Von Werft und Fliesenwerk zur Lebensmittelindustrie
Boizenburg/Elbe ist seit mehr als hundert Jahren eine Industriestadt. 1903 wurden die Fliesenwerke gegründet, in den 1930er Jahren galt die Stadt als größter Fliesenstandort Europas, zu DDR-Zeiten saß hier das Kombinat Fliesen und Sanitärkeramik. Am Elbufer baute die Elbewerft Schiffe, bis sie 1997 Insolvenz anmelden musste und Ende 1998 endgültig schloss.
Heute ist das industrielle Bild breiter. Die Stadt nennt rund 570 angemeldete Unternehmen und als Branchen Ernährungswirtschaft, Kunststoff- und Gummiverarbeitung, Fliesen- und Fensterproduktion sowie Maschinen-, Werkzeug- und Metallbau. Mehrere Betriebe arbeiten im Schichtbetrieb, liefern rund um die Uhr an und lagern Rohstoffe oder Fertigware auf großen Flächen.
Betriebe und Flächen mit Werkschutzbedarf
Diese Standorte zeigen, wo Werkschutz in Boizenburg/Elbe ansetzt:
- Sweet Tec im Gewerbegebiet Lindhorst, Süßwarenhersteller mit rund 400 Beschäftigten
- das Rothkötter Mischfutterwerk, ebenfalls in Lindhorst, mit Silos und Anlieferung landwirtschaftlicher Rohstoffe
- die Abfallwirtschaft Ludwigslust-Parchim mit ihrem Standort in Lindhorst
- die Keramische Partnerschaft Boizenburg, die in der Bahnhofsvorstadt Fliesen herstellt
- Drinkuth mit Fenstern und Türen, MST Matzen Schlauch-Technik und Premier Tech Aqua in der Bahnhofsvorstadt
- Gewerbeflächen Am Gammgraben nördlich der Berliner Straße
Das Gewerbegebiet Lindhorst umfasst 24,7 Hektar, davon rund 7,6 Hektar Industrie- und 5,9 Hektar eingeschränkte Gewerbefläche. Laut Stadt sind dort noch Flächen frei, Neuansiedlungen bringen also neue Tore und neue Zäune.
Lebensmittel und Futter: Hygiene am Tor
In der Lebensmittel- und Futtermittelherstellung gilt am Werkstor mehr als die Frage, wer hinein darf. Besucher und Fremdfirmen müssen Hygieneregeln kennen und quittieren, Lieferscheine werden mit Kennzeichen und Ladung abgeglichen, und Fahrzeuge dürfen nur bestimmte Wege nehmen. Unsere Kräfte an der Pforte arbeiten nach der Anweisung Ihres Qualitätsmanagements, händigen Besucherausweise aus und führen ein Besucherbuch, das bei Audits vorgelegt werden kann.
Nachts und an Wochenenden, wenn weniger Personal im Werk ist, gehen sie zusätzlich das Gelände ab: Silos, Tanks und Rohstofflager, Rampen und Wechselbrücken, Zaunlinien zur Straße. Ungewöhnliche Geräusche, Gerüche oder Leckagen melden sie sofort an die Bereitschaft des Betriebs.
Werkschutz an zwei Bundesstraßen
Lindhorst und die Bahnhofsvorstadt liegen in der Nähe der Ortsumgehung der B 5 und der B 195, die Anschlussstelle Zarrentin an der A 24 ist 22 Kilometer entfernt, Hamburg rund 50. Für Werke bedeutet das Lkw-Verkehr zu allen Tageszeiten, aber auch, dass ein unbewachter Hof schnell erreichbar ist. Wechselbrücken und Auflieger, die über das Wochenende abgestellt werden, gehören deshalb in jede Runde.
Bei Neubauten im Gewerbegebiet, wie der Ansiedlung der Deutschen Post in Lindhorst, kann Werkschutz bereits in der Bauphase beginnen und mit Inbetriebnahme in eine feste Pforte übergehen. So kennt das Personal die Anlage, bevor der Betrieb startet.
Pforte, Torkontrolle oder Werksstreife
Nicht jedes Werk braucht eine rund um die Uhr besetzte Pforte. Bei einem Betrieb mit drei Schichten und laufender Anlieferung ist sie meist sinnvoll, weil dort ständig Fahrzeuge, Besucher und Fremdfirmen ankommen. Ein Betrieb, der nur tagsüber produziert, kommt oft mit einer Torkontrolle zu den Spitzenzeiten und einer Streife in der Nacht aus. Dazwischen gibt es Mischformen: eine Pforte bis zum Ende der Spätschicht, danach Kontrollen auf dem Gelände.
Bei Revisionen und Stillständen, wenn viele Fremdfirmen gleichzeitig im Werk arbeiten, verstärken wir die Pforte für einige Tage. Unsere Kräfte gleichen dann Firmenlisten ab, geben Ausweise aus, kontrollieren Unterweisungsnachweise und achten darauf, dass niemand das Gelände nach Feierabend unbemerkt verlässt oder betritt.
Organisation und Kosten des Werkschutzes
Boizenburg/Elbe liegt in unserer Kernregion Nord. Die Einsätze planen wir aus unserem Hauptsitz in Neumünster, ein Büro in der Stadt haben wir nicht. Vor dem Start legen wir mit Ihnen die Dienstanweisung fest: Zugangsregeln, Kontrollpunkte, Meldewege, Ansprechpartner je Schicht. Die Kräfte werden vor Ort eingewiesen, haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, bei Zutrittsentscheidungen die Sachkundeprüfung. Ersatz bei Krankheit planen wir von Beginn an mit. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Weitere Informationen finden Sie unter Werkschutz und Werkschutz in Mecklenburg-Vorpommern. Für Betriebe entlang der A 24 gibt es die Seite zu Zarrentin am Schaalsee.
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag, oft mit fester Pforte über mehrere Schichten. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde; bei einer rund um die Uhr besetzten Pforte macht die Verteilung auf Tag, Nacht und Wochenende den größten Unterschied. Wer nur außerhalb der Produktionszeiten Schutz braucht, kommt mit einer Werksstreife aus, die mehrmals pro Nacht kommt. Wir rechnen beide Varianten für Ihren Standort durch, bevor Sie sich entscheiden.


