Industrie am Nordrand des Wirtschaftsraums Leipzig-Halle
Delitzsch ist eher eine Stadt der kleinen und mittleren Betriebe, hat aber einige Werke mit mehreren Hundert Beschäftigten. Wichtige Branchen sind Lebensmittelindustrie, Maschinenbau und Bauhandwerk. Die Delitzscher Schokoladenfabrik geht auf das Jahr 1894 zurück und gehört seit 2008 zur Halloren Schokoladenfabrik AG. Die RailMaint GmbH betreibt das 1908 gegründete Ausbesserungswerk, in dem Schienenfahrzeuge gewartet, revidiert und neu gebaut werden.
Im Gewerbe- und Industriegebiet Südwest stellen Ursa Dämmstoffe und Smurfit Kappa Verpackungen her. Die Frunol Delicia GmbH, hervorgegangen aus einer alten Apotheke, produziert Schädlingsbekämpfungs- und Pflanzenschutzmittel. Für den Werkschutz bedeutet diese Mischung: sehr unterschiedliche Zutrittsregeln, Hygiene- und Gefahrstoffvorgaben und täglicher Lieferverkehr.
Die Industriegebiete der Stadt
Seit Mitte der 1990er Jahre hat Delitzsch drei größere Flächen für Gewerbe und Industrie entwickelt. Auf jeder stellen sich andere Aufgaben:
- Gewerbe- und Industriegebiet Südwest in der Kernstadt: Produktionswerke mit Hallen, Freilagern und einem 2012 errichteten Solarpark auf ehemaligem Tagebaugelände
- Industriegebiet Am Stadtforst bei Spröda: Betriebe abseits der Wohnbebauung, nachts kaum Publikumsverkehr
- Energie- und Gewerbepark Delitzsch in Benndorf: kleinere Firmen und technische Anlagen auf weitläufigem Gelände
- Werksgelände an der Ludwig-Jahn-Straße mit der Schokoladenfabrik am Rand der Wohnbebauung
- das Ausbesserungswerk mit Gleisanschluss, Werkstatthallen und abgestellten Fahrzeugen
Aufgaben an Tor und Gelände
An der Pforte melden wir Besucher, Monteure und Fremdfirmen an, geben Ausweise aus und sammeln sie wieder ein. Lkw werden mit Kennzeichen, Lieferschein und Ladung abgeglichen, bevor die Schranke öffnet; bei der Ausfahrt prüfen wir, ob Papiere und Fracht zusammenpassen. Wer nicht angemeldet ist, wartet, bis der zuständige Mitarbeiter im Werk entschieden hat.
Auf dem Gelände gehen unsere Kräfte zu wechselnden Zeiten Rampen, Freilager, Tanks, Zaunlinien und Parkplätze ab. Sie achten auf offene Rolltore, Maschinen, die nach Schichtende noch laufen, Leckagen und Personen ohne Ausweis. In der Lebensmittelproduktion tragen sie die vorgeschriebene Hygienekleidung und betreten Produktionszonen nur nach Ihren Regeln. Auf Gleisflächen bewegen sie sich ausschließlich auf freigegebenen Wegen, nachdem sie vor Ort eingewiesen wurden.
Schichtmodell, Revision, Betriebsruhe
Nicht jeder Betrieb braucht eine Pforte rund um die Uhr. Wo tagsüber eigene Mitarbeiter den Empfang besetzen, reicht oft der Werkschutz in der Nacht und am Wochenende. In durchgehend produzierenden Werken planen wir drei Schichten mit schriftlicher Übergabe.
Bei Revisionen, Inventuren oder Betriebsferien verändert sich der Bedarf: Mehr Fremdfirmen sind auf dem Gelände, die eigene Belegschaft ist kleiner. Für diese Wochen stocken wir die Zahl der Kräfte auf, führen Listen, wer sich wann wo aufhält, und gehen danach auf das übliche Maß zurück. Rund um das Weihnachtsgeschäft eines Süßwarenherstellers sieht der Lieferverkehr anders aus als im Sommer – auch das fließt in die Planung ein.
Ein Werk wird für den Werkschutz in einer Dienstanweisung beschrieben: Welche Tore wann geöffnet sind, wer Besucher abholt, welche Bereiche nur mit Begleitung betreten werden dürfen und wer bei Störungen informiert wird. Diese Anweisung erarbeiten wir mit Ihnen vor dem ersten Dienst und halten sie aktuell, wenn sich Abläufe im Betrieb ändern. Neue Kräfte werden anhand dieser Anweisung und bei einem gemeinsamen Rundgang eingearbeitet, bevor sie allein Dienst tun.
Vorhabenbezogen geplant, mit Nachweisen vorab
In Sachsen sind wir ohne eigenes Büro tätig. Ein Werkschutzauftrag in Delitzsch beginnt deshalb mit einer gründlichen Vorprüfung: Begehung, Postenbeschreibung, Schichtplan, Ablösung und Anreise. Zugesagt wird erst, wenn die Besetzung für die gesamte Laufzeit feststeht. Vor dem ersten Dienst legen wir die Nachweise nach § 34a GewO vor, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz, den Überblick für das Land unter Werkschutz in Sachsen. Die Seite Sicherheitsdienst Delitzsch zeigt die übrigen Leistungen in der Stadt, für Werke in Richtung Flughafen hilft die Seite zu Schkeuditz.
Kosten für Werkschutz in Delitzsch
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag mit festen Posten, das macht ihn gut kalkulierbar. Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Nach oben bewegt er sich mit dem Anteil an Nacht- sowie Sonn- und Feiertagsstunden, der Zahl gleichzeitig besetzter Posten und der Qualifikation, etwa wenn an der Pforte Zutrittsentscheidungen fallen. Die Anreise weisen wir im Angebot gesondert aus.


