und weisen Fremdfirmen nach Ihrer Fremdfirmenordnung ein. Nachts und am Wochenende gehen wir Hallen, Freilager, Ladebrücken und abgestellte Auflieger ab, kontrollieren Tore und Zaun und halten fest, welche Türen offen standen.
Was wir sehen, steht mit Uhrzeit im Bericht. Die Abläufe legen wir vorher mit Ihnen in einer Dienstanweisung fest: wer bei einer Störung angerufen wird, wann die Betriebsfeuerwehr oder der Bereitschaftsdienst gerufen wird und wie mit Fundsachen und Schlüsseln umgegangen wird. Bei Revisionen oder Betriebsferien, wenn Wartungsfirmen statt Produktion auf dem Gelände sind, passen wir den Postenplan an und prüfen Arbeitsfreigaben am Tor.
Vorhabenbezogen aus dem Norden geplant
Unsere eigene Planung aus dem Personalstamm liegt in Norddeutschland, Hauptsitz ist Neumünster. In Nordrhein-Westfalen haben wir kein Büro. Für ein Werk in Bielefeld gehen wir deshalb so vor: Begehung, Klärung von Schichtzeiten, Ablösung und Vertretung, danach eine Zusage nur dann, wenn wir die Posten über die gesamte Laufzeit stellen können. Eingesetzt werden Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200.
Wie wir Werkschutz grundsätzlich organisieren, beschreibt die Seite Werkschutz, die Lage im Land die Seite Werkschutz in Nordrhein-Westfalen. Einen Überblick über Bielefeld gibt Sicherheitsdienst Bielefeld; für Betriebe im Kreis Gütersloh lohnt der Blick auf Gütersloh.
Womit Sie beim Werkschutz rechnen können
Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Werkschutz ist in der Regel ein Dauerauftrag, deshalb zählt vor allem, wie viele Posten gleichzeitig besetzt sind, wie hoch der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden ist und ob Zusatzaufgaben wie Empfang, Warenkontrolle oder Telefonzentrale hinzukommen. Wo für einzelne Tätigkeiten die Sachkundeprüfung nötig ist, fließt das ebenfalls ein. Die Anreise und Unterbringung aus dem Norden weisen wir im Angebot getrennt aus, damit Sie sehen, was auf die eigentliche Bewachung entfällt.


