Bauen im Bremer Osten
Hemelingen ist seit dem Bahnbau 1847 ein Verkehrs- und Industriestandort. Die Strecken Richtung Hannover und Richtung Osnabrück kreuzen sich hier, die A 1 durchquert den Stadtteil mit zwei Anschlüssen, die A 27 hat die Abfahrt Sebaldsbrück. Der 2003 eröffnete Hemelinger Tunnel zeigt, wie aufwendig Bauen in diesem Gefüge ist: Er unterquert auf knapp 600 Metern Wohn- und Gewerbegebiet, zwei Bahnstrecken und mehrere Straßen.
Heute stehen erneut größere Vorhaben an. Sie betreffen Bahnanlagen, Straßenbahntrassen und neue Gewerbeflächen, dazu kommen laufend Umbauten in Werken und Hallen.
Aktuelle und geplante Bauvorhaben
Für Bauherren und Baufirmen sind in Hemelingen derzeit vor allem diese Vorhaben von Bedeutung:
- Neuer Haltepunkt Föhrenstraße der Regio-S-Bahn an der Kreuzung der Strecken nach Hannover und Osnabrück: vorbereitende Arbeiten einschließlich Kampfmittelsondierung ab 2026, Hauptbauphase nach Planung ab 2028
- Verlegung des Haltepunkts Hemelingen nach Süden an die Hannoversche Straße
- Geplante Straßenbahnverlängerung vom Weserwehr über die Malerstraße bis Sebaldsbrück und weiter Richtung Osterholz, erste Pläne im Juni 2026 vorgestellt
- Gewerbeflächen südlich der A 1 bei Arbergen, die seit den 2010er-Jahren entwickelt werden
- Stadtkern Hemelingen, seit 1997 Sanierungsgebiet, mit Umbau leerstehender Gewerbeflächen
Bei Bahnbaustellen kommt hinzu, dass Arbeiten oft nachts in Sperrpausen laufen. Die Baustelle ist dann tagsüber ruhig und nachts belebt, was die Bewachungszeiten verschiebt.
Was auf diesen Baustellen gefährdet ist
Kupferkabel, Schienenbefestigungen, Baustrom-Verteiler und Kraftstoff sind leicht verwertbar und verschwinden oft in kleinen Mengen über Wochen. Baumaschinen und Anbaugeräte werden auf großen Flächen nicht immer in Sichtweite der Straße abgestellt. Container mit Werkzeug sind ein häufiges Ziel, weil sie sich mit wenig Aufwand öffnen lassen.
Bei offenen Baugruben und Gleisbereichen geht es zusätzlich um die Verkehrssicherungspflicht. Wer nachts unbefugt das Gelände betritt, gefährdet sich selbst. Ein Bauzaun allein hält Neugierige nicht ab, wenn niemand kontrolliert, ob er noch geschlossen ist.
So sichern wir Ihre Baustelle
Je nach Größe des Baufelds setzen wir eine feste Wache am Baustelleneingang ein, eine Streife mit mehreren Kontrollen pro Nacht oder eine Kombination aus beidem. Feste Wachen kommen vor allem dann in Frage, wenn große Mengen Material lagern oder die Baustelle schlecht einsehbar ist.
Unsere Kräfte gehen Bauzaun, Container, Maschinenstellplätze und Zufahrten ab, kontrollieren Schlösser und Absperrungen und halten fest, was sie vorfinden. Am Morgen übergeben sie den Bericht an Ihre Bauleitung, bei Vorfällen informieren wir sofort Ihre benannte Kontaktperson und bei Bedarf die Polizei. Für Baustellen mit Lieferverkehr am Tag können wir die Zufahrtskontrolle mit übernehmen.
Zu Beginn steht eine gemeinsame Begehung. Wir sehen uns an, wo das Baufeld an öffentliche Wege grenzt, an welchen Stellen der Zaun von außen schlecht einsehbar ist und wo Material über Nacht stehen bleibt. Daraus entsteht eine Dienstanweisung mit Kontrollpunkten, Meldewegen und Ansprechpartnern. Wechselt die Bauphase, etwa vom Erdbau zur Montage, passen wir Kontrollpunkte und Zeiten an. Bei Baustellen, die über mehrere Monate laufen, setzen wir möglichst dieselben Kräfte ein, damit Veränderungen auf dem Gelände sofort auffallen.
Kurze Wege aus der Niederlassung Bremen
Bremen gehört zu unserer Kernregion Nord. Baustellen in Hemelingen planen wir über unsere Niederlassung Bremen, mit Personal, das die Zufahrten im Bremer Osten kennt. Die Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO; wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Baustellen in Nachbarstadtteilen wie Hastedt oder Sebaldsbrück lassen sich in eine gemeinsame Streife aufnehmen.
Weitere Informationen zur Leistung finden Sie unter Baustellenbewachung, den Landesüberblick unter Baustellenbewachung in Bremen.
Preisrahmen für die Bauzeit
Baustellen werden meist für einen festen Zeitraum bewacht, oft nur nachts und an Wochenenden. Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Streife, die mehrere Baustellen nacheinander anfährt, verteilt die Kosten auf mehrere Auftraggeber und bleibt eher am unteren Ende. Eine Dauerwache über Feiertage, nachts in Sperrpausen oder mit zusätzlicher Zufahrtskontrolle liegt höher. Ändert sich die Bauphase, passen wir die Besetzung an.


