Industrie an der Unterwarnow
Rostocks Industrie hängt am Wasser. Am Ostufer der Unterwarnow liegt der Überseehafen mit drei Hafenbecken, vier Pieren, einem Ölhafen und einem Chemiehafen, insgesamt 47 Liegeplätzen. Der Hafen ist an die A 19 und an das Schienennetz angebunden, eine Pipeline führt bis zur Raffinerie in Schwedt. Auf der Westseite reihen sich Werft- und Hafenflächen von Marienehe bis Warnemünde.
Für den Werkschutz bedeutet das: große, oft unübersichtliche Gelände mit Kaikanten, Freilagern, Gleisen und Hallen, in denen Fremdfirmen, Lkw-Fahrer und Schiffsbesatzungen aufeinandertreffen. Wer dort Zufahrten regelt, braucht klare Listen, eine verlässliche Einweisung und Kräfte, die den Unterschied zwischen einem verirrten Fahrer und einem unbefugten Besucher erkennen.
Betriebe, für die Werkschutz typisch ist
Einige Standorte zeigen, welche Aufgaben in der Stadt anfallen:
- Kranbau am Überseehafen: Liebherr fertigt dort Schiffskrane, Hafenmobilkrane und Offshore-Krane, nach Unternehmensangabe arbeiteten 2022 am Standort 1.670 Menschen.
- Kraftwerk Rostock: Das Steinkohlekraftwerk am Ostrand der Stadt erzeugt 514 Megawatt netto. Die Kohle stammt heute vorwiegend aus Kolumbien und den USA, Revisionen bringen viele Fremdfirmen auf das Gelände.
- Neptun Werft: Warnowabwärts fertigt die Werft der Meyer-Gruppe Stahlsektionen, Maschinenraummodule und Ausrüstung, dazu kommen Reparaturen an Schiffen.
- Fracht- und Fischereihafen in Marienehe: 21 Liegeplätze auf rund 2.100 Metern Kai, eine Lagerhalle für Dünger und Flächen für Rundholz, verbunden über rund zehn Kilometer Hafenbahn.
Die Beispiele zeigen Strukturen, keine Kundenbeziehungen. Welche Aufgaben für Ihren Betrieb passen, klären wir bei einer Begehung.
Was am Tor und auf dem Gelände zu tun ist
Je nach Betrieb setzen wir die Aufgaben unterschiedlich zusammen. Am Tor geht es um Ausweis- und Besucherprüfung, die Erfassung von Fremdfirmen mit Auftrag und Ansprechpartner, den Abgleich von Kennzeichen und Frachtpapieren und die Einweisung in Hofregeln, Schutzausrüstung und Fahrwege. Bei Schichtwechsel und zu Anlieferzeiten wird es eng, deshalb planen wir die Besetzung nach dem Takt Ihres Betriebs, nicht nach einer festen Uhrzeit.
Auf dem Gelände folgen Streifen über Freilager, Kaikanten, Gleisanlagen auf dem eigenen Grundstück und Hallen. Wir prüfen Tore und Zäune, achten auf Leckagen, offene Türen und Wärme an ungewohnten Stellen und halten jede Feststellung mit Uhrzeit im Bericht fest. Wo Hafenanlagen dem ISPS-Code unterliegen, stimmen wir Zutrittsregeln mit dem zuständigen Sicherheitsbeauftragten ab und setzen nur Kräfte ein, deren Nachweise vor dem ersten Dienst vorliegen.
Revisionen, Stillstände und Schiffsliegezeiten
In Rostock schwankt der Bedarf stark. Steht im Kraftwerk eine Revision an oder liegt ein Schiff mehrere Tage an der Werftpier, kommen in kurzer Zeit Dutzende Monteure aus anderen Firmen auf das Gelände. Dann reicht eine einzelne Pforte nicht: Wir verstärken mit einem zweiten Posten für die Fremdfirmenanmeldung, begleiten Gruppen zu ihren Arbeitsbereichen und kontrollieren am Abend, ob alle Personen das Gelände verlassen haben.
Nach dem Stillstand fahren wir die Besetzung wieder zurück. Für Sie heißt das: Grundleistung über das Jahr, zeitlich begrenzte Verstärkung nach Ankündigung. Mehr zum Leistungsumfang steht auf der Seite Werkschutz, den Überblick für das Land finden Sie unter Werkschutz in Mecklenburg-Vorpommern.
Planung, Personal und Qualifikation
Mecklenburg-Vorpommern gehört zu unserer Kernregion Nord. Ein Büro in Rostock haben wir nicht; geplant wird aus unserem Personalstamm, gesteuert vom Hauptsitz in Neumünster. Für Ihren Betrieb schreiben wir eine Dienstanweisung mit Torregeln, Streifenwegen und Alarmkette, die jede eingesetzte Kraft vor dem ersten Dienst kennt. Für Rückfragen sind wir rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, an Toren mit Personen- und Fahrzeugkontrolle setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200. Was wir in der Stadt sonst übernehmen, zeigt die Seite Sicherheitsdienst Rostock.
Kosten für Werkschutz in Rostock
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Beim Werkschutz rechnen wir meist mit einem Dauerauftrag über viele Monate, deshalb zählt vor allem die Zahl der besetzten Stunden pro Woche. Nachtschichten, Sonn- und Feiertage, eine verlangte Sachkundeprüfung und Zusatzposten bei Revisionen verschieben den Wert innerhalb dieser Spanne. Das Angebot gliedern wir nach Grundbesetzung und Verstärkung, damit Sie beides getrennt planen können.


