Ein Industriestandort, den man an der Aller nicht vermutet
Wer Celle nur von Schloss und Fachwerk kennt, übersieht den zweiten Charakter der Stadt. Laut Wikipedia gehören Maschinenbau sowie Tiefbohr- und Erdöl-/Erdgastechnik zu den prägenden Industriezweigen, vertreten durch Baker Hughes, Halliburton, ITAG und eine Bohrmeisterschule. Im Jahr 2015 arbeiteten nach derselben Quelle rund 9.600 Menschen im Bereich der Erdölförderung.
Für den Werkschutz bedeutet das eine besondere Lage: Auf den Geländen stehen Bohrwerkzeuge, Messtechnik und Komponenten, die einzeln hohe Werte darstellen und sich trotzdem verladen lassen. Gleichzeitig arbeiten dort Entwicklungsabteilungen, deren Prüfstände und Unterlagen nicht für jeden Besucher bestimmt sind.
Wo in Celle Werkschutz gefragt ist
Diese Betriebe und Gebiete stehen für den Bedarf an Pforte und Kontrolle in der Stadt:
- Baker-Hughes-Straße 1 – der Celler Standort von Baker Hughes entwickelt Bohrwerkzeuge und liefert Technik für Richtbohren und Bohrlochmessung auf den Weltmarkt
- Drilling Simulator Celle in Altencelle – Forschungszentrum der TU Clausthal seit 2015, an der B 214 südöstlich der Innenstadt
- Westercelle – seit den 1970er-Jahren ein Schwerpunkt für Industrie- und Gewerbebetriebe, gewählt wegen der Anbindung an die B 3
- hubergroup – Hersteller von Druckfarben mit Standort in Celle
- Moeck – Musikinstrumentenbauer mit Standort in Celle
Hinzu kommen Betriebe der Metall-, Holz- und Kunststoffverarbeitung, Elektronik und Lebensmittel, die Wikipedia ebenfalls zur Celler Industrie zählt. Für Hersteller mit Gefahrstoffen, etwa in der Farbenproduktion, gelten auf dem Gelände eigene Regeln, die wir vor dem ersten Dienst in die Dienstanweisung übernehmen.
Was an Tor und Pforte konkret passiert
Am Tor entscheidet sich, ob ein Gerät das Gelände auf dem richtigen Lkw verlässt. Unsere Kräfte gleichen Frachtpapiere und Kennzeichen ab, prüfen bei Ausfahrten, ob Ladung und Lieferschein zusammenpassen, und halten fest, wann welches Fahrzeug gekommen und gegangen ist. Besucher erhalten einen Ausweis, werden beim Gastgeber angemeldet und nicht allein über das Gelände geschickt.
Servicefirmen sind in der Bohrtechnik ein Dauerthema: Wartung, Kalibrierung und Umbauten an Prüfständen bringen wechselnde Monteure ins Werk. Wir lassen Fremdfirmen erst nach Unterweisung und Freigabe durch Ihren Verantwortlichen hinein und geben Schlüssel oder Transponder nur gegen Unterschrift aus.
Nach Feierabend gehen wir das Gelände in wechselnder Reihenfolge ab: Hallentore, Notausgänge, Zäune, Container und Freiflächen mit Gestänge oder Rohrmaterial. Offene Tore, beschädigte Zäune oder Fahrzeuge, die nicht auf das Gelände gehören, melden wir sofort an die von Ihnen benannte Stelle.
Verkehr, Anfahrt und Ablösung
In Celle treffen die B 3, die B 214 und die B 191 aufeinander. Die Ortsumgehung der B 3 ist im Süden seit 2009 und 2013 befahrbar, der Mittelteil soll 2027 folgen. Für Werksgelände im Süden der Stadt heißt das: Lkw kommen heute schon ohne Innenstadtdurchfahrt an die Tore, und Ablösungen unserer Kräfte lassen sich verlässlich takten.
Der Bahnhof Celle liegt an der Strecke Hannover–Hamburg, mit stündlichen Fernzügen und den S-Bahn-Linien S6 und S7, die hier enden. Das erleichtert Dienstbeginn und Schichtende auch zu ungewöhnlichen Uhrzeiten. Betriebe mit weiteren Standorten in Hannover oder Burgdorf können den Werkschutz zusammen anfragen.
Personal, Planung und Nachweise
Für Pforte und Kontrollgänge setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, für einfache Aufgaben mindestens mit Unterrichtung. Vor dem Start schreiben wir mit Ihnen eine Dienstanweisung: Zutrittsregeln, Meldewege, Notfallnummern, Umgang mit Gefahrstoffen und Fotografierverbote in Entwicklungsbereichen.
Celle gehört zu unserer Kernregion Nord. Geplant wird aus dem Personalstamm der Region, geführt vom Hauptsitz in Neumünster mit Unterstützung der Niederlassung Bremen; ein eigenes Büro in Celle haben wir nicht. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz, den Überblick für das Land unter Werkschutz in Niedersachsen.
Womit Sie beim Werkschutz rechnen können
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo Ihr Auftrag in dieser Spanne liegt, hängt beim Werkschutz vor allem von der Dauer ab: Eine Pforte, die über Monate fest besetzt ist, lässt sich anders planen als ein einzelner Einsatz während einer Betriebsruhe. Dazu kommen Nacht-, Sonn- und Feiertagsanteile, die Zahl gleichzeitig besetzter Posten und die verlangte Qualifikation.
Oft reicht eine Besetzung zu Anlieferung und Schichtwechsel, ergänzt um Rundgänge in der Nacht. Wir rechnen Ihnen beide Varianten vor, bevor Sie sich entscheiden.


