Ein Stadtteil, der seit 150 Jahren produziert
Hemelingen liegt rund sechs Kilometer östlich der Bremer Innenstadt am rechten Weserufer und ist mit knapp 30 Quadratkilometern der zweitgrößte Stadtteil Bremens. Die Industrie kam früh: Nach dem Bahnanschluss 1847 entstanden Zigarrenfabriken, 1859 zog die Besteckfertigung von Wilkens & Söhne hierher, 1876 folgte eine Aktienbrauerei. Später bauten Borgward, Hanomag und schließlich Daimler-Benz das Werk in Sebaldsbrück zu dem aus, was es heute ist.
Nach Angaben zum Stadtteil wird hier etwa ein Fünftel der Wirtschaftsleistung der Stadt Bremen erarbeitet. Fünf Ortsteile gehören dazu: Hastedt, Sebaldsbrück, Hemelingen, Arbergen und Mahndorf. Wer hier ein Werk betreibt, hat Wohnstraßen, Bahnlinien und Autobahn oft direkt am Zaun.
Werke und Flächen mit geregeltem Zutritt
Für Werkschutz kommen in Hemelingen vor allem diese Standorte und Gebiete in Frage:
- Mercedes-Benz-Werk Bremen in Sebaldsbrück, mit über 12.500 Beschäftigten der größte private Arbeitgeber der Stadt, mit eigenem Presswerk
- Produktion von löslichem Kaffee bei Mondelēz im Ortsteil Hemelingen
- Atlas Elektronik mit Hauptniederlassung in Sebaldsbrück, Hersteller von Sonar- und Marinesystemen, sowie Rheinmetall Electronics
- Weserhafen Hemelingen mit Allerhafen, nur für Binnenschiffe erreichbar, mit Umschlag- und Lagerflächen
- Gewerbepark Hansalinie mit rund 155 Hektar und das Gewerbegebiet Bremer Kreuz an der A 1, darunter der Standort von Vitakraft
Die Spanne ist groß: vom Lebensmittelbetrieb mit Hygienezonen über Firmen mit Rüstungsbezug bis zum Logistiker, dessen Tore nie richtig zur Ruhe kommen.
Was an Pforte und Rampe zu tun ist
Am Empfang prüfen unsere Kräfte Ausweise, gleichen Besucher mit der Voranmeldung ab und rufen den Gastgeber, bevor jemand das Gelände betritt. Fremdfirmen werden eingetragen, Unterweisungsnachweise auf Wunsch vorgelegt. Bei Betrieben mit sensibler Fertigung gilt für Besucher eine Begleitpflicht, die wir konsequent einhalten, auch wenn es an der Schranke einmal eng wird.
An der Rampe weisen wir Speditionen Zeitfenster und Ladeplätze zu und notieren Kennzeichen sowie Ankunfts- und Abfahrtszeit. Bei der Ausfahrt vergleichen wir Lieferschein und Ladung, wenn Ihre Werksordnung das vorsieht. In Lebensmittelbetrieben tragen unsere Kräfte die vorgeschriebene Hygienekleidung und halten sich an dieselben Wege wie Ihre Belegschaft.
Nach Schichtende geht es um Hallentore, Freilager, Zaunlinien und abgestellte Wechselbrücken. Wir gehen die vereinbarten Kontrollpunkte ab, melden Störungen an Ihre Bereitschaft und halten jede Feststellung mit Uhrzeit im Bericht fest.
Planung aus der Niederlassung Bremen
Bremen gehört zu unserer Kernregion Nord. Den Werkschutz in Hemelingen planen wir über unsere Niederlassung Bremen und setzen eine feste Besetzung ein, die Ihr Gelände, Ihre Ansprechpartner und Ihre Sonderfälle kennt. Vertretungen für Urlaub und Krankheit werden vorab eingewiesen.
Vor dem Start schreiben wir mit Ihrer Werksleitung eine Dienstanweisung: wer Schlüssel ausgibt, welche Bereiche gesperrt sind, wie bei Brand, Unfall oder Einbruch alarmiert wird. Haben Sie weitere Standorte, etwa in Sebaldsbrück oder Osterholz, lassen sich diese in einen gemeinsamen Auftrag aufnehmen.
Weil viele Werke hier an Wohnhäuser grenzen, gehört auch der Umgang mit der Nachbarschaft dazu. Wartende Lkw werden auf Stellflächen geleitet statt in Seitenstraßen, und Beschwerden geben wir sachlich an die Werksleitung weiter.
Qualifikation und Nachweise
Für Werkschutzaufgaben setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein; reine Empfangs- und Anmeldetätigkeiten können Kräfte mit Unterrichtung übernehmen. Unser Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Vor dem ersten Dienst erfolgt eine Einweisung in Ihre Werksverkehrsordnung und, wo nötig, in Hygiene- oder Geheimschutzvorgaben. Allgemeines zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz, den Überblick für das Land unter Werkschutz in Bremen.
Womit Sie bei einem Dauerauftrag rechnen
Werkschutz läuft meist über viele Monate oder Jahre. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Pforte, die werktags zu Schichtwechsel und Anlieferung besetzt ist, liegt eher im unteren Bereich, besonders wenn nachts Runden statt einer Dauerbesetzung genügen. Rund-um-die-Uhr-Betrieb mit Sonn- und Feiertagen, zusätzliche Aufgaben wie Ladungskontrolle oder Schlüsselverwaltung und eine höhere Qualifikation am Posten führen nach oben. Nach der Begehung erhalten Sie ein Angebot mit jeder Position einzeln aufgeführt.


